Dienstag, 23. Mai 2017


  • Pressemitteilung BoxID 531049

Pflege-TÜV braucht Reform

(lifePR) (Berlin, ) "Das Pflegebenotungssystem beim Pflege-TÜV muss abgeschafft werden. Es bringt verzerrte Ergebnisse hervor. Eine Fünf wegen unbehandelter Druckgeschwüre lässt sich durch eine Eins für die Mitwirkung der Bewohner an der Gestaltung der Gemeinschaftsräume ausgleichen", kritisiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK.

Eine unzureichende Flüssigkeitsversorgung sollte zum Beispiel immer die Gesamtnote Fünf nach sich ziehen. Sonst setzt sich die Entwicklung fort, dass fast 70 Prozent der deutschen Pflegeheime die Noten Gut oder sehr gut erhalten, was nach Ansicht von Pflegeexperten ein falsches, zu positives Bild von den Zuständen in Pflegeheimen zeichnet. Wer also die Testberichte im Internet abruft, sollte sich gezielt die Ergebnisse des Qualitätsbereichs 1 Pflege und medizinische Versorgung mit all seinen Unterpunkten ansehen. Wenn in diesem Kernbereich schlechte Noten vergeben wurden, sollte man das betroffene Heim besser meiden. Der größte deutsche Sozialverband sieht hingegen in den detaillierten Prüfberichten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK), die Teil des Pflege-TÜV sind, eine sinnvolle Grundlage zur Bewertung von Pflegeeinrichtungen. Sie müssen künftig nur besser genutzt werden.

Grundsätzlich gilt in der Pflege: Ein menschenwürdiger, respektvoller Umgang des Pflegepersonals mit Pflegebedürftigen lässt sich nur schwer messen und benoten, den muss man erleben. Deshalb empfiehlt der VdK allen Pflegebedürftigen und Angehörigen bei der Auswahl eines Pflegeplatzes, sich selbst ein Bild zu machen und die Einrichtung zu unterschiedlichen Tageszeiten zu besuchen. Diese persönlichen Eindrücke kann kein Testbericht ersetzen. "Schlechte Ernährung, zu wenig Flüssigkeit, Druckgeschwüre und Hygienemängel müssen automatisch zu einer 'mangelhaften' Bewertung führen", fordert Mascher.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Experteninterview: Mietvertrag kündigen und Nachmieter stellen

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Sie möchten die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten nicht abwarten? Vielleicht haben Sie sogar Bekannte, die Interesse an Ihrer jetzigen...

Aus der Not in den Teufelskreis: Jobcenter-Darlehen

, Verbraucher & Recht, Deutscher Schutzverband gegen Diskriminierung e.V.

Wer Hartz IV beziehen muss, kann keine Rücklagen bilden. In Notlagen hilft das Jobcenter mit einem zinslosen Darlehen. Die schnelle Finanzhilfe...

Was ist beim Einkaufen erlaubt?

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Egal, ob Sie einmal die Woche einen organisierten Einkauf absolvieren oder fast täglich noch schnell nach der Arbeit für das Abendessen einkaufen...

Disclaimer