"Die Ehe als Erfolgsmodell - Deutsch-englische Heiraten"

(lifePR) ( Gotha, )
Drei Persönlichkeiten, die durch Abstammung oder Heirat den Ernestinern angehörten, feiern 2019 ihr Jubiläum: Prinzessin Augusta, die 1719 auf Schloss Friedenstein zur Welt kam, ihre 1819 geborene Urenkelin Victoria, deren Eltern eine Eheallianz zwischen den Häusern Sachsen-Coburg-Saalfeld und Hannover geschmiedet hatten, und Victorias nur wenige Wochen jüngerer Cousin Albert. Als dieser 1840 ihr Ehemann wurde, erhielt das englische Königshaus den Namen Sachsen-Coburg und Gotha.

Die Heirat als Mittel der Politik – im Zeitalter der Monarchie war dies unter den europäischen Dynastien gang und gäbe. Sie ermöglichte es ihnen, wertvolle Bündnisse zu schließen und an Macht und Einfluss zu gewinnen. Für die in Mitteldeutschland regierenden wettinischen Ernestiner war dies besonders wichtig, denn nach dem Verlust der sächsischen Kurwürde 1547 hatten sie nie wieder an die alte Größe anknüpfen können. Das Herzogshaus Sachsen-Gotha-Altenburg konnte sich im 18. Jahrhundert zwar nur einer einzigen wirklich spektakulären dynastischen Verbindung rühmen, diese aber brachte es durch die Vermählung der blutjungen Prinzessin Augusta mit Friedrich Ludwig von Hannover, Prinz von Wales, in unmittelbare Nähe des englischen Thrones. Eine Wiederholung solch einen Erfolges gelang dem Haus freilich nicht. Weitaus zielstrebiger ging das eng mit ihm verwandte Haus Sachsen-Coburg-Saalfeld, später Sachsen-Coburg und Gotha, vor. Im zeitgenössischen Sprachgebrauch allgemein nur „Die Coburger“ genannt, wurde die Familie im 19. Jahrhundert geradezu legendär für ihre Heiratspolitik. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert hatte sie auf diesem Weg Verbindungen zu 21 Herrscherhäusern geknüpft, darunter 15 Königshäuser.

Die Stadt Gotha, die KulTourStadt Gotha GmbH und die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha veranstalten zum „Deutsch-englischen Jahr 2019“ zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen und touristische Angebote. Einen ersten Vorgeschmack auf das Jubiläumsjahr bietet die Sonderausstellung „Auf die feine englische Art – Schwarze Kunst aus England", welche noch bis 12. Mai im Ausstellungskabinett des Herzoglichen Museums zu sehen ist. Gänzlich unter britischer Flagge findet am kommenden Maiwochenende auch das diesjährige Gothardusfest statt: Unter dem Motto „Very British! Gotha adelt Großbritannien“ versammeln sich wieder tausende Gothaer am Hauptmarkt, um vor der Schlosskulisse Rummel, Musik und Markttreiben zu erleben.

Derweil wird im Schloss die Präsentation „Die Ehe als Erfolgsmodell – Deutsch-englische Heiraten“ am Samstag, den 4. Mai 2019, um 14 Uhr mit einem Ausstellungsrundgang eröffnet. Die Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Dr. Friedegund Freitag, lässt Heirats-interessierte hinter die Kulissen der geschickten Vermählungspolitik der Ernestiner blicken. Dazu wurde die Dauerausstellung des Schlossmuseum um Gemälde, Objekte und Fotos zu diesem Thema ergänzt. Ein Audioguide und Begleitheft bieten zusätzliche Informationen, die auch das Herzogliche Museum, den Schlosspark und weitere Stationen in der Stadt vorstellen. Dank der Unterstützung der Museumslöwen Gotha e. V. konnte zusätzlich eine Fotoausstellung realisiert werden, die wichtige Wirkungs-, Lebens- und Erinnerungsorte von Queen Victoria und Prinz Albert zeigt.

Ein weiterer Höhepunkt zum deutsch-englischen Jubiläum auf Schloss Friedenstein Gotha ist das jährlich stattfindende Ekhof-Festival vom 28. Juni bis 24. August, welches diesmal Molières Komödie „Die Schule der Ehemänner“ präsentiert. Im Anschluss folgt direkt das Barockfest am 24. und 25. August mit dem passenden Jubiläums-Motto „Tante Augusta kommt zu Besuch“. Den Abschluss bilden die Ausstellungen „Gotha und die englische Krone – Porträt(s) einer dynastischen Beziehung“ vom 4. August bis 27. Oktober im Ausstellungskabinett sowie „Beautiful old Fans – Herzog Augusts Passion und Prinz Alberts Leidenschaft“ vom 23. November 2019 bis 23. Februar 2020 im Fächerkabinett des Herzoglichen Museums.
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