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Pressemitteilung BoxID: 419794 (Schweizerischer Bauernverband)
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Landwirtschaftskammer verabschiedete Verordnungsänderungen

(lifePR) (Brugg, ) Die Landwirtschaftskammer hat die Stellungnahme des Bauernverbands zu den Verordnungen zur Agrarpolitik 2014-17 verabschiedet. Im Fokus stehen stärkere Anreize zur Produktion von Lebensmitteln sowie die Vereinfachung der Administration.

Am 28. Juni läuft die Anhörungsfrist zu den Verordnungen zur Agrarpolitik 2014-17 ab. Die Landwirtschaftskammer - das Parlament des Schweizerischen Bauernverbands (SBV) - hat heute die umstrittenen Punkte diskutiert, festgelegt und damit die endgültige Stellungnahme abgesegnet. Dem Parlament lag ein gerechtes Direktzahlungssystem mit einer ausgewogenen Berücksichtigung aller Betriebstypen und -zonen am Herzen. Die entsprechenden Forderungen wurden in den Verordnungen aber zu wenig aufgenommen. Dies betrifft insbesondere die Förderung des einheimischen Futtergetreideanbaus und der landwirtschaftsnahen Tätigkeiten. Die vorgeschlagene Senkung des Brotgetreidezolls ist keine taugliche Lösung, weil sie Wertschöpfung in der Landwirtschaft vernichtet und dennoch keine positiven Auswirkungen auf die Konsumentenpreise hat.

Ein wichtiges Anliegen ist die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelproduktion im Vergleich zu ökologischen Leistungen. Deshalb verlangen die Bäuerinnen und Bauern höhere Beiträge für das Tierwohl sowie für Ackerbau und Dauerkulturen. Die einheimische, nachhaltige Produktion von erstklassigen Lebensmitteln gilt es - auch im Anbetracht der weltweiten Entwicklungen - zu fördern. Ein weiterer Schwerpunkt der Stellungnahme umfasst administrative Vereinfachungen in allen Bereichen. Das ursprüngliche Ziel des Bundesrats, den administrativen Aufwand zu senken, wurde mit der AP 2014-17 eindeutig nicht erreicht. Die bäuerliche Basis sieht ebenfalls keinen Anlass den ökologischen Leistungsnachweis zu verschärfen, da auf Gesetzesebene keine wesentlichen Änderungen vorgenommen wurden. Die freiwilligen Programme dürfen nicht nur Mehrkosten auslösen, sondern müssen einen finanziellen Mehrwert bieten. Die Bauernfamilien sollen die Möglichkeit haben, ihr Einkommen effektiv zu verbessern.

In der internen Vernehmlassung bestand in den meisten erwähnten Punkten grosse Einigkeit. Die Stellungnahme von rund 100 Seiten umfasst viele Details, in dem die zum Teil unterschiedlichen Ansichten zu einer gemeinsamen Stellungnahme der Mehrheit zusammengefasst wurden. Der SBV erwartet, dass das Bundesamt für Landwirtschaft und der Bundesrat diese geleistete Arbeit würdigen und die entsprechenden Forderungen aufnehmen.