Stadtsparkasse erleichtert OnlineBanking für Blinde und Sehbehinderte

Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund testet ChipTan-Generator mit Sprachausgabe

(lifePR) ( München, )
Die Stadtsparkasse München bietet ab sofort für das Autorisieren von Aufträgen beim OnlineBanking mit dem ChipTan-Verfahren einen ChipTan-Generator speziell für Blinde und Sehbehinderte an. Das Gerät in Verbindung mit der SparkassenCard ersetzt das im OnlineBanking bislang übliche Verfahren der TAN-Listen in Papierform. Vertreter des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes (BBSB) haben den ChipTan-Generator mit Sprachausgabe bei einer Präsentation der Stadtsparkasse kennengelernt.

"Das ChipTan-Verfahren gehört aktuell zu den sichersten Standards im OnlineBanking überhaupt und gilt als manipulationssicher", erklärte Joachim Ebener, für IT verantwortliches Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München bei der Präsentation. Das ChipTan-Verfahren verbessert den Schutz vor Angriffen von Betrügern, die mittels sogenannter Trojaner auf den PC des Nutzers zugreifen (Phishing). "Dank des neuen Geräts, das übrigens in Zusammenarbeit mit einem sehbehinderten Mitarbeiter unseres Hauses entwickelt wurde, steht diese Technik nun auch blinden und sehbehinderten Menschen zur Verfügung", so Ebener. Die Stadtsparkasse hat dem BBSB kostenlos drei Geräte überlassen, damit der Verein das neue Verfahren im Rahmen der Hilfsmittelberatung vorstellen kann.

"Das Gerät ist für die Betroffenen, die OnlineBanking nutzen möchten, ein weiterer Schritt zu mehr Selbstständigkeit im Alltag", resümierte Dr. Stefan Insam, Mitglied im Landesvorstand des BBSB. Der BBSB vertritt in Bayern die Interessen von rund 80.000 blinden und sehbehinderten Menschen. Drei Viertel von ihnen sind älter als 60 Jahre. "Gerade die jüngere Generation, die quasi mitten im Leben steht und einen Beruf ausübt, kommt mit geeigneten Hilfsmitteln vielfach sehr gut allein zurecht", so Insam weiter. "Wir freuen uns darüber, dass die Stadtsparkasse die Initiative ergriffen hat, auch deshalb, weil es sich mit einigen Hundert Betroffenen im Stadtgebiet München um vergleichsweise wenige Menschen handelt, die davon profitieren können."

Das Gerät erleichtert das sichere Abwickeln der Bankgeschäfte erheblich. Der Nutzer erfasst seine Auftragsdaten wie gewohnt in der OnlineBanking-Anwendung. Anschließend führt er seine SparkassenCard in das Lesegerät ein und gibt über das Tastenfeld des Geräts einen in der OnlineBanking-Maske angezeigten Startcode ein sowie wichtige Daten seines Auftrages, zum Beispiel die Kontonummer des Zahlungsempfängers und den Überweisungsbetrag. Auf Basis dieser Daten und den auf dem Chip der SparkassenCard gespeicherten Informationen errechnet das Gerät jeweils eine individuelle Transaktionsnummer (TAN). Diese wird auf dem Display des Gerätes angezeigt und gleichzeitig - beliebig oft wiederholbar - vorgelesen. Mit dem Eingeben der TAN in der OnlineBanking-Anwendung gibt der Kunde dann seinen Auftrag frei.

Herkömmliche TAN-Generatoren sind mit optischen Sensoren ausgestattet. Das manuelle Erfassen der Auftragsdaten mit dem ChipTan-Generator entfällt hierbei. Stattdessen erzeugt die OnlineBanking-Anwendung eine animierte Grafik, ähnlich einem Strichcode, die am Bildschirm des PCs angezeigt und über die optischen Sensoren am chipTan-Leser ausgelesen wird.

Der ChipTan-Generator, der unter der Bezeichnung DIGIPASS 840 CV vertrieben wird, ist mit einer Größe von 145 x 97 x 50 mm etwa doppelt so groß wie das herkömmliche Gerät. Zusätzlich ist es mit einem großen Display, einem Lautsprecherausgang und Kopfhörern ausgestattet. Neben der Funktion, TAN's auf Knopfdruck zu erzeugen, kann das Gerät außerdem das GeldKarten-Guthaben auslesen und die letzten drei Lade- und elf Bezahlvorgänge angeben.
Der DIGIPASS 840 CV kostet 53,43 Euro und ist im OnlineSparkassenshop der Stadtsparkasse erhältlich.

Details zum ChipTan-Verfahren finden Sie auf unserer Internetseite unter www.sskm.de/goto/chiptan.
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