d.ramadan am Theater Oberhausen

Das Programm der 5. Festivalwoche: Spiel mal! / Sechs neue Stücke mit Publikumsabstimmung

(lifePR) ( Oberhausen, )
Die letzte Festivalwoche des „d.ramadan“ – dem Festival am Theater Oberhausen während des Ramadans – bricht an.

Vom 13.-15. Juni präsentieren wir sechs neue Stücke in szenischen Einrichtungen. Luise Franz, Anna Morawetz, Patrick Rothkegel, Miroslava Svolikova, Claudia Tondl und Maxi Zahn, allesamt Dramatiker*innen des FORUM Text – ein Förderprogramm der Universität Graz für szenisches Schreiben – waren während des d.ramadans in Oberhausen zu Gast. Sie haben zu Beginn des Festivals Ausschnitte ihrer noch unfertigen Stücke präsentiert und zur Diskussion gestellt. Die Meinungen und Kommentare des Publikums wurden hier aufgegriffen und flossen bei der Weiterentwicklung der Stücke mit ein. Nun wird in sechs Werkstatt-Inszenierungen gezeigt, was in den Texten steckt. Inszenieren werden die Stücke: Florian Fiedler, Babett Grube, Ulrike Günther, Emel Aydoğdu, Natascha Zander und Josef Zschornack.

Im Anschluss an die Vorstellungen hat das Publikum die Möglichkeit, für eines der Stücke zu stimmen und so mit auszuwählen, welcher Text in der kommenden Spielzeit am 30.11.2018 im Saal 2 uraufgeführt werden soll. Das Ergebnis wird noch am Abend des 15. Juni bekannt gegeben. Im Anschlusss gibt es nach der letzten Vorstellung die große d.ramadan-Abschluss-Party!

Im Folgenden finden Sie die Informationen zu den sechs Stücken:

Mittwoch, 13.6.2018

„Welcome to hell“ (AT) von Patrick Rothkegel: „Drei Hexen wollen den Weltenwechsel feiern, dann brennt die Stadt sogar, aber die Party kommt trotzdem nicht in Schwung. Irgendwie scheint die Welt mitten in ihrem Wechsel stehen geblieben zu sein.“

Regie: Florian Fiedler; Bühne: Deborah Kötting; Kostüm: Andrea Barba; Mit: Torsten Bauer, Clemens Dönicke, Burak Hoffmann, Ronja Oppelt, Daniel Rothaug, Lise Wolle, Klaus Zwick

„Ballonfahrt“ (AT) von Anna Morawetz: „Sie möchten einen Todesfall melden.“ – „Möchten nicht, aber muss.“ Ein Mensch ist plötzlich nicht mehr da. Es ruckelt im Beziehungsgeflecht. Bestattung und eine geplante Feier zwingen zu Entscheidungen. Die Zahlen drehen in den Minusbereich. Die Ballonfahrt kann nicht zurückgegeben werden. Höhenangst.

Regie: Emel Aydoğdu; Bühne: Demian Wohler; Kostüm: Hsin-Hwuei Tseng; Mit: Clemens Dönicke, Martin Engelbach, Elisabeth Hoppe, Emilia Reichenbach, Mervan Ürkmez

Donnerstag, 14.6. 2018

„Pollesch wäre das nicht passiert“ von Luise Franz: „Die HERR WUTTKE arbeitet als Fahrkartenverkaufsmensch bei der Deutschen Bahn. Früher war er Schauspieler gewesen. ICH SELBST und ANNA versuchen Fahrkarten zu kaufen. Schwierig. Reisen darf laut HERR WUTTKE nur, wer sich bis in die Tautologie hinein ausweisen kann. Außerdem schwierig: Ist der Bahnhof ein Bahnhof oder ein Bahnhof im Theater oder ist das Theater direkt am Bahnhofsgebäude gebaut? HERR WUTTKE, ICH SELBST und ANNA reisen sprachlich durch die Welt, erkunden eine Reise-Identität, eine Identität in Bewegung. Stellt sich die Frage: Was ham die alle mit ihrem POLITISCHEN THEATER? Form? Inhalt? Agitation? Utopie? Stellt sich außerdem die Frage: Was wäre Pollesch eigentlich nicht passiert?“

Regie: Natascha Zander; Bühne: Deborah Kötting; Kostüm: Andrea Barba; Mit: Martin Engelbach, Banafshe Hourmazdi, Anna Polke, Mervan Ürkmez

„auf schmalen Pfaden“ von Maxi Zahn: „auf schmalen pfaden“ untersucht mithilfe der sehr sparsamen Gedichtform des japanischen Haikus (17 Silben im Schema 5-7-5) eine Welt im beständigen Fluss, deren Zentrum die Disco ‚bella augusta‘ ist; in dem Stimmengewirr begegnen sich fünf Figuren, die tanzen, lieben und sich die Zukunft ausmalen.“

Regie: Josef Zschornack; Bühne: Ines Loska; Kostüm: Hsin-Hwuei Tseng; Mit: Burak Hoffmann, Banafshe Hourmazdi, Ronja Oppelt, Daniel Rothaug, Lise Wolle

Freitag, 15.6.2018

„Gi3F“ von Miroslava Svolikova: “wie lautet der letzte satz, nachdem die orange über den tisch gerollt ist? einer versucht ihn zu bilden, verheddert sich aber immer mehr: schon gut, jens. ein apokalyptischer spaß mit dem kollektiv von gi3f (gott ist drei frauen). die erde brummt.

Regie: Babett Grube; Bühne: Ines Loska; Kostüm: Hsin-Hwuei Tseng; Mit: Susanne Burkhard, Elisabeth Hoppe, Ingrid Sanne, Klaus Zwick

„sk^m“ von Claudia Tondl: „In /sk^m/ geht es um das Aussprechen von Unaussprechlichem und die Überwindung weiblicher Scham in einem patriarchalen System.“

Regie: Ulrike Günther; Bühne: Demian Wohler; Kostüm: Andrea Barba; Mit: Susanne Burkhard, Ayana Goldstein, Ingrid Sanne

Zu den Autor*innen:

Forum Text ist angegliedert an das Drama Forum, das sich 2002 gegründet hat. Es ist einer der beiden Arbeitsschwerpunkte von „uniT – Verein für Kultur“ an der Karl-Franzens-Universität Graz, unter dessen Schirmherrschaft die jungen Autor*innen an einem zweijährigen künstlerischen Begleitprogramm teilnehmen.

Miroslava Svolikova, geboren 1986 in Wien, Diplomstudium der Philosophie in Wien und Paris, der bildenden Kunst in Wien und Lehrgang  für Szenisches Schreiben bei uniT Graz. Ihre Stücke wurden am Burgtheater Wien, Schauspiel Leipzig, Schauspielhaus Wien aufgeführt und in verschiedene Sprachen übersetzt. Diverse Preise und Stipendien, u.a. Retzhofer Dramapreis (2015), Förderpreis des Schiller-Gedächtnispreises (2016), Hermann-Sudermann- Preis (2017).

Patrick Rothkegel studiert zunächst Volkswirtschaft und Internationale Entwicklung in Wien. Nach dem Studium arbeitet er in der freien Gruppe Bankett als Regisseur und verfasst erste eigene Theatertexte. Seit 2017 arbeitet er eng mit dem Wiener Theaterkollektiv YZMA zusammen. Er ist Träger des START-Stipendiums sowie des DRAMATIKER-Stipendiums des Bundeskanzleramts Österreichs.

Luise Franz, geboren 1989, lebt in Wien, hat Philosophie studiert. War Teilnehmerin an der Schreibklasse am Schauspielhaus Wien 2014, an Interplay Europe – Festival for Young Playwrights 2016 in Schweden, an der Summer School Südtirol 2016 sowie am Frankfurter Autorenforum  für Kinder- und Jugendtheater 2016. Zuletzt erhielt sie den Zuschlag  für ein Nah dran!-Stipendium gemeinsam mit dem Hessischen Landestheater Marburg. Mit dem Text „Leises Kerosin und Befundstück“ wurde sie  für das Peter-Turrini-Stipendium 2017 am Landestheater Niederösterreich nominiert.

Claudia Tondl, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und Dramaturgie am iTi Internationales TheaterInstitut. Nominierung u.a.  für den Retzhofer Dramapreis, außerdem Einladung zum Forum Junger Autor*innen im Rahmen der Theaterbiennale Neue Stücke aus Europa, sie erhalt das Peter Turrini-Dramatiker*innenstipendium und den Werkzuschuss der Literar-Mechana. Claudia Tondl schreibt Theatertexte und entwickelt als Dramaturgin mit und in künstlerischen Kollaborationen Performances  für die Bühne und den öffentlichen Raum.

Anna Morawetz, geboren in Linz/OO, lebt in Wien, nominiert  für das Hans Gratzer Stipendium 2017; Veröffentlichung des Textes „So tot war sein Erdbeermund“ in der Anthologie „Die Sachensucherin: 55 kurze Geschichten“; Arbeiten und Auftritte als Schauspielerin.

Maxi Zahn (31. Mai 1773 in Berlin - 28. April 1853 ebenda) war ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik. Er publizierte auch unter den Pseudonymen Peter Leberfleck und Gottlieb Farbverlauf.

Mehr Informationen zum gesamten Programm gibt es hier: http://www.theater-oberhausen.de/programm/stuecke.php?SID=641

Der Ramadan-Monat wird am Theater Oberhausen zum „d.ramadan“. Religiöser Brauch trifft im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe auf Performances, Lesungen und Vorträge aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Neben den Weltreligionen kommen auch weltliche Themen auf den Tisch, denn es geht um Ritual, Gemeinschaft und die Konsequenzen unseres Handelns. An 23 Abenden jeweils um 20 Uhr beginnt der d.ramadan mit einem künstlerischen Programmpunkt und zwar genau so lange, bis die Sonne untergeht. Anschließend wird gemeinsam gegessen und weiter diskutiert.

Für das leibliche Wohl sorgt die Refugees’ Kitchen. Die Oberhausener Initiative wird von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung betrieben. Auf den Tisch kommen traditionelle Speisen aus unterschiedlichen Regionen, abwechslungsreich und immer halal. Dazu werden Tee und Wasser serviert.

Tickets pro Abend inkl. Essen 5 €

Karten gibt es an der Theaterkasse und online: www.theater-oberhausen.de

Telefon 0208/8578 – 184, E-Mail: besucherbuero@theater-oberhausen.de
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