Helfen Sport und Vitamin D bei der Multiplen Sklerose?

Neurologische Universitätsklinik Heidelberg veranstaltet am 3. Dezember 2011 Patiententag zu Multipler Sklerose

(lifePR) ( Heidelberg, )
Am Samstag, den 3. Dezember 2011, sind Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und ihre Angehörigen herzlich zu einem Informationstag der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg eingeladen. Von 10 bis 14 Uhr geben erfahrene Neurologen einen Überblick über neue Therapien, wissenschaftliche Fortschritte und aktuell diskutierte Themen wie den möglichen Nutzen von Sport oder Vitamin D. Referenten und Mitglieder der Selbsthilfegruppe "Amsel e.V." stellen sich zwischen und nach den Vorträgen gerne den Fragen der Besucher. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet im Großen Hörsaal der Kopfklinik, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, statt. Für Rollstuhlfahrer sind barrierefrei erreichbare Plätze im vorderen Bereich des Hörsaals reserviert. Sie werden gebeten, der Ausschilderung dorthin zu folgen.

Was Betroffene therapieunterstützend für sich tun können, ist ein zentrales Thema der Veranstaltung. Dies betrifft die Frage, welche Möglichkeiten das Gehirn zur Regeneration hat bis hin zu Möglichkeiten, die oft schwerwiegenden Symptome der Erkrankung zu mildern. Die Frage, wie Sport in Form spezieller Bewegungsprogramme die Therapie bei MS unterstützen kann, rückt zunehmend in den Fokus von Ärzten und Wissenschaftlern.

Studie zu Sport bei MS geplant

"Bisher gibt es dazu noch kaum wissenschaftliche Daten, da MS-Kranke mit sehr unterschiedlichen körperlichen Einschränkungen konfrontiert sind und individuell abgestimmte Trainingsprogramme benötigen", erklärt Professor Dr. Michael Platten, Leitender Oberarzt der Abteilung Neuroonkologie am Universitätsklinikum Heidelberg. 2013 soll daher in Heidelberg erstmals eine Studie zu Sport bei Multipler Sklerose starten.

Ein hochaktuelles und unter Patienten und Ärzten viel diskutiertes Thema ist der Nutzen von Vitamin D bei MS. Erste Studien lassen zwar eine schützende Wirkung des Vitamins vermuten - ob die geweckten Hoffnungen berechtigt sind, ist allerdings bislang noch nicht belegt, gibt Professor Dr. Brigitte Wildemann, Leitende Oberärztin der Abteilung für Neurologie und Leiterin der Sektion Molekulare Neuroimmunologie, zu bedenken. Vor einem unkritischen Gebrauch von frei erhältlichen Vitaminpräparaten ist zu warnen. Über das richtige Maß soll beim Patiententag diskutiert werden.

Neue entzündungshemmende Medikamente - auch als Tablette

Neuigkeiten gibt es aus dem Bereich der medikamentösen Therapie zu berichten: Seit 2011 ist der erste Wirkstoff in Tablettenform zugelassen. Darüber hinaus gibt es ermutigende Studienergebnisse zu neuen Medikamenten sowie verbesserte Möglichkeiten, das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen der aktuell eingesetzten Therapien zu vermindern.

Deutschlandweit leiden rund 120.000 Menschen an Multipler Sklerose. Bei dieser Autoimmunerkrankung greifen körpereigene Immunzellen gesundes Nervengewebe an und zerstören es schließlich. Häufig verursacht MS bereits in jungen Jahren bleibende Nervenschäden und Behinderungen. Bislang stehen nur Medikamente zur Verfügung, die Krankheitsschübe dämpfen, aber nicht heilen können.

Am Universitätsklinikum Heidelberg werden MS-Patienten in einer speziellen neuroimmunologischen Ambulanz - von der Deutschen Gesellschaft für Multiple Sklerose DMSG als "anerkanntes MS-Zentrum" ausgezeichnet - fächerübergreifend betreut.

Programm im Internet: www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/pdf/VK_2011/110919NEU_ET_FL_MS-Patiententag_ID17744_5_.pdf
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