Freitag, 24. November 2017


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Hungerkrise in Somalia: "Die Kinder dürfen uns nicht gleichgültig sein!"

Mogadishu/München, (lifePR) - Dürre, Hunger, Seuchen: Mehr als drei Millionen Somalier wissen nicht, wo sie ihre nächste Mahlzeit oder sauberes Trinkwasser herbekommen sollen. Die SOS-Kinderdörfer weltweit schätzen, dass 280 000 Kinder im Krisenstaat am Horn von Afrika unmittelbar vom Hungertod bedroht sind.

Hinzu kommen Seuchen: Seit Anfang des Jahres haben die SOS-Kinderdörfer und andere Hilfsorganisationen über 36.000 Fälle von extremem Durchfall oder Cholera gezählt. Die Krankheit ist besonders für Kinder, Alte und Kranke lebensbedrohlich.  "Gemessen an dem, was im Zuge dieses Dramas noch passieren kann und was bereits passiert ist, erhält es viel zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit", sagt Louay Yassin, Pressesprecher der Hilfsorganisation in München. "Die Weltgemeinschaft darf auch die Katastrophen nicht vergessen, die nicht im Fokus der Medien stehen!"

Auch andere Länder am Horn von Afrika wie Äthiopien, Südsudan und Kenia sind betroffen: Auch dort sind hunderttausende Kinder vom Hungertod bedroht. Sowohl für Somalia als auch für diese Staaten sind bislang nur ein Bruchteil der von der UN veranschlagten Gelder eingegangen. Und ein wichtiger Geber fällt dieses Jahr womöglich aus: Die USA planen Einschnitte bei der internationalen Hilfe.

Die SOS-Kinderdörfer sind bereits seit 1985 in Somalia aktiv: In zwei medizinischen Zentren erhalten mangelernährte Kinder und Frauen medizinische Hilfe. Außerdem betreibt die Hilfsorganisation ein Kinderdorf und steuert gemeinsam mit anderen Organisationen Gesundheits- und Ernährungsprogramme. Auch in den anderen drei vom Hunger betroffenen Staaten leisten die SOS-Kinderdörfer umfassende Hilfe.

Hintergrund: Im Interview spricht Ahmed Mohamed, der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Somalia, über die Nöte der betroffenen Familien und Kinder. Das Video kann unter folgendem Link aufgerufen werden:

https://www.youtube.com/watch?v=RFoVyznWQZE&feature=youtu.be

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