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Pressemitteilung BoxID: 277354 (Unabhängige Patientenberatung Deutschland - UPD gGmbH / Beratungsstelle Leipzig)
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Reha-Antrag: Wer ist zuständig?

(lifePR) (Leipzig, ) Zu lange Bearbeitungszeiten, unklare Zuständigkeiten - wer eine Rehabilitationsmaßnahme beantragt, braucht mitunter gute Nerven. Dabei ist das Verfahren gesetzlich klar geregelt.

Wilfried S. ist verzweifelt. Vor drei Monaten hatte er mit Unterstützung seines Hausarztes einen Reha-Antrag gestellt - bis heute wartet der 59-Jährige auf eine eindeutige Antwort. "Nicht zuständig", so lautete die Antwort von Krankenkasse und Rentenversicherung. Sechs Wochen nach Antragstellung hatte die Kasse an den Rententräger verwiesen. Weitere sechs Wochen später kam von dort die Mitteilung, Herr S. solle sich erneut an seine Krankenkasse wenden.

Aus Sicht von Daniela Poppe, Beraterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) in Gießen, ist die Situation eindeutig: "Als Versicherter muss Herr S. sich nicht darum kümmern, wer für seinen Reha-Antrag zuständig ist. Das ist Aufgabe der beiden möglichen Kostenträger - also der Kasse und der Rentenversicherung."

Prüfen muss die Zuständigkeit der Träger, bei dem der Antrag eingeht. "Dafür hat er nach dem Gesetz zwei Wochen Zeit", ergänzt Poppe. Wenn der Träger zuständig ist, soll er nach einer weiteren Woche auch inhaltlich über den Antrag entscheiden. "Außer es ist ein Gutachten zur Feststellung des Rehabilitationsbedarfs nötig", so die UPD-Beraterin.

Ist der erste Träger nicht zuständig, gibt er den Antrag direkt an den zweiten Träger weiter. Poppe: "Auch hierfür ist nicht der Versicherte zuständig. Ebenso wenig kann der zweite Träger den Antrag wieder zurückgeben. Er muss ihn innerhalb von drei Wochen prüfen und bei berechtigtem Bedarf bewilligen."

UPD-Tipp: Bei allen Fragen rund um das Thema empfiehlt die UPD Ratsuchenden sich zusätzlich an die Reha-Servicestellen zu wenden (www.reha-servicestellen.de) - insbesondere in schwierigen Fällen, wo die Zuständigkeit der Träger nicht von vorneherein klar feststeht. Die Reha-Servicestellen arbeiten trägerübergreifend und bieten eine umfassende Unterstützung von der Antragstellung bis zum Beginn einer Maßnahme.

Weitere Fragen zum Thema Reha und darüber hinaus beantwortet die UPD in 21 regionalen Beratungsstellen, über ihre Internet-Beratung (www.upd-online.de) und ein kostenfreies* Beratungstelefon:

- Deutsch: 0800 0 11 77 22 (Mo bis Fr 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr)
- Türkisch: 0800 0 11 77 23 (Mo und Mi 10-12 Uhr, 15-17 Uhr)
- Russisch: 0800 0 11 77 24 (Mo und Mi 10-12 Uhr, 15-17 Uhr)

* Mobilfunktarife für die Beratung auf Deutsch abweichend

Unabhängige Patientenberatung Deutschland - UPD gGmbH / Beratungsstelle Leipzig

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland - UPD gGmbH handelt in gesetzlichem Auftrag mit dem Ziel, die Patientenorientierung im Gesundheitswesen zu stärken. Einmal jährlich berichtet die UPD an den Patientenbeauftragten der Bundesregierung über Problemlagen im Gesundheitswesen. Die Arbeit wird gemäß § 65b SGB V aus Fördermitteln des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung finanziert. Die Beratung in russischer und türkischer Sprache fördert der Verband der Privaten Krankenversicherung. Die Gesellschafter der UPD sind der Sozialverband VdK Deutschland, der Verbraucherzentrale Bundesverband sowie der Verbund unabhängige Patientenberatung.