Montag, 23. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 283403

Hersteller: Neue Marktanforderungen für mehr Sicherheit erfüllen

TÜV Rheinland auf der Spielwarenmesse 2012

Nürnberg/Köln, (lifePR) - .

- Spielwarenmesse Nürnberg, 1. bis 6 Februar 2012. TÜV Rheinland in Halle 11.1, Stand E04/D03

1. Februar 2012. Seit dem 20. Juli 2011 findet die neue Spielzeug-Richtlinie in Europa ihre Anwendung. Ein sich immer schneller wandelnder Markt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und eine konsequentere Übernahme der Verantwortung für das Produkt durch Hersteller oder Handelsunternehmen, machten die Überarbeitung der 20 Jahre alten Richtlinie erforderlich. "Durch unsere umfassenden Erfahrungen in allen Aspekten der Spielzeugprüfung und unsere aktive Mitarbeit in allen maßgeblichen Gremien zur Erstellung von Regelwerken für das Spielzeug, sind wir für unsere Kunden der ideale Ansprechpartner bei allen Fragen und Anforderungen, die die neue Spielzeug-Richtlinie an die Beteiligten stellt", sagt Karlheinz Hieronymus, verantwortlich für Spielzeugprüfung bei der TÜV Rheinland LGA Products GmbH in Nürnberg.

TÜV Rheinland führt insbesondere in Asien und Europa jährlich rund 100.000 Tests und Prüfungen an Spielzeugen durch. Der weltweit führende Prüfdienstleister für Spielzeuge bietet neben den klassischen Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen und den Antworten auf die zunehmenden Fragestellungen zu nachhaltigen Produktprüfungen, auch Leistungen zu den jetzt notwendigen Sicherheitsbeurteilungen und technischen Dokumentationen für alle Marktteilnehmer an.

"Qualität und Sicherheit bei Spielzeugen bedeuten für Verbraucher mehr und mehr auch Nachhaltigkeit des Produkts und in der Produktion, Verlässlichkeit in Sachen Schadstoffarmut und qualitativ einwandfreie Produkte und Produktionsbedingungen. Wir verfügen über leistungsstarke Laboratorien in den Zentren der Spielzeugproduktion weltweit, um genau diesen Trend weiterhin zu unterstützen", so Hieronymus. Auch künftig gebe es noch großen Handlungsbedarf. So seien im europäischen Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte, RAPEX, für 2010 weiterhin der größte Anteil der Warnmeldungen auf Spielzeuge entfallen. Karlheinz Hieronymus: "Auch unsere eigenen Tests zeigen immer wieder, dass selbst die in Europa geltenden rechtlichen Mindestvorgaben nicht konsequent eingehalten werden."

Herstellern und Handelsunternehmen geben die neutralen Prüfungen von TÜV Rheinland mehr Verlässlichkeit, den Verbrauchern wiederum geben Siegel unabhängiger Prüfunternehmen im Markt wertvolle Orientierung. Neben dem TÜV-Proof-Zeichen mit dem Teddybär für "Sicherheit und Schadstoff geprüft" sind dies unter anderem das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit sowie das "LGA tested Quality" für kontrollierte Qualität und Gebrauchstauglichkeit. Die Prüfzeichen werden im Hinblick auf Produktinnovationen sowie neue Markterfordernisse und rechtliche Rahmenbedingungen stetig weiterentwickelt.

TÜV Rheinland auf der Spielwarenmesse International Toy Fair
von 1. bis 6. Februar 2012 Nürnberg, Halle 11.1, Stand E04/D03

Die Neuerungen der europäischen Spielzeug-Richtline 2009/48/EG im Überblick:

Chemische Anforderungen

- Spielzeug muss REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 erfüllen.
- Verbot von CMR-Stoffen Kategorie 1A, 1B od. 2; eingeschränkte Ausnahmen Kosmetikspielzeug muss den Vorschriften der Kosmetikverordnung hinsichtlich Zusammensetzung und Etikettierung entsprechen.
- Verbot bestimmter allergener Stoffe, Duftstoffe bzw. verpflichtende Kennzeichnung solcher Stoffe
- Spielzeug / Verpackung mit Lebensmittelkontakt
Vorschriften für Lebensmittelkontakt sind einzuhalten.
- Erweiterung und Verschärfung der Grenzwerte für Migration bestimmter chemischer Stoffe (von 8 auf 19 Stoffe)
- Nitrosamine und nitrosierbare Stoffe: Verbot in Spielzeug für Kinder < 3 Jahre oder in Spielzeug, das bestimmungsgemäß in den Mund genommen werden soll.

Verbesserte Sicherheit durch die neue EU-Spielzeug-Richtlinie

- Die neue Richtlinie verpflichtet die beteiligten Wirtschaftsakteure wie folgt...
- Hersteller: Er darf nur Spielzeuge in Verkehr bringen, die nach den wesentlichen Sicherheitsanforderungen entworfen und hergestellt wurden
- Einführer: Sie dürfen nur konformes Spielzeug in der Gemeinschaft in Verkehr bringen
-Händler: Sie prüfen vor der Bereitstellung auf dem Markt, ob das Spielzeug mit den erforderlichen Kennzeichnungen zur Konformität versehen ist und ob die erforderlichen Unterlagen wie z.B. Gebrauchsanleitung oder Sicherheitsinformationen beigefügt sind.
- Der Hersteller trägt die größte Verantwortung für sein Spielzeug und muss alle Maßnahmen umfassend dokumentieren wie z.B. die Durchführung einer Sicherheits- und Konformitätsbewertung. Das Spielzeug ist u.a. so zu kennzeichnen, dass es jederzeit identifiziert werden kann und der verantwortliche Hersteller muss immer erkennbar sein. Dadurch sollen die Marküberwachungsbehörden im Falle von Beanstandungen schnell und gezielt reagieren können.

TÜV Rheinland AG

TÜV Rheinland ist ein weltweit führender unabhängiger Prüfdienstleister mit 140 Jahren Tradition. Im Konzern arbeiten 16.000 Menschen an 500 Standorten in 61 Ländern. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität und Sicherheit von Mensch, Umwelt und Technik in fast allen Lebensbereichen. TÜV Rheinland prüft technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, begleitet Projekte und gestaltet Prozesse für Unternehmen. Die Experten trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt TÜV Rheinland über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüf- und Ausbildungszentren. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. www.tuv.com im Internet.

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