Neubau Franz Jordan Haus in Warburg

Eine stationäre Betreuungs- und Pflegeeinrichtung für Menschen mit Demenz

(lifePR) ( Emmendingen, )
Das Seniorenzentrum St. Johannes in Warburg hat sich im Jahr 2009 dazu entschlossen für die Bewohnergruppe der Menschen mit Demenz ein eigenes Haus zu planen, in dem Normalität gelebt werden kann. Das Pflegekonzept des Franz Jordan Hauses orientiert sich am lebensgeschichtlichen Hintergrund, an den individuellen Bedürfnissen, Vorlieben und Fähigkeiten der BewohnerInnen. Die Gemeinschaft gibt Sicherheit und Geborgenheit.

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit dem Verlust der geistigen Funktion wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfung von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. Das renommierte Architektur- und Planungsbüro Matern und Wäschle und die anderen Ausführenden versuchten sich bei der Planung intensiv in die Gefühlswelt demenzkranker Menschen hineinzuversetzen. Ebenso sprach man intensiv mit Betreuern demenziell veränderter Menschen und besuchte Seminare.

Bei der Farbauswahl ging es darum, auf die im Alter reduzierte Farbwahrnehmung mit kräftigen und kontrastreichen Farben zu reagieren. Darüber hinaus sollten durch farbliche Charakterisierung bestimmter Orte die Orientierung erleichtert werden. Die unterschiedlichen Wohnbereiche wurden farblich unterschieden. Die zurückliegenden Eingänge zu den Bewohnerzimmern erhielten eine besondere Farbe zur besseren Erkennung des eigenen Zimmers.

Grundideen für die bauliche Konzeption:

- Anregung der Sinne, viel natürliches Licht
- demenzgerechte Außenbereiche
- Erleichterung der Wahrnehmung & Orientierung
- Schaffung eines Sicherheitsgefühls
- Möglichkeiten für Rückzug in die Privatsphäre, aber auch für gemeinschaftliches Erleben
- Möglichkeiten zur Erhaltung und Wiederentdeckung der Kompetenzen

Leitbild und Ziele:

Die Umsetzung dieser modellhaften Einrichtung ist Ausdruck einer hohen Wertschätzung des Trägers (Ordensgemeinschaft) gegenüber alten und hilfebedürftigen Menschen. Daher war bei der Planung auch nicht die betrieblich-organisatorisch optimierte Größe der Maßstab.

Wichtig war es, ein homogenes Wohnangebot zu schaffen, das sich an einer häuslichen und familiären Struktur orientiert. Zielsetzung des Franz-Jordan-Hauses ist die Förderung eines selbstbestimmten Lebens, im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten der BewohnerInnen in Wohngemeinschaften.

Die 2-geschossige Gesamtanlage ist architektonisch so konzipiert, dass die einzelnen Bereiche leicht ablesbar sind (Orientierung). 2 Wohngruppen, achsialsymmetrisch pro Geschoss angeordnet, sind um 2 innenliegende Gärten (Höfe) gruppiert, so entsteht für jede Gruppe ein natürlicher Rundgang, der den Bewegungsdrang mancher Bewohner entgegenkommt (Profil Wanderer). Dieser Rundgang ist jeweils zu den 2 Hofgärten (mit je 100 qm) hin verglast und schafft Orientierung und Übersichtlichkeit. An dem Rundweg entlang sind die privaten Wohnbereiche der Bewohner gruppiert. Im Zentrum der Anlage liegen als Herzstück jeder Wohngruppe (je 16 Plätze); die Wohnküche, Ess- und Aktionsbereich, Infobereich mit direktem Zugang zum Außenbereich und ein intimerer Wohnraum mit Orientierung zum privaten Innenhof.

Das Haus bietet vergleichsweise großzügige Bewegungs- und Aufenthaltsbereiche. Die Gemeinschaftsfläche pro Gruppe beträgt 100 qm (ohne Flure). Durch die Gemeinschaftsflächen Wohn-/Essküche wird eine gemeinsame Gestaltung des Tagesablaufes wie in einer Familie (Kochen, Essen, Hauswirtschaft, Spielen) ermöglicht. Hier werden sich in erster Linie Menschen aufhalten, die zum Profil Kontakt suchend gehören. Andere Bewohner suchen zwar Sicherheit und Blickkontakt zu anderen, haben aber ein gewisses Distanzbedürfnis (Profil Distanz und Gemeinschaft). Für diese Bewohner gibt es zum einen den ruhigeren Wohnraum, aber auch "sit and watch" Plätze entlang des Rundweges.

Die Etagen verfügen über ein Wohlfühlbad und eine Schwebeliege. Bei der räumlichen Gestaltung wurde bewusst auf eine eher pflegetechnische Ausrichtung, beispielsweise auf wandhohe Fliesen verzichtet. Im Mittelpunkt der wohnlich gestalteten Bäder stehen Entspannung und Wohlfühlen.

Neben den technischen und ergonomischen Voraussetzungen, die eine Pflegewanne mit sich bringen sollte, war bereits bei der Planung der Wohlfühlbäder klar, dass die in der bestehenden Einrichtung vorhandenen Badewannen nicht zum Einsatz kommen können. Die hohen Anforderungen an ihr Pflegebad hat das Sankt Johannes Seniorenzentrum mit der Firma Trautwein darstellen können.

Neben einer automatischen Wannenfüllung und standardisierten ergonomischen Anforderung, sollte die Pflegewanne Komfort und Behaglichkeit ausstrahlen. Eine perfekte Symbiose zu dem wohnlich gestalteten Pflegebad bietet die Bambusverkleidung des Wannenkörpers und das Wohlfühlmodul mit Klangwellenmassage und Farblicht.

Auf das neue Pflegekonzept mit Wohlfühlbad und Schwebeliege ist Thomas Berens, Geschäftsführer der Einrichtung, besonders stolz: "Die Bewohner des Hauses genießen ihr Wohlfühlbad neben dem täglichen Duschbad. Besonders bei Menschen mit Demenz können wir bereits nach kurzer Zeit eine besondere Wahrnehmung von Ruhe und Ausgeglichenheit nach dem Wannenbad feststellen.

Gleiches gilt für die Schwebeliege Thermo-Spa, die ein völlig neues Konzept bei der Betreuung unserer Bewohner darstellt. Wir möchten unseren Bewohnern mit der Leichtigkeit des Schwebens, ein Lebensgefühl von Wärme, Schwerelosigkeit und Entspannung, eben einen echten Mehrwert im Franz Jordan Haus geben.

Die runde, um die Schwebeliege gebaute Raumstruktur, in Beziehung mit dem gedämmten Lichtkonzept, vermitteln Geborgenheit, Sicherheit und Nähe.

Sehr schnell war bei einer unruhigen Bewohnerin ein "Innekommen" und ein beseligtes Lächeln während der Therapie auf der Schwebeliege zu beobachten.

Neben der Anwendung für unsere Bewohner, steht die Themo-Spa auch Mitarbeitern und Angehörigen zur Verfügung und rechtfertigt so nachhaltig die Investition.

So wie die Thermo-Spa, kommt auch die Pflegewanne "Rügen" unseren Ansprüchen an Design nach. Die Bambusumrandung mit dem Licht- und Farbmodul runden das stimmige Konzept ab. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Betriebskosten. Hier ist die Firma Trautwein führend: Ein hochwertiger Acryl-Wannenkörper in Kombination mit dem Hans-Grohe Thermostat versprechen geringe Betriebs- und Wartungskosten."

Das Franz Jordan Haus ist bereits nach 2-monatiger Inbetriebnahme vollständig belegt. Ein Beleg dafür, dass sich Wohnqualität in einer zukunftsorientierten Pflegeeinrichtung der 5. Generation durchaus mit moderner Architektur und zeitgenössischer Ausstattung nachhaltig erschließen lässt.
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