Sonntag, 24. September 2017


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Innenentwicklung belebt Kommunen

Stuttgart, (lifePR) - "Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von sehr guten Erfahrungen zur Innenentwicklung, die zeigen, dass mit geeigneten Maßnahmen eine erfolgreiche Innenentwicklung und somit eine Attraktivitätssteigerung von Kommunen möglich ist. Wichtige Voraussetzungen sind dabei eine durchdachte Kommunikationsstrategie und Ausdauer, um die betroffenen Grundstückseigentümer und Bewohner zu überzeugen", so Dr. Volker Schrenk (VEGAS, Universität Stuttgart), der zusammen mit Dr. Bernd Fahle (fahlestadtplaner, Freiburg) das Seminar "Erfolgreiche Innenentwicklung - kooperative und integrative Strategien" am 08.12.2009 im Landratsamt Ludwigsburg leitete.

An dieser Veranstaltung des fortbildungsverbundes boden und altlasten Baden-Württemberg nahmen rund 50 Fachleute aus den Bereichen Altlastenbearbeitung, Stadtplanung und Wirtschaftsförderung teil. Herr Carsten Scholz, Fachbereichsleiter Umwelt im Landratsamt Ludwigsburg, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und schilderte anhand eines innerörtlichen Altlastensanierungsfalls die Aktualität des Veranstaltungsthemas im Landkreis Ludwigsburg.

Im ersten Veranstaltungsteil wurden strategische Bausteine der Innenentwicklung vorgestellt. Rainer Specht vom Städtetag Baden-Württemberg stellte in seinem Beitrag die Aktivitäten des Städtetags in diesem Themenbereich und die politische Dimension des Themas vor. "Projekte der Innenentwicklung erfordern oftmals den Sachverstand von Altlastenfachleuten. Wenn diese rechtzeitig bei den ersten Planungsschritten eines Vorhabens eingebunden werden, bleibt manche böse Überraschung aus und es kann unter Umständen viel Geld gespart werden", so Michael König (HPC AG, Freiburg). Er zeigte in seinem Vortrag auf, wie die Zusammenarbeit zwischen Altlastenfachleuten, Architekten und weiteren beteiligten Akteuren gelingen kann.

Der Architekt und Stadtplaner Matthias Schuster (LEHEN drei, Stuttgart) ging auf die unterschiedlichen Planungsinstrumente und Maßstäbe bei der Innenentwicklung ein: das Entwicklungskonzept, den städtebauliche Rahmenplan und schließlich das einzelne Projekt. Bernd Sahrbacher (DB Services Immobilien GmbH) erläuterte die Arbeitsweise der DB Services Immobilien und stellte drei konkrete Fallbeispiele von erfolgreichen Bahnflächen-Neunutzungen dar.

Strategien und Möglichkeiten des Marketings von gebrauchten Liegenschaften war Inhalt des Vortrages von Dr. Martin Koch (ivalue, Thalfang). Er hob die Bedeutung von ausgefeilten Kommunikationsstrategien bei der Vermarktung von Flächen hervor. Zum Abschluss des Strategieblocks erläuterten Frieder Hartung und Bernd Kujacinski (STEG, Stuttgart) den Folgekostenrechner fokos BW, der es den Kommunen ermöglicht, die ökonomischen und demographischen Auswirkungen einer Wohngebietsentwicklung frühzeitig abzuschätzen. Im Veranstaltungsblock am Nachmittag "Aus der Praxis lernen" stellte Andreas Epple (E+K Quartier am Turm GmbH) die Entwicklung des Wohngebiets Quartier am Turm in Heidelberg vor, bei dem die Umgestaltung einer Industriebrache zum Wohnviertel von klassischer Musik inspiriert worden ist.

Über die Ergebnisse von 15 Jahren Innenentwicklung in Sulzfeld berichtete Ulrike May-Schorb (Bauamt Sulzfeld) und unterstrich dabei, wie wichtig es ist, Innenentwickungsmaßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern durchzuführen und dass es Jahre dauern kann, um zu sichtbaren Ergebnissen zu kommen. In ihrem Resümee stellten Bernd Fahle, Bernd Sahrbacher und Volker Schrenk die wichtigsten Empfehlungen aus dem gemeinsam bearbeiteten Projekt "Bausteine erfolgreicher Innenentwicklung" vor. Die gleichnamige Arbeitshilfe fasst die bei der Veranstaltung aufgezeigten Ansätze zur Innenentwicklung zusammen und ist beim Umweltministerium Baden-Württemberg erhältlich bzw. steht auf der Flächenmanagement-Plattform unter www.flaechenmanagement.baden-wuerttemberg.de als Download zur Verfügung.

Das Veranstaltungsprogramm des fortbildungsverbundes boden und altlasten Baden-Württemberg für das Jahr 2010 umfasst aktuelle Themen im Bereich Bodenschutz, Altlasten und Flächenrecycling und ist im Internet abrufbar unter www.fortbildungsverbund.de.

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