Donnerstag, 23. November 2017


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Wie wird man kein Täter?

Ulm, (lifePR) - .
Nicht jeder mit pädophilen Neigungen begeht Übergriffe. Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie will mit einem Informationstag über die Störung der Sexualpräferenz aufklären
Donnerstag, 27. Juli 2017, 17:00 – ca. 19:00 Uhr, Hörsaal Chirurgie, Universitätsklinikum Ulm,
Albert-Einstein-Allee 23, 89081 Ulm (Oberer Eselsberg)

Er fühlt sich sexuell zu jungen Mädchen hingezogen. Wusste, dass es falsch ist. Hat gehofft, dass es vorbei geht. Doch seine Neigung blieb. In seiner Therapie im Rahmen des Präventionsprojekts „kein Täter werden“ hat er gelernt, sie anzunehmen und zu kontrollieren. Über die Bewältigung seiner Neigung sprach der Mann, der anonym bleiben möchte, 2015 in Räumlichkeiten der Berliner Charité.

Seinen Fall nahmen die Filmemacher Peter Jeschke und Jens Wagner zum Anlass für einen Kurzfilm, der mit den Stigmatisierungen rund um das Thema Pädophilie aufräumen soll. Zwei Schauspieler stellen das vor zwei Jahren geführte Interview nach und wahren so die Identität des Mannes. Im Rahmen des Informationstages „Pädophilie“ der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm wird der Kurzfilm am 27. Juli in Ulm gezeigt.

Der Informationstag beginnt mit einem Vortrag zum Thema „Pädophilie“ von der Psychotherapeutin Elisabeth Quendler, die das Projekt „kein Täter werden“ in Ulm koordiniert. Nach der anschließenden Vorführung des Kurzfilms „STIGMA“ gibt es für alle Teilnehmer die Möglichkeit zur Diskussion mit Frau Quendler und den Filmemachern Peter Jeschke und Jens Wagner.

Weitere Informationen zum Film können Sie dem Programm entnehmen. Wir möchten Sie außerdem bitten, sich bei Interesse per Mail anzumelden (elisabeth.quendler@uniklinik-ulm.de). Der Eintritt ist kostenlos.

Das Präventionsprojekt "kein Täter werden" bietet deutschlandweit eine kostenlose und schweigepflichtgeschützte Behandlung für Personen, die eine sexuelle Neigung zu Kindern und Jugendlichen verspüren. Sexuelle Übergriffe sollen so vermieden, der Konsum von Missbrauchsabbildungen von Kindern und Jugendlichen unterbunden werden. Voraussetzung für die Teilnahme: Die eigene sexuelle Neigung zu Kindern muss als Problem wahrgenommen werden.

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