"Nicht nur Handlanger der Medizin"

Der 12. Mai ist der "Internationale Tag der Pflegenden" - Schülerinnen und Schüler der Akademie für Gesundheitsberufe nehmen diesen Tag zum Anlass, um auf die wichtige Bedeutung einer professionellen Pflege für die Gesellschaft hinzuweisen

(lifePR) ( Ulm, )
Die Zahlen sind alarmierend: Gegenwärtig sind in Deutschland bereits 2,25 Millionen Menschen pflegebedürftig - und eine Trendumkehr ist nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Die Zahl der Menschen, die 60 Jahre alt und älter sind, wird in Deutschland bis 2030 von 20,5 Millionen voraussichtlich auf 28,4 Millionen Menschen steigen, die Zahl der über 80-Jähringen von rund 3,6 Millionen auf etwa 6,3 Millionen. Schätzungen zufolge werden dann 3,4 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen sind.

Für die angehenden Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger der Wiblinger Akademie für Gesundheitsberufe Grund genug, um sich anlässlich des "Internationalen Tages der Pflegenden 2010" (12. Mai) mit wichtigen Fragen zur Gesundheit und zum Selbstverständnis eines Berufes auseinanderzusetzen, der angesichts demographischer Entwicklungen immer wichtiger für die Gesellschaft wird.

"Meine Schülerinnen und Schüler haben sich in Projektgruppen sehr intensiv mit der Bedeutung einer gesunden Lebensweise auseinandergesetzt, die dazu beitragen kann, die Zahl chronisch Kranker zu reduzieren", erläutert Elisabeth McAvinue, stellvertretende Fachleiterin an der Akademie für Gesundheitsberufe."

Der diesjährige "Internationale Tag der Pflegenden" steht unter dem Motto "Unsere Kompetenz - Ihre Gesundheit: Professionelle Pflege - Garant der Langzeitpflege". Eine Thematik, deren ganze Tragweite sich gut am Beispiel der Demenz zeigen lässt: Nach aktuellen Schätzungen leben zurzeit rund eine Million Demenzkranke in Deutschland. Vermutlich kommen jedes Jahr rund 200.000 Neuerkrankungen hinzu. "Auf unsere angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger und auf die Gesellschaft insgesamt warten sehr große Herausforderungen. Professionell Pflegende können einen wichtigen Beitrag leisten, um aktuelle und zukünftige Probleme zu bewältigen", unterstreicht Elisabeth McAvinue, die ihren Schülern schon sehr früh viel Selbstbewusstsein vermittelt: "Gesundheits- und Krankenpfleger sind schon lange nicht mehr nur die Handlanger der Medizin."

Auch PD Dr. Karl-Heinz Tomaschko, Direktor der Akademie für Gesundheitsberufe am Universitätsklinikum Ulm, unterstreicht die Bedeutung des Internationalen Tages der Pflegenden vor dem Hintergrund einer unbedingt notwendigen öffentlichen Diskussion mit entsprechenden Schlussfolgerungen: "Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften wird langfristig deutlich steigen. Allein in Baden-Württemberg fehlen schon jetzt bis zu 40.000 Pflegekräfte. Dieser Notstand betrifft aber nicht nur die Pflege. Auch andere Gesundheitsberufe sind betroffen. Und in den kommenden Jahren wird sich die Situation weiter verschärfen, die demographischen Daten sind Fakt, keine Prognose!"

Weitere Informationen:

Der Internationale Tag der Pflegenden findet jedes Jahr am Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale (12.05.1820 - 13.08.1910) statt. Die Tochter aus wohlhabendem Hause gilt als Pionierin der modernen Krankenpflege.

Die Akademie für Gesundheitsberufe am Universitätsklinikum Ulm bietet auf mehr als 10.000 qm 820 Schul- und Ausbildungsplätze an, von denen jährlich 270 neu besetzt werden. Untergebracht im historischen Benediktinerkloster Wiblingen gilt die Ausbildungsstätte als eine der schönsten Schulen Deutschlands.

Ab dem 12. Mai sind im Foyer der Akademie von den Schülerinnen und Schülern konzeptionierte Poster zu sehen, die von ausgewählten Bildern der Fotografin Julia Baier ergänzt werden. Diese Motive sind wiederum Teil der Ausstellung "Ein neuer Blick auf die Pflege", die vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt wird. Die kleine Ausstellung wird bis zum 19. Mai in Wiblingen zu sehen sein.
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