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Pressemitteilung BoxID: 710114 (SÜDWESTBANK AG)
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Wieder leichte Tendenz nach oben

Südwestbank legt Oldtimerindex für 2017 vor

(lifePR) (Stuttgart, ) Im Jahr 2017 stiegen die Preise der Oldtimer aus dem Oldtimerindex (OTX) der Südwestbank wieder an. Nach einem spürbaren Rückgang im Jahr 2016 wächst der OTX um rund 3 Prozent. Spitzenreiter ist seit Auflage des OTX der Porsche 911.

„Nach dem doch deutlichen Rückgang 2016 verzeichneten wir 2017 wieder einen leichten Aufwärtstrend im Oldtimerindex“, sagt Jens Berner, Oldtimer-Experte im Asset Management bei der mittelständischen Regionalbank. „Der Preis des stark gewichteten Mercedes 300 SL war im Jahr 2016 bedeutend gefallen, hielt sich im letzten Jahr jedoch stabil“, erklärt Berner. Während 2016 die Wertentwicklung des Oldtimerindex  im negativen Bereich lag, verzeichnet er 2017 wieder einen Zuwachs von rund 3 Prozent.  Am Stichtag 1. Januar 2018 lag der Index bei 403 Punkten.

Spitzenreiter ist mit 16.925 in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen der Porsche 911. Die durchschnittlichen Preise liegen bei rund 130.000 Euro. Der Porsche 356 B konnte in den vergangenen Jahren starke Wertzuwächse verzeichnen, gab aber 2017 um knapp 20 Prozent nach.  Eine interessante Entwicklung gibt es beim 190er „Baby Benz“: „Die Stückzahl der Fahrzeuge, die den Oldtimerstatus erreicht haben, hat sich gegenüber 2016 um rund 50 Prozent erhöht“, erklärt Berner. Seiner Einschätzung nach wird die Anzahl in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

Wechsel im Index
Neu im Index ist in diesem Jahr nach einer kurzen Unterbrechung wieder die BMW Isetta. „Die Preise zogen an, sodass der Isetta der Wiedereinstieg in den Oldtimerindex geglückt ist“, berichtet Berner. Erstmals in den Index geschafft hat es der Mercedes Adenauer – aufgrund der erhöhten Anzahl zugelassener Fahrzeuge und einem Preisanstieg. Auch der Mercedes Benz 219 und 220 Ponton wurden durch leicht gestiegene Zulassungszahlen in den Index aufgenommen.

Aus dem OTX herausgefallen sind der Opel Ascona B sowie der Manta B. „Deren Preise haben sich nicht verändert und die Stückzahlen sind nicht in ausreichender Anzahl gestiegen, um im Index zu verbleiben“, nennt Berner als Grund dafür, dass die beiden Modelle aus dem Index verdrängt wurden. Auch der BMW 2000 C/3.0 CSL sind nicht mehr im Index enthalten, da sich die Preise verringert haben.

Die Südwestbank legte den Oldtimerindex erstmals 2010 auf, um die Wertentwicklung süddeutscher Autoklassiker mit anderen Anlageformen zu vergleichen. In den Index aufgenommen werden 20 Modelle von Automobilherstellern aus Baden-Württemberg, Bayern und dem südlichen Hessen. Die Berechnung des OTX basiert unter anderem auf der Auswertung von Preisangaben des renommierten Fachmagazins „Motor Klassik“. Den Anfangswert des Index legte die Südwestbank auf 100 Punkte im Jahr 2005 fest.

Anzahl der Oldtimer in Deutschland wächst
Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Oldtimer ist 2017 weiter gestiegen. So waren laut Kraftfahrtbundesamt zum Stichtag 1. Januar 2018 auf deutschen Straßen 674.949 Pkw-Oldtimer unterwegs – was einer Steigerung von über zwölf Prozent entspricht (zum 1. Januar 2017 waren es 601.509 Fahrzeuge). Nicht jeder Oldtimer besitzt allerdings das H-Kennzeichen. Dieses dürfen nur Kraftfahrzeuge führen, die älter als 30 Jahre sind und als historisches Kulturgut gelten. Doch auch hier nahm die Anzahl zu: Zum 1. Januar 2018 waren es 477.386 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen, zum 1. Januar 2017 noch 430.590. Dies bedeutet eine Zunahme von rund 11 Prozent. Das „H“ am Ende des Kfz-Kennzeichens wurde bereits 1997 ins Leben gerufen und seine Zahl hat sich seit 2001 vervielfacht. „Viele Oldtimer-Besitzer haben sich zum Beispiel nach der Einführung der Umweltzonen für die Zulassungsmöglichkeit mit dem H-Kennzeichen entschieden, da ihnen der Einlass in die Umweltzonen nur damit gewährt wird“, berichtet Berner.

Für den allgemeinen Anstieg an zugelassenen Oldtimer gibt es weitere Gründe: Viele Menschen nutzen das Auto in der aktuellen Niedrigzinsphase als Wertanlage. Darüber hinaus werden nun Autos, die Ende der 1980er-Jahre produziert wurden, 30 Jahre alt. Viele dieser Modelle waren mechanisch solider und besser gegen Rost geschützt als die früheren Modelle.

„Die zunehmende Begeisterung für Oldtimer zeigt sich auch in den zahlreichen Oldtimer-Museen, -Rallyes, -Treffen, -Ausfahrten und –Messen, die in der Gesellschaft immer mehr wahrgenommen werden“, so Berner. Die deutschen Marken seien besonders beliebt: Knapp 70 Prozent aller Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind, stammen von deutschen Herstellern.

Vergleich mit Aktien und deutschen Staatsanleihen
Nach Meinung der Experten der Südwestbank ist die Nachfrage nach historischen Fahrzeugen sehr groß. Sie gelten nach wie vor als wertstabile Investition. Dies zeigt der Vergleich mit Aktien und deutschen Staatsanleihen: Während der deutsche Leitindex DAX seit 2005 um rund 203,51 Prozent wuchs und der Euro-Stoxx-50-Performance-Index um 73,93 Prozent anstieg, legte der OTX um 302,63 Prozent zu. Der REX-P für deutsche Staatsanleihen wuchs in diesem Zeitraum um 58,22 Prozent.

Oldtimer nur als Beimischung
„Wir empfehlen den Kauf eines Oldtimers aus Renditegesichtspunkten erst ab einem Kaufpreis von rund 100.000 Euro“, so Jens Berner. Für Anleger, die auf der Suche nach alternativen Investments sind, eignen sich seiner Ansicht nach Autoklassiker grundsätzlich nur als Beimischung zum Gesamtvermögen. Dieser Anteil sollte nicht mehr als fünf bis zehn Prozent des Vermögens ausmachen, denn es müssen bei einem Kaufpreis von beispielsweise 100.000 Euro rund vier Prozent pro Jahr
Nebenkosten einkalkuliert werden. Darüber hinaus belasten einmalig das Gutachten, jährliche Steuern, Versicherung, Garagenmiete, Wartung und Reparaturen den Geldbeutel zusätzlich. Ratsam ist für Interessenten immer der Gang zu einem Oldtimergutachter. „Nicht fachkundige Käufer erwerben ohne einen Experten an ihrer Seite möglicherwiese Fälschungen, die sie nicht auf den ersten Blick erkennen“, warnt Berner.  

SÜDWESTBANK AG

Die Südwestbank AG mit Sitz in Stuttgart ist eine mittelständische Regionalbank, die 1922 als Württembergische Landwirtschaftsbank gegründet wurde. Sie firmiert seit 1970 unter dem heutigen Namen und betreut in Baden-Württemberg rund 100.000 Privat- und Unternehmenskunden.

Die Südwestbank setzt auf langfristige, vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Kunden und begleitet diese oftmals über mehrere Generationen hinweg. Sie stellt dabei eine individuelle und bedarfsgerechte Produktauswahl sowie eine hohe Beratungsqualität in den Mittelpunkt. Ihre starke regionale Verwurzelung und ihre langjährige Erfahrung machen die Südwestbank zu einer der wichtigsten Regionalbanken in Deutschland.

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