Dienstag, 19. September 2017


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Ausstellung "Gläubiges Staunen - Biblische Traditionen in der Islamischen Welt"

Berlin, (lifePR) - Pergamonmuseum, Museumsinsel Berlin Eine Sonderausstellung des Museums für Islamische Kunst der Staatli-chen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz und der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz

Anhand von herausragenden Handschriften zeigt die Ausstellung die Viel-falt der christlichen Traditionen im Vorderen Orient – von der Spätantike bis ins 19. Jahrhundert. Bibelhandschriften jüdischer und orientalisch-christlicher Glaubensgemeinschaften werden gemeinsam mit islamischen Handschriften, die biblische Sujets reflektieren, präsentiert. Neben präch-tig illuminierten armenischen Evangeliarien, syrischen Pergamentbibeln oder koptischen Papyri werden u.a. auch indische Miniaturen mit christli-chen Motiven zu sehen sein.

Zur Presseführung (16:30 Uhr) und Eröffnung (18 Uhr) am 13. Juli 2017 im Pergamonmuseum (Mschatta Saal) laden wir Sie herzlich ein.

Zur Eröffnung sprechen: - Stefan Weber, Direktor des Museum für Islamische Kunst - Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin - Christoph Rauch, Leiter der Orientabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin - Ronny Vollandt, Professor für Judaistik, Ludwig-Maximilians-Universität München: „Die Bibel auf Arabisch? Ein Blick in frühe Handschriften"

Der kulturelle und künstlerische Austausch zwischen den unterschiedli-chen religiösen Gemeinschaften war im östlichen Mittelmeerraum ein häufiges Phänomen. Die Bibel entstand im Orient – Judäa, Ägypten und Persien sind einige ihrer historischen Schauplätze. Der Islam wiederrum entstand in einem von Judentum und Christentum geprägten Umfeld; und der Koran bezieht sich an mehreren Stellen auf den biblischen Text und setzt diese Themen und Gestalten als bekannt voraus.

In der Ausstellung werden hochkarätige Handschriften aus den reichen Beständen der Orientabteilung der Staatsbibliothek für drei Monate mit islamischer Buchkunst aus der Privatsammlung Vollmer und dem Muse-um für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin in Dialog tre-ten. Anhand zahlreicher Beispiele werden so die Verbindungen zwischen christlicher und islamischer Buchkunst sichtbar: Die Illustrationen in man-chen islamischen Bilderhandschriften haben nicht selten verblüffende Ähnlichkeiten mit zeitgenössischen christlichen Vorbildern aus byzantini-schen, armenischen und syrischen Manuskripten, besonders aus illustrier-ten Bibeln. Umgekehrt reflektieren auch die christlichen Bibelhandschrif-ten den jahrhundertelangen Kulturkontakt mit ihrer muslimischen Umwelt.

Die Ausstellung beginnt bei den Ursprüngen der Bibel mit hebräischen und griechischen Urtexten: Ein früher koptischer Kodex (4. Jh. n.Chr.) aus Ägypten mit den Sprüchen Salomos ist das älteste Objekt. Eine Beson-derheit stellt eine samaritanische Tora dar, die an der Stelle des Aaroniti-schen Segens von den Küssen der Gläubigen dunkel gefärbt ist. Sehr seltene biblische Zeugnisse aus dem einstmals christlichen Nubien des 10./11. Jahrhunderts, die ersten jemals gefundenen Texte der nubisch-christlichen Kultur, werden zu sehen sein. Leuchtende Farben und eine direkte Bildsprache zeichnen die äthiopischen Pergamenthandschriften aus, Zeugen einer ungebrochenen tiefen Religiosität, die bis heute das christliche Äthiopien prägt. Für die reiche arabisch-christliche materielle und geistige Kultur stehen ein Evangeliar aus dem Palästina des 11. Jahrhunderts und ein wunderbar illuminiertes Prophetenbuch aus dem frühen 14. Jahrhundert. In den gezeigten muslimischen Handschriften treten vertraute biblische Gestalten und Geschichten gleichsam verändert auf und sind doch immer wiederzuerkennen. Den zahlreichen im Koran und anderen islamischen Überlieferungen zu findenden biblischen Gestal-ten sind etwa die Qiṣaṣ al-anbiyāʾ (Erzählungen von den Propheten) ge-widmet. Die indischen Miniaturen mit zahlreichen Heiligen- und Madon-nendarstellungen aus der Sammlung Vollmer zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit europäischer Kunst, die seit dem Ende des 16. Jahrhunderts zu beobachten ist.

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