Schwache Daten aus der Eurozone stärken Zentral- und Osteuropa

(lifePR) ( Baltimore, Maryland, )

Starkes lokales Wachstum und positives politisches Umfeld im Euroraum bieten gute Investmentmöglichkeiten
Rumänische und serbische Anleihen sowie Tschechische Krone bieten attraktive langfristige Investments
Kurzfristige polnische Anleihen dienen als Absicherungen gegen die Positionen in Rumänien und Serbien


Im jüngsten Einkaufsmanagerindex der Industrie war die Eurozone überraschend schwach. Allerdings sei es schwierig festzumachen, warum die Daten so enttäuschend waren. „Vermutlich liegt dies an einer Kombination aus regionalen Themen wie dem Brexit und allgemeineren Sorgen um das globale Wachstum. Unabhängig von dem Grund der schwachen Daten wird die Europäische Zentralbank die Zinsen in naher Zukunft nicht erhöhen“, sagt Ken Orchard, Portfoliomanager der Diversified Income Bond Strategy bei T. Rowe Price.

Dies sei eine gute Nachricht für Investoren, die sich auf Mittel- und Osteuropa (CEE) fokussieren. Denn dort sei das Wachstum stärker gewesen als auf dem restlichen Kontinent. „Die Kombination aus starkem lokalem Wachstum und der Fortsetzung eines positiven politischen Umfelds im benachbarten Euroraum könnte weiterhin gute Investitionsmöglichkeiten in CEE ermöglichen“, so der Portfoliomanager.

Rumänien zum Beispiel habe in den letzten Jahren eine turbulente Zeit erlebt. In den Jahren 2016-2018 habe die populistische Regierung die Wirtschaft überreizt, was zu einem Anstieg der Inflation geführt und das Investorenvertrauen geschmälert habe. Erst kürzlich zeigte die Regierung jedoch Anzeichen dafür, dass sie eine verantwortungsvollere fiskalische Position eingenommen habe, obwohl die Inflation den Höhepunkt erreicht hatte. Nach einem Anstieg von 75 Basispunkten im vergangenen Jahr sei es unwahrscheinlich, dass die Zentralbank die Zinsen in absehbarer Zeit weiter anheben werde. „Die Renditen rumänischer Anleihen waren in diesem Jahr bisher stabil und könnten den niedrigeren Zinsraten der Eurozone folgen, weshalb wir derzeit eine Long-Position in rumänischen Zinsraten halten“, sagt Orchard.

Serbische Anleihen seien attraktiv gewesen, als die Renditen im zweistelligen Bereich lagen. Die 10-jährige Rendite sei nun auf 5,5 Prozent gesunken, dennoch böten die serbischen Anleihen immer noch einen stabilen Wert. Die Inflation im Land liege bei rund 2,4 Prozent und sei in den letzten Jahren recht stabil gewesen. Während der Verhandlungen über den Beitritt zur Europäischen Union erzielte die Regierung einen primären Haushaltsüberschuss. Serbien biete eine attraktive Mischung aus soliden makroökonomischen Fundamentaldaten und sensitiver Gesetzgebung, die der Polens vor 20 Jahren ähnele, sodass ein Investment in serbische Anleihen attraktiv bleibe.

„Darüberhinaus sind polnische Anleihen empfehlenswert. Das Bruttoinlandsprodukt erzielte ein Wachstum von fünf Prozent und die Arbeitslosigkeit war niedrig. Dennoch wurde das Lohnwachstum und die Inflation gebremst, was größtenteils auf den Zustrom von Arbeitskräften aus der Ukraine zurückzuführen ist“, meint Orchard. Diese Phase scheine beendet zu sein und die Löhne begännen zu steigen, was auf eine Zinserhöhung hindeuten könnte. Vermutlich werden die polnischen Zinsen nicht nennenswert steigen. Sollte jedoch eine Notenbank zu Erhöhungen gezwungen sein, wäre es am ehesten die polnische. Allerdings preise der Markt in den nächsten drei Jahren keine Änderung des Leitzinses ein. Eine Short-Position diene demzufolge als Absicherung gegen Long-Positionen in Rumänien und Serbien.

„Darüberhinaus sind langfristige Investments in die Tschechische Krone gegenüber dem Euro attraktiv. Die Tschechische Republik ist seit einigen Jahren kapazitätsmäßig eingeschränkt, und war eines der ersten Länder, das im Sommer 2017 mit der Erhöhung der Leitzinsen begann“, sagt Orchard. Das bedeute, dass die kurzfristigen Zinsen im Vergleich zum Rest der Region deutlich angezogen hätten und einen positiven Carry gegenüber dem Euro lieferten. Der Wirtschaft mangele es jedoch noch an Kapazität, und die Inflation liege über dem Ziel. „Die Währung scheint um etwa fünf Prozent unterbewertet zu sein. Und auch der Zinsunterschied zur EZB wird wahrscheinlich nicht abnehmen, da sich die EZB mehr um das Wachstum der Eurozone sorge. Tatsächlich könnte die Tschechische Nationalbank die Zinsen etwas mehr anheben, was die Krone stärken würde. Dementsprechend ist eine Long-Position in der Währung empfehlenswert“, schließt Orchard.
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