Brustimplantate: Patientinnen des Universitätsklinikums können beruhigt sein

Vermehrt Anrufe verunsicherter Implantat-Trägerinnen / Am Universitätsklinikum Ulm wurden keine PIP-Produkte eingesetzt

(lifePR) ( Ulm, )
Die Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothese (PIP) sind in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten. In Deutschland sind seit 2004 19 Fälle von gerissenen PIP-Implantaten bekannt geworden. Deshalb warnte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vor den französischen Implantaten.

Am Universitätsklinikum Ulm sind in Folge der Berichterstattung vermehrt Anfragen verunsicherter Implantat-Trägerinnen eingegangen. "Wir können unsere Patientinnen umfassend beruhigen, denn in unserem Hause wurden die betroffenen Implantate zu keinem Zeitpunkt verwendet", so Prof. Rolf Kreienberg, der Ärztliche Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. In der Ulmer Klinik werden Silikon-Prothesen vor allem in Rekonstruktions-Operationen nach einer Brustkrebserkrankung eingesetzt.

Auch beunruhigte Patientinnen anderer Ärzte rufen in der Ulmer Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an. Ihnen rät Prof. Kreienberg, einen Blick in den Prothesenpass zu werfen, der nach der Operation ausgestellt wurde. Dort sind Implantat-Hersteller und -Nummer vermerkt. "Sollte der Pass nicht zur Hand sein, hilft ein Anruf in der behandelnden Klinik", so der Mediziner. "In der Patientenakte gibt es Kopien dieser Daten." Die Aufbewahrungspflicht beträgt 20 Jahre.

Der Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und dem in den PIP-Prothesen verwendeten Silikon sei derzeit nicht eindeutig belegt, so Prof. Kreienberg: "Die Datenlage ist zu dünn, als dass man eindeutige Schlüsse ziehen könnte. Dennoch ist Wachsamkeit angebracht. Patientinnen mit PIP-Implantaten sollten ihren behandelnden Arzt aufsuchen und sich über das weitere Vorgehen beraten lassen."
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