Dienstag, 24. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 159136

Typisch Mädchen? Typisch Junge?

Am Girls' und Boys' Day erkundeten 220 Schülerinnen und Schüler Berufe an Universität und Klinikum

Ulm, (lifePR) - Am bundesweiten "Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag" und dem Landesprojekt "Neue Wege für Jungs" haben sich 220 Schülerinnen und Schüler aus 18 Gymnasien und vier Realschulen der Region über Berufe an Universität und Klinikum informiert. Ziel der Aktionen ist, Schülerinnen und Schülern ihre Ausbildungsmöglichkeiten jenseits einer geschlechterstereotypen Berufswahl zu zeigen.

Zahnmedizinische Fachangestellte - ein typischer Mädchenberuf? Die Jungen aus Klassen 8 und 9 der Anna-Essinger-Realschule und der Albert-Einstein-Realschule sind sich uneinig. "Ist doch egal, ob Mädchen- oder Jungenberuf - Hauptsache es ist interessant", meint Mirza. Timo dagegen findet, dass Jungen für die feinen Gerätschaften in der Zahnmedizin nicht so geeignet sind. Angelika Braag, leitende zahnmedizinische Fachangestellte der Klinik für zahnärztliche Prothetik und ihre Kollegin Claudia Lehnert haben den sieben Jungen den Beruf erklärt, Instrumente und technische Einrichtungen gezeigt. "Gute Noten in Mathe und Deutsch braucht man, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten", hat Björn an diesem Vormittag gelernt.

"Je mehr die Jugendlichen über verschiedene Berufe wissen, desto besser können sie sich für einen Weg entscheiden, der ihren Neigungen entspricht und gute Perspektiven bietet. Dieses Wissen zu vermitteln, ist Ziel des Girls' und Boys' Day", erläuterte Barbara Klingler-Volswinkler, die Beauftragte für Chancengleichheit des Klinikums, die den Tag mit organisiert hat. "Das Interesse mitzumachen, war auf allen Seiten hoch", bilanzierte sie.

Rund 90 Jugendliche informierten sich am Klinikum über die dort gebotenen insgesamt 14 verschiedenen Ausbildungsberufe, erkundeten die Tätigkeiten im Schockraum der Chirurgie und den chirurgischen Forschungslaboren, erfuhren auf der Intensivstation der Inneren Medizin, was Pflegekräfte dort leisten, lernten, wie Medizinisch-technische Radiologieassistenten Röntgenaufnahmen erstellen, wer die Computernetze des Klinikums betreut und wie die Erzieher der Kindertagesstätte von Universität und Klinikum arbeiten. "Die Medizinphysiker haben mit Menschen und Maschinen zu tun und lassen alles von den Computern ausrechnen", berichtete Merve erstaunt und erzählte ihren Schulkameraden über Berufsbilder in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie.

Von der Anna-Essinger-Realschule nahm die gesamte Klasse 8b im Rahmen der Berufsorientierung am Girls' und Boys' Day teil. "Wir wollen die Mädchen für naturwissenschaftliche Berufe begeistern und den beruflichen Horizont der Jungen erweitern", fasste Klassenlehrerin Brigitte Löhlein-Hepp ihre Ziele zusammen. "Die typischen Rollenbilder greifen angesichts der leistungsstarken Mädchen immer weniger, damit verändern sich auch die Berufsbilder. Von den Schülerinnen und Schülern habe ich für diese Veranstaltung sehr positive Rückmeldungen bekommen", so Löhlein-Hepp.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Die dunklen Seiten von Hartz IV: 330.000 Haushalte mit Stromsperrungen

, Familie & Kind, Deutscher Schutzverband gegen Diskriminierung e.V.

Dass der Energieanteil in den Hartz-IV-Regelsätzen zu gering bemessen ist, erklärt der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung e. V. (DSD)...

Büdenbender ist Schirmherrin der Bundesinitiative Klischeefrei

, Familie & Kind, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, übernimmt die Schirmherrschaft der Bundesinitiative „Nationale Kooperationen...

U3 für den Emys-Nachwuchs im SEA LIFE Speyer

, Familie & Kind, Merlin Entertainments Group Deutschland GmbH

Das Zuchtprojekt des SEA LIFE Speyer und des NABU Rheinland-Pfalz, um Europäische Sumpfschildkröten (Emys) nachzuzüchten verzeichnet beeindruckende...

Disclaimer