25 Jahre TGO - eine erfolgreiche Fahrt des Nahverkehrs im Ortenaukreis

(lifePR) ( Offenburg, )
Vor 25 Jahren wurde mit der Gründung der TGO Tarifverbund Ortenau GmbH ein Meilenstein für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Ortenau erreicht. Mit einem einheitlichen Fahrkartensortiment, einem Flächentarifsystem und günstigen Tarifen für Bus und Bahn im Nahverkehr konnte der Kunde sich fortan im Netz der neun Verkehrsunternehmen bewegen. Der Fahrgast erhielt einen nie dagewesenen Komfort. Der Kauf von mehreren Fahrkarten entfiel und Umsteigen zwischen den Unternehmen wurde normal. Das bereits damals wie heute hervorragend ausgebaute Nahverkehrsnetz trug natürlich zu diesem Erfolg bei.

Mit den Rednern


Verkehrsminister Winfried Hermann
Landrat Frank Scherer
TGO-Geschäftsführer Sven Malz


zogen die Verantwortlichen für den ÖPNV im Land und im Kreis ein Fazit vor rund 100 Gästen und Pressevertretern im Landratsamt Ortenaukreis.

Sven Malz, TGO-Geschäftsführer, umriss in seiner Laudatio die bisherige erfolgreiche Geschichte des Verbunds und der Menschen, die dies ermöglichten. Seit der Gründung am 19.12.1994 wurde in einem regelmäßigen Abstand das Portfolio der TGO immer wieder ergänzt, die dem Fahrgast neue Möglichkeiten eröffneten. Ob es sich nun um den 1997 eingeführten EUROPASS handelt, der den Fahrgästen die „freie Fahrt“ zwischen der TGO und der Eurometropole Strasbourg ermöglichte, 2003 die Gründung der FANTA 5-Verbundkooperation mit der Schüler innerhalb der 5 Verbünde ab 14 Uhr und am Wochenende ganztags fahren können, 2005 die Einführung der KONUS -Karte, die die kostenlose Nutzung des ÖPNV in Verbindung mit der Schwarzwald-Gästekarte ermöglicht. Auch in der neueren Geschichte der TGO wurde mit Angeboten wie 2010 der „Sommer ohne Grenzen“, der für kostenfreies Fahren der Schüler im August bis nach Strasbourg sorgte oder 2016 die Einführung der Schüler- und Senioren-Abos. 

Sven Malz dankte den Gründern sowie den Unterstützern und würdigte insbesondere die Leistung des Teams der TGO, die immer wieder aufs Neue sich den täglichen Herausforderungen stellen, mit Bravour meistern und damit die Zukunft des Unternehmens sichern.

Landrat Frank Scherer stellte in diesem Sinne in seiner Rede fest, dass in den vergangen 25 Jahren von Stillstand keine Rede sein kann. Beinahe alle zwei Jahre bot die TGO eine Neuerung, die besseren Service und mehr Fahrgäste bedeuteten. Denn mittlerweile nutzen rund 37 Millionen Fahrgäste, die pro Jahr über 440 Millionen Kilometer im Kreisgebiet zurücklegen, den hervorragenden ÖPNV in der Ortenau. Darüber hinaus ist gerade für den Vielfahrer der Nahverkehr im Ortenaukreis interessant geworden. Das Schüler-Abo mit monatlich 32,80 € oder das Job-Ticket mit monatlich 39,70 € kommen dem 365€-Ticket bereits sehr nahe! Vorzeigeprojekte wie das Verkehrsprojekt „Nationalpark Schwarzwald“ mit neuen Regiobus- und Zubringerlinien, Verbesserungen beim schienengebundenen ÖPNV oder grenzenüberschreitende Projekt nach Frankreich wurden weiter vorangetrieben. Dazu wurden vom Ortenaukreis im Doppelhaushalt 2019 / 2020 noch einmal 1,6 Mio. € zusätzlich zur Verfügung gestellt.

Somit zog der Landrat ein klares Fazit zu den bisherigen Reformen und stellte neue Tarifstrukturen in Aussicht, die natürlich einer finanziellen Unterstützung, auch von Seiten des Landes Baden-Württemberg, bedürfen. „Denn Stillstand ist Rückschritt“.

Für die Zukunft lagen ihm der Ausbau des ÖPNV und der flexiblen Bedienformen zur Anbindung des ländlichen Raums sowie die Digitalisierung am Herzen.  Nur auf dieser Basis könne umwelt- und zeitgerechte Mobilität zur Verfügung gestellt und weiterhin fortentwickelt werden.

Verkehrsminister Winfried Hermann umriss ebenso die historische Entwicklung. Insbesondere führte er die Vorreiterrolle der TGO als erster Verbund überhaupt, der grenzüberschreitende ÖPNV-Tarife anbot. Gerade hier gelingt es in vorbildlicher Weise mit dem französischen Strasbourg zusammenzuarbeiten. Auch Infrastruktur Projekte wie die Erweiterung der Tram D zum Rathaus nach Kehl würden zeigen, dass zwei Räume im Herzen Europas immer stärker zusammenrücken.

Hr. Minister Hermann lobte den Grundgedanken „Ein Fahrschein – Ein Verbund“ und den damit verbunden Schritt, Zugangsbarrieren abzubauen. Als nächste Herausforderung der Zukunft steht aus Sicht von Hr. Minister Hermann die Weiterentwicklung des Verbundgedanken an, um den Menschen Wege zu schaffen und Schranken zu öffnen. Unter dem Motto „Ein Ziel – ein Ticket – landesweit“ wird nun der nächste Schritt des bwTarif notwendig und ein Zeitkarten ins Leben gerufen.

Der Verkehrsminister unterstrich, dass das Land Baden-Württemberg zur Erreichung der Verkehrswende eine Vielzahl von Fördergeldern zur Verfügung stünde. Allein die Verdopplung der Mittel des Landes-Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzt (LGVFG) auf 320 Millionen Euro pro Jahr zeige, dass die Gelegenheit für eine Modernisierung des öffentlichen Verkehrs nie günstiger war.

Hr. Minister dankte abschließend vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen und der TGO, ohne deren Zutun der ÖPNV nicht so hochwertig, kundenorientiert und lokal geboten werden könnte.
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