Donnerstag, 19. Oktober 2017


Fair schenken zum Valentinstag

Fairtrade-Schnittblumen jetzt bei Edeka und Netto

Köln, (lifePR) - Wer am Valentinstag Fairtrade-Blumen und -Schokolade verschenkt, zeigt nicht nur Liebe sondern auch Verantwortung. Denn das Fairtrade-Siegel auf Produkten steht dafür, dass die Produzenten im globalen Süden einen fairen Preis für ihre Rohstoffe bekommen sowie eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Pünktlich zum Valentinstag erweitern Edeka und Netto das Fairtrade-Sortiment und führen bundesweit Fairtrade-zertifizierte Schnittrosen ein. Auch bei Floristen sind ab sofort Fairtrade-Rosen erhältlich. Bundesweit haben bereits 340 Floristen fair gehandelte Rosen in ihr Sortiment aufgenommen. Im vergangenen Jahr wurden rund 81 Millionen Fairtrade-Blumen verkauft. Auch das Angebot an Süßwaren mit dem Fairtrade-Siegel wird zunehmend bunter: Allein über 1000 Tonnen fair gehandelte Schokoladenwaren naschten die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr. Mehr ist möglich, ist TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath überzeugt: "Gerade am Tag der Liebenden sollten Verbraucher darüber nachdenken, wem sie mit ihrem Einkauf eine Freude machen. Fairtrade-Produkte sind eine faire Alternative, von der auch die Produzenten etwas haben."

Fairtrade-Rosen aus Äthiopien bundesweit bei Edeka und Netto

Die Rosen, die bundesweit in vielen Edeka- und Netto-Filialen erhältlich sind, stammen zum Großteil vom äthiopischen Rosenproduzent Sher Ethiopia. Die Blumenfarm hat sich Anfang des Jahres erfolgreich der Fairtrade-Zertifizierung unterzogen. Für die Beschäftigten der Blumenfarm bedeutet die Zertifizierung beispielsweise besserer Arbeitsbedingungen und strenge Regeln zum Gesundheitsschutz. Ein Komitee aus Management und demokratisch gewählten Arbeitervertretern entscheidet darüber, für welche Projekte die Fairtrade-Prämie eingesetzt wird. Die Prämiengelder kommen der Gemeinschaft zugute und werden beispielsweise in Gesundheitsvorsorge- oder Bildungsmaßnahmen investiert.

Fairtrade-Award im TransFair-Jubiläumsjahr

Vor 20 Jahren wurde der gemeinnützige Verein TransFair gegründet. Seit jeher heißt das Ziel: bessere Marktzugänge und gerechtere Handelsalternativen für die Menschen der Entwicklungsländer. Dabei geht die Idee des Fairen Handels über reine Marktzahlen hinaus. Fairtrade setzt sich für die Stärkung der Produzentenorganisationen ein. Berater in den Produzentenländern bieten Workshops zu verschiedenen Themen wie beispielsweise Qualitäts- und Vertragsmanagement an und sind Ansprechpartner bei Problemen. In den weltweit 26 Verbraucherländern setzten sich TransFair und die jeweiligen nationalen Partnerorganisationen mit Kampagnen und Veranstaltungen für einen verantwortungsvollen Konsum ein. In Deutschland unterstützen Akteure aus verschiedensten Gesellschaftsbereichen dieses Engagement. Mit dem Fairtrade-Award, der am 20. März in Berlin verliehen wird, zeichnet TransFair Akteure aus, die den Fairen Handel in herausragender Weise fördern. Der Fairtrade-Award wird in den Bereichen "Industrie", "Handel", "Zivilgesellschaft" und "Newcomer" vergeben.

Umweltstandards bei Fairtrade-Rosen

Die Fairtrade-Standards werden in Übereinstimmung mit den Erfordernissen des ISEAL Code of Good Practice for Setting Social and Environmental Standards von FLO, der gemeinnützigen Dachorganisation aller Fairtrade-Siegelinitiativen, festgelegt und beinhalten neben sozialen und wirtschaftlichen Kriterien, auch Bestimmungen zu nachhaltigem und umweltschonendem Anbau. Schwerpunkte sind unter anderem ein sicherer und systematisch reduzierter Einsatz von zugelassenen Agrochemikalien, eine ordnungsgemäße und umweltfreundliche Abfallwirtschaft, sowie die Verwendung von gentechnikfreiem Saatgut. In den Allgemeinen Standards sind strenge Richtlinien für den Einsatz und die Menge von Agrochemikalien festgelegt, die die Produzentenorganisationen im Fairen Handel verwenden dürfen. Des Weiteren ist dort geregelt, dass die Menge an Agrochemikalien, die in der Produktion zum Einsatz kommen, laufend reduziert werden muss. So wird in den Fairtrade-Umweltstandards der Einsatz von Agrochemikalien gezielt beschränkt. Außerdem gibt es eine FLO-Liste strikt verbotener Substanzen, die von den Produzentenorganisationen weder selbst verwendet noch verkauft werden dürfen. Die Fairtrade-Farmen halten sich an die für ihre Branche geltenden vorbildlichen Vorgangsweisen und verwenden eine Form der integrierten Schädlingsbekämpfung. Dazu gehört auch die laufende Überwachung der Schädlingspopulationen, das Treffen von Vorbeugungsmaßnahmen und die Anwendung alternativer Schädlingsbekämpfungsmethoden, wobei der Einsatz von Pestiziden ein Teil dieser integrierten Gesamtstrategie sein kann und möglichst niedrig gehalten werden muss.

Internationales Netzwerk und Kontrollen:

TransFair gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International (FLO), in dem die nationalen Siegelinitiativen und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Unter Beteiligung aller Stakeholder setzt FLO die international gültigen Fairtrade-Standards fest. Zusätzlich unterstützt und berät der FLO e.V. die Produzentengruppen durch lokale Berater.

Alle beteiligten Akteure werden regelmäßig von FLO-CERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft mit Sitz in Bonn arbeitet mit einem unabhängigen, transparenten und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO 65 (DIN EN 45011). Unabhängige Inspektoren kontrollieren weltweit über 1.000 Händler und fast ebenso viele Produzentengruppen. Mit den Überprüfungen wird gewährleistet, dass die Fairtrade-Standards eingehalten werden, die Mehreinnahmen den Produzentenorganisationen in den Entwicklungsländern zufließen und dort selbstbestimmt und nachhaltig eingesetzt werden.

TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt

Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern durch die Vergabe des Fairtrade-Siegels für fair gehandelte Produkte zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 36.000 Geschäften. Über 18.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. 200 Firmen stellten rund 2000 Produkte unter Fairtrade-Bedingungen her. www.fairtrade-deutschland.de

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