Sonntag, 22. Juli 2018


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Die Premiere des Theaterprojekts mit geflüchteten Frauen von 20 bis 88 Jahren findet am 20.12.2017 im Grammatikoff statt

Geflüchtete und heimatvertriebene Frauen erzählen ihre Geschichten von Flucht und Ankommen in der "Neuen Heimat" auf der Bühne

Duisburg, (lifePR) - „Fluchtgeschichten sollten keine Vorlage für Kunst bieten“, teilte uns eine besorgte Frau nach Veröffentlichung unseres Casting-Aufrufs zum theaterpädagogischen Projekt „Neue Heimat“ mit. Für uns sind die Fluchtgeschichten unserer Teilnehmerinnen eine perfekte Vorlage für Kunst – und mehr als das: Dieses außergewöhnliche theaterpädagogische Projekt hat das Ziel, Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Religion aber mit einer gleichen Erfahrung zu schaffen: Deutschland und Duisburg als „Neue Heimat“: Die Neue Heimat als Ort, den man erreicht hat, nach angst- und sorgenerfüllter Flucht oder Vertreibung aus der alten Heimat.

Unter der Regie von Nicole Schillinger und Volker Pehl beschäftigt sich eine Gruppe von Frauen seit September 2017 mit diesen Themen. Frauen, die nach dem 2. Weltkrieg ehemals aus Ostpreußen, Schlesien und Breslau zu uns gekommen sind gemeinsam mit Frauen aus Syrien, Afghanistan und dem Iran, die in den vergangenen Jahren ihre neue Heimat in Duisburg suchen: Flucht, Vertreibung, Ankommen. Frauen, die seit kurzem in Deutschland leben, und für die die deutsche Sprache und Kultur vollkommen neu ist und Frauen, die seit langem in Deutschland leben und für die eine neue Sprache trotz neuer Heimat vor vielen Jahren kein Thema war. Denn „deutsch sprechen und verstehen, das konnten wir. Aber wir sind nicht nett empfangen worden“, so drückte es eine Teilnehmerin aus.

Was verbindet diese Frauen und was unterscheidet sie? Wie passt es zusammen, wenn jemand aus Ostpreußen vertrieben wurde und jemand „freiwillig“ aus dem Iran gegangen ist? Innerhalb der Proben ging es darum, die Gruppe erst einmal anhand einer Landkarte zu „verorten“. Simple Fragen wie „Wo kommst du her?“ und „Welche Wege bist du gelaufen?“ eröffneten tiefe Einblicke in die dramatischen Geschichten, die hinter den Frauen stehen.

Was ist passiert, bis ihr in Duisburg angekommen seid? Von Ablehnung zu Hilfsbereitschaft oder Orientierungslosigkeit geben uns die Mitwirkenden berührende Einblicke in ihre Vergangenheit. Dabei spielen auch Themen wie Gewalt und Ablehnung der eigenen Heimat eine Rolle. Ob in Form von Gedichten, Standbildern und Szenen, wird ebendies auf der Bühne gezeigt: Um darauf aufmerksam zu machen, dass Menschen hinter den Geschichten stehen. Um zu verbinden, Mut zu geben und zu integrieren. Und um den Teilnehmerinnen einen verdienten Applaus zu schenken. Wir zeigen die Projektergebnisse im Rahmen von zwei Vorstellungen am 20.12.2017 und am 21.12.2017, jeweils um 19.30 Uhr, auf der Bühne des Grammatikoffs in Duisburg (Dellplatz 16a, 47051 Duisburg).

Karten gibt es für 2,50 € an der Abendkasse oder vorab bei theatervolk unter info@theatervolk.de oder 0203-34837111.

 

Theatervolk- Institut für Theaterpädagogik

Das Institut theatervolk bietet qualifizierte und fundierte Aus- und Fortbildungen auf hohem Niveau im theaterpädagogischen Bereich an. Dabei ist das Herzstück unsere 2jährige Grundlagenausbildung zur Theaterpädagogin / zum Theaterpädagogen Wir orientieren uns bei unseren Angeboten stets an neusten wissenschaftlichen Standards.

Daneben initiieren und realisieren wir mit unserem Team innovative theaterpädagogische Projekte für unterschiedliche Zielgruppen.

Als dritter Bereich vervollständigt unser Angebot an Schauspielkursen für unterschiedliche Altersgruppen unser Portfolio.

All das ist möglich durch unser kompetentes, interdisziplinäres künstlerisches Team, das künstlerische Fähigkeiten mit pädagogischem Knowhow verbindet und so unseren Anspruch einlöst, wertschätzend und reflektierend mit den Teilnehmenden und Zielgruppen umzugehen und damit einen theaterpädagogischen Ansatz zu vermitteln, der persönliche Entwicklung fördert. Dabei begegnen sich in unserem Verständnis pädagogisches Handeln und Formen der Ästhetisierung auf Augenhöhe.

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