Neuer Anstrich für einen Ort der Geborgenheit

Kapelle der Universitätskliniken am Michelsberg wurde neu gestaltet

(lifePR) ( Ulm, )
Hell, freundlich, einladend - so zeigt sich die Klinikkapelle der Universitätskliniken am Michelsberg nach ihrer Neugestaltung. Ein großer Gewinn für das Team der Klinikseelsorge: für die eigene Arbeit und insbesondere für die vielen Menschen - Patienten, Angehörige, Mitarbeiter - denen der Raum völlig unabhängig von Religion oder Konfession rund um die Uhr zur Besinnung und zum Gebet offen steht.

Vorher - nachher: Der alte, graue Lamellenvorhang, der mehr an eine Arztpraxis denken ließ als an einen sakralen Raum, ist verschwunden. Stattdessen fällt das Licht von außen nun durch eine transparente Textilwand - entworfen und bedruckt von Glaskünstler und Maler Bernhard Huber aus Esslingen. Mit dem Ziel, die Kapelle zu einem Ort der Geborgenheit zu machen, hat der Künstler mit einer farblich eher zurückhaltenden Gestaltung - ein Netz aus Linien auf weißem Grund - bewusst den Fokus auf das Spiel mit dem Licht gelegt. Der Titel des textilen Kunstwerks "Retina" (dt.: Netzhaut) ist auch als Hommage an die Klinik für Augenheilkunde zu verstehen. Deren Ärztlicher Direktor, Prof. Dr. Gerhard Lang, stellt nicht nur in seiner Klinik den Raum für die Kapelle zur Verfügung; von ihm kam auch die Initialzündung zur Neugestaltung. "Prof. Lang liegt die Klinikkapelle sehr am Herzen. Er ist ein großer Unterstützer, dafür danken wir ihm sehr", sagt Susanne Englert, evangelische Klinikpfarrerin an den Kliniken am Michelsberg. Neu sind neben der Fenstergestaltung auch die Stühle der Kapelle. Die schweren, klobigen, unbeweglichen Sitzbänke wurden ausgemustert - zum Vorteil aller: Problemlos kann jetzt z.B. ein Stuhlkreis gebildet werden. Auch muslimische Mitarbeiter und Studenten nutzen den Raum gerne für ihre Gebete. Sie können sich nun leichter Platz schaffen. "Wir sind jetzt einfach flexibler", bringt es Annette Handte auf den Punkt. Die Gemeindereferentin bildet gemeinsam mit Diplompädagogin Rachel Rau das Team der katholischen Klinikseelsorge auf dem Michelsberg.

Die Kosten von 20.000 € übernahmen zur Hälfte der Vorstand des Universitätsklinikums und je zu einem Viertel die Ärztlichen Direktoren der Kliniken am Michelsberg sowie das Katholische Dekanat Ehingen/Ulm und der Evangelische Kirchenbezirk Ulm. Für Prof. Dr. Reinhard Marre ein deutlicher Ausdruck der guten Zusammenarbeit zwischen Seelsorge und Universitätsklinikum: "Alle haben gemeinsam dazu beigetragen, dass dieser wichtige Raum in neuem Glanz erstrahlt. Es passt alles wunderbar zusammen", so der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums. Das finden auch die Besucher der Klinikkapelle. "Wir haben schon viele positive Reaktionen von Patienten und Mitarbeitern erhalten", freut sich Rachel Rau.

Neben den regelmäßigen Gottesdiensten finden in der Klinikkapelle auch Trauer-, Segnungs- und Gedenkfeiern bis hin zu Taufen statt. Auch eine Konfirmation gab es schon. In der Zeit des Wartens während einer Operation kann die Kapelle für Angehörige ein Rückzugsort sein, wo sie Ruhe finden und beten können. "Die Klinikkapelle ist ein heiliger Schutzraum in einer Zeit, in der Menschen Schutzlosigkeit erfahren", fasst Rachel Rau zusammen. Susanne Englert fügt hinzu: "Seelsorge kann überall in der Klinik stattfinden, ob beim Besuch am Krankenbett, bei kurzen Gesprächen auf dem Flur oder bei einem gemeinsamen Essen in der Kantine. Aber: Die Kapelle ist ein besonderer Ort. Ihre vielleicht wichtigste Eigenschaft im Gegensatz zu allen anderen Räumen in der Klinik - Arztzimmer, Warteräume, Cafeteria - ist, dass sie kein Funktionsraum ist. Hier ist auch der Mensch frei vom Funktionieren müssen. Hier kann man einfach nur sein". Ihre Sorgen loswerden, sich bedanken oder Wünsche formulieren können Patienten und andere Besucher auch in den Fürbittbüchern, die in der Kapelle ausliegen. "Weil Menschen in Krisenzeiten aber nicht immer Worte haben, sondern Symbole benötigen, wollen wir den Besuchern der Kapelle demnächst auch die Möglichkeit geben, eine Kerze anzuzünden", beschreibt Annette Handte die weiteren Planungen zur Gestaltung der Klinikkapelle.
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