Neue Station zur Beatmungsentwöhnung an Thoraxklinik Heidelberg eröffnet

(lifePR) ( Heidelberg, )
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- Hochmoderne Weaning-Station bietet optimales Umfeld für Übergang von maschineller Beatmung zu selbstständiger Atmung
- Bau wurde vom Land Baden-Württemberg gefördert
- Lungenfachklinik des Universitätsklinikums Heidelberg ist zertifiziertes Weaning

Müssen Patienten über einen längeren Zeitraum maschinell beatmet werden, gestaltet sich der Übergang zurück zur selbstständigen Atmung oft schwierig. Ein optimales Umfeld für Patienten, Ärzte und Pflege bietet die neu eröffnete Station zur Beatmungsentwöhnung in der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg. Bereits seit vier Jahren ist die Lungenfachklinik als Weaning-Zentrum von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie zertifiziert, die modernen Räumlichkeiten unterstützen das erfahrene Team in der Patientenversorgung. "Wir freuen uns, dass das Land Baden-Württemberg den Bau so großzügig unterstützt hat und wir nach nur einem Jahr Bauzeit die neue Station eröffnen können", sagt Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg.

"Mit dieser Station setzt die Thoraxklinik international Standards - hier können wir Patienten auch zukünftig auf höchstem Niveau behandeln und von der maschinellen Beatmung entwöhnen", betont Professor Dr. Felix Herth, Chefarzt der Pneumologie und Beatmungsmedizin und stellvertretender Ärztlicher Direktor der Thoraxklinik Heidelberg.

Helle, ruhige Zimmer und optimale Überwachung

Nach einem Jahr Bauzeit ist die neue 12-Betten-Station fertiggestellt; sie trägt der zunehmenden Schwere der Begleiterkrankungen von Weaning-Patienten Rechnung: So sind alle Zimmer an eine zentrale Patientenüberwachung (Monitoring) angeschlossen, es gibt acht Einzelzimmer, davon zwei Isolierzimmer. Alle Zimmer sind hell und mit Schallschutz und Klimaanlage ausgestattet, sodass trotz maximaler Überwachung ein komfortables und ruhiges Raumklima gewährleistet ist. "Es ist uns wichtig, unseren Patienten die bestmögliche Versorgung zukommen lassen zu können. Daher freuen wir uns, dieses Bauprojekt so erfolgreich abschließen zu können", sagt Roland Fank, kaufmännischer Geschäftsführer der Thoraxklinik.

"Eine moderne und leistungsstarke Medizin ist heute ohne die künstliche Beatmung nicht mehr möglich", betont Prof. Herth. Bei der Mehrzahl der beatmeten Patienten, gelingt die Entwöhnung zügig und ohne größeren Aufwand. Schwierigkeiten ergeben sich jedoch, wenn Patienten unter einer Lungenerkrankung leiden oder über einen längeren Zeitraum künstlich beatmet wurden: Die Atemmuskulatur verliert ihre Kraft, die vorgeschädigte Lunge kann nicht genügend Kohlendioxid abatmen bzw. Sauerstoff aufnehmen. "Die Anzahl der Patienten, die nicht oder nur verzögert von der maschinellen Beatmung entwöhnt werden können, nimmt in den letzten Jahren stetig zu, z.B. da unsere Patienten älter werden, die Hochleistungsmedizin immer mehr Therapie ermöglicht, aber auch das Finanzierungssystem Anreize für Invasivität schafft", erklärt Prof. Herth. Unter optimalen Bedingungen können die Patienten jedoch in über zwei Drittel dieser Fälle wieder ans selbstständige Atmen herangeführt werden.

Jährlich begleitet das Team der Thoraxklinik mehr als 300 Patienten bei der Beatmungsentwöhnung

Mehr als 300 Patienten begleitet ein Team aus Pneumologen, Anästhesisten, Atmungstherapeuten, Pflegekräfte und Physiotherapeuten in der Thoraxklinik bei der Beatmungsentwöhnung pro Jahr. Darunter nicht nur lungenkranke Patienten, sondern zu einem großen Anteil auch solche mit neurologischen Grund- oder Begleiterkrankungen. Ein Großteil von ihnen kommt aus externen Kliniken. Bei den Meisten gelingt das Weaning mit der sogenannten nicht-invasiven Beatmung: Über eine Atemmaske unterstützt das Beatmungsgerät Lungenfunktion und Atemmuskulatur. Bei den wenigen Patienten, die sich so nicht entwöhnen lassen, wird - meinst vorübergehend - ein Luftröhrenschnitt angelegt, über den zunächst die künstliche Beatmung und im weiteren Verlauf die selbstständige Atmung des Patienten fortgesetzt wird.

Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg

Die Thoraxklinik Heidelberg ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit einer über 100 jährigen Geschichte und seit 2009 zertifiziertes Lungenkrebszentrum sowie akkreditiertes Weaningzentrum. Sie ist eine Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Heidelberg und arbeitet eng mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum zusammen. Die Klinik ist einer der Partner des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) und gehört zu den Heidelberger Standorten des Deutschen Zentrums für Lungenforschung. Als eine der größten Lungenfachkliniken in Deutschland werden mit 310 Planbetten sowie 4 OP-Sälen medizinische Leistungen und ca. 2.200 Operationen im Bereich der Thoraxerkrankungen durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt (über 60%) liegt in der Behandlung von Lungenerkrankungen, der Pleura, des Mediastinums, der Brustwand und angrenzenden Regionen.
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