VdK zur prognostizierten Rentenerhöhung 2018

(lifePR) ( Berlin, )
Im kommenden Jahr könnten die Renten um rund 3 Prozent steigen. Zum 1. Juli 2018 wird ein Rentenplus von 3,09 Prozent in den alten Bundesländern sowie 3,23 Prozent in den neuen Ländern erwartet. Diese Schätzung geht aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2017 der Bundesregierung hervor. Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, kommentiert die Prognose wie folgt:

„Für die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner ist die prognostizierte Rentenerhöhung eine gute Nachricht. Diese Anhebung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer mehr Menschen mit sehr niedrigen Bezügen ins Rentnerleben starten. Da ist auch diese Erhöhung nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Insbesondere Erwerbsminderungsrentner leben wegen der hohen Abschläge oft an der Armutsgrenze. Viele Frauen sind ebenfalls von Altersarmut betroffen. Die Schere geht hier immer weiter auseinander, die Rentenkluft nimmt zu. Wer Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung bezieht, muss deshalb auch von den Rentenerhöhungen profitieren. Deswegen fordert der Sozialverband VdK für diese Personengruppe einen Freibetrag von 200 Euro für Leistungen aus der Rentenversicherung, insbesondere für die Mütterrente und die jährlichen Rentenanpassungen.

Auch bleibt die Sorge wegen des weiterhin absinkenden Rentenniveaus, das bereits jetzt unter 48 Prozent liegt. Wir fordern, dass die Talfahrt des Rentenniveaus gestoppt und das Rentenniveau perspektivisch auf 50 Prozent angehoben wird. Die Rentnerinnen und Rentner hätten deutlich mehr Geld in der Tasche, wenn die rentenmindernden Faktoren in der Rentenanpassungsformel endlich gestrichen werden.“

Die voraussichtliche Rentenbeitragssenkung ist aus Sicht des VdK „zu kurzsichtig und wenig vorausschauend. Es sollten vielmehr Rücklagen gebildet werden, um etwa das Niveau der Rente zu stabilisieren.“
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