Von der Tragik des Scheiterns

Arthur Millers grandioses Familiendrama feiert Premiere!

(lifePR) ( Bremerhaven, )
In der Amerika-Spielzeit des Stadttheaters Bremerhaven landen die Figuren nach Hiob, das Amerika als Sehnsuchtsort beschreibt, nun mit dem Tod eines Handlungsreisenden auf dem Boden der Realität. Wieviel ist vom amerikanischen Traum geblieben?

Wir leben in einer Zeit, in der der Kapitalismus so sehr in alles verwoben, so sehr zu einer zweiten Haut geworden ist, dass wir uns ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen können. Slavoj Žižek hat einmal gesagt, es sei einfacher für die Menschen, sich das Ende der Welt vorzustellen, als das Ende des Kapitalimus.

Auch der 20 Jahre ältere Arthur Miller beobachtet die Menschen und die Welt, in der sie Leben, genau. Er gilt als wichtiger gesellschaftskritischer Dramatiker der neueren Zeit. Seine sozial- und zeitkritischen Dramen wenden sich gegen den sogenannten «American Way of Life», bei dem der berufliche Erfolg im Mittelpunkt steht. Verpackt in eine unglaublich gut gebaute und komplexe Familiengeschichte, erzählt er von Menschen, deren Hoffnungen zerplatzen.

Dreh- und Angelpunkt in Millers Geschichte ist Willy Loman (gespielt von Kay Krause), der um sein Leben und um das seiner Familie kämpft.

Tausende Kilometer war Willy Loman in seinem Leben als Vertreter unterwegs. All die Jahre hat ihn der amerikanische Traum vom großen Glück und finanziellen Erfolg beflügelt. Der Glaube daran, dass man alles erreichen kann, wenn man nur hart genug dafür kämpft, hat ihn vorwärtsgetrieben. Immer mit Bügelfalte und einem Lächeln. Seiner Familie hat er damit ein anständiges Leben ermöglicht, wenn auch auf Ratenzahlung. Jetzt ist er kurz vor dem Ruhestand, aber plötzlich kann er nicht mehr mithalten. Er erreicht die geforderten Profitraten nicht mehr. Die jüngere Konkurrenz ist effektiver. Schließlich wird er entlassen, denn nach den Gesetzen des Marktes ist er wertlos geworden. Willy Loman versteht die Welt nicht mehr. Angst überfällt ihn – vor dem gesellschaftlichen und finanziellen Absturz. Und seine beiden Söhne? All seine Hoffnungen hatte er auf sie projiziert. Doch beide haben es bisher zu nichts gebracht. Sie verweigern sich den Erwartungen und Lebenslügen ihres Vaters. Aber Willy Loman verschließt sich dem eigenen Scheitern und fällt am Ende eine radikale Entscheidung.

TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN

von Arthur Miller / Deutsch von Volker Schlöndorff und Florian Hopf

Besetzung

Inszenierung                                       Alexander Schilling
Bühne & Kostüme                              Stephan Mannteuffel
Dramaturgie                                       Peter Hilton Fliegel
Willy Loman                                      Kay Krause
Linda                                                  Isabel Zeumer
Biff                                                     Jakob Tögel
Happy                                                Marc Vinzing
Bernard, Onkel Ben                            John Wesley Zielmann
Die Frau, Howard (Helen) Wagner    Juliane Schwabe
Charley                                               Frank Auerbach

PREMIERE:  10. November 2018 um 19:30 / Großes Haus

Weitere Termine:
10.11.2018 um 19:30 Uhr
16.11.2018 um 19:30 Uhr
28.11.2018 um 19:30 Uhr
15.12.2018 um 19:30 Uhr
06.01.2019 um 15:00 Uhr
31.01.2019 um 19:30 Uhr
03.02.2019 um 15:00 Uhr

Karten: 15,00 Euro - 36,00 Euro
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