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Pressemitteilung BoxID: 348281 (Stadtverwaltung Offenbach)
  • Stadtverwaltung Offenbach
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"Herzlich Willkommen" bei den Interkulturellen Wochen vom 19.9. bis 7.10.2012

(lifePR) (Offenbach, ) Das ganzjährige Spektrum in drei Wochen: einen breiten Bogen der täglich gelebten Vielfalt in Offenbach spannt das Programm der inzwischen 15. Interkulturellen Wochen vom 19. September bis 7.Oktober 2012 auch in diesem Jahr. Unter dem Titel „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist“ haben insgesamt 46 Akteure viele Gelegenheiten zur Begegnung organisiert.

„1975 fand auf Initiative der großen christlichen Kirchen erstmals der „Tag des ausländischen Mitbürgers“ statt, aus dem erst eine „Interkulturelle Woche“ und schließlich die längere Veranstaltungsreihe hervorging“, erläutert Pfarrerin Anja Hartzke von der Evangelischen Diakoniekirche Offenbach. Damals wie heute gehe es um das Zusammenleben in einer Zuwanderergesellschaft, die Interkulturellen Wochen sollen zahlreiche Gelegenheiten zur Begegnung bieten und Brücken zum gegenseitigen Verständnis bauen.

In den 70er Jahren wurden Migrantinnen und Migranten vor allem als "Gastarbeiter" betrachtet und auch heute wirbt die Bundesrepublik im Ausland um qualifizierte Fachkräfte. „Menschen oder Arbeitskräfte? Was wollen wir?“ lautet der Titel der Veranstaltung am Freitag, den 5. Oktober in der Portugiesischen Gemeinde in der Marienstraße. Deutschland ist ein Einwanderungsland und spätestens seit Christian Wulff, Bundespräsident a.D., ist klar, dass auch der Islam zur Bundesrepublik gehört.
„Sind die Menschen aber wirklich Willkommen?“ fragt Barbara Wolf-Gröninger vom Katholischen Dekanat. „Wir wollen das Motto der diesjährigen Interkulturellen Wochen hinterfragen und gleichzeitig die Bereicherung zeigen, die Zuwanderung bedeutet.“

Entsprechend abwechslungsreich ist das Programm, dass das Koordinationsteam aus Ali Karakale von der Arbeiterwohlfahrt (AWO), José Madeira Pires vom Caritasverband, Mahshid Najafi vom Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Pfarrerin Anja Hartzke vom Evangelischen Dekanat, Barbara Wolf-Gröninger vom Katholisches Dekanat und Luigi Masala von der Stadt Offenbach in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Initiativen und Vereinen auf die Beine gestellt hat: eine Ausstellung des Fotografen Ömer Aktas, der Gesichter einer gelungenen Integration abgelichtet hat, ist dabei, ein Konzert der Offenbacher Klezmergruppe `Ot asoj“, das Theaterstück „Die im Dunkeln“ des theaterperipherie über Menschen ohne Papiere, Vorträge, Frauenfrühstücke, Gottesdienste, Moscheebesuche, Kinobesuche und Lesungen wie beispielsweise die Rezitation des Buches „Schrei nach Freiheit“ der syrischen Schriftstellerin Samar Yazbek durch die Schauspielerin Renan Demirkan.

Deutschland ohne Ausländer? Pitt von Bebenburg, Redakteur der Frankfurter Rundschau, liest am Dienstag, den 2. Oktober im Ostpol aus seinem Buch, in dem er mit Hilfe realer Daten das Bild eines Landes zeichnet, aus dem in kurzer Zeit alle eingewanderten Menschen und ihre Familien wieder ausreisen. Die anschließend geplante Diskussion moderiert von der Offenbacher FFH-Stimme Evren Gezer. Offenbach ohne diese bunte Vielfalt – kaum vorstellbar.

Bis auf wenige Ausnahmen ist die Teilnahme an den Veranstaltungen kostenlos, weitere Informationen finden sich im Programmheft.