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Pressemitteilung BoxID: 416307 (Schweizerischer Bauernverband)
  • Schweizerischer Bauernverband
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Bienensterben nicht mehr weiter hinnehmen

Bauernverband, apisuisse und das Zentrum für Bienenforschung von Agroscope möchten mit einem nationalen Massnahmenplan dem rätselhaften Bienensterben auf den Grund gehen und wirksame Massnahmen zur Verbesserung der Situation erarbeiten

(lifePR) (Brugg, ) Seit einiger Zeit sterben in der Schweiz überdurchschnittlich viele Bienenvölker. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Es kann das veränderte Klima sein, mangelndes Futter in der Natur sowie Krankheiten oder Parasiten. Letztere sind besonders gefährlich: Die Imker fürchten sich vor allem vor der schwer zu bekämpfenden Varroa-Milbe. Ebenfalls ist bekannt, dass gewisse Insektizide den Bienen schaden. Im Moment sind Mittel zur Saatgutbeizung, die unter dem Sammelbegriff Neonicotinoide bekannt sind, im Verdacht, in Kleinstmengen die Abwehrkraft der Bienen zu schwächen. Deshalb liegen verschiedene Forderungen vor, diese zu verbieten. Diese Mittel dienen vorwiegend dem Schutz des Saatgutes, was bisher als ökologischer Fortschritt infolge der gezielten und dosierten Anwendung von Pflanzenschutzmitteln galt.

Der Landwirtschaft liegt viel an den Bienen. Viele Kulturen wie Obst, Beeren, zahlreiche Gemüsearten oder Raps bringen nur Ertrag, wenn die Blüten auch befruchtet werden. Die Bienen sind dabei für ihren sprichwörtlichen Fleiss bekannt. Entsprechend sind die Bauern an gesunden und leistungsfähigen Völkern interessiert, viele von ihnen sind selber Imker. Mit vorschnellen Verboten von Pflanzenschutzmitteln ist aber nichts gewonnen - im Gegenteil: Durch das Ausweichen auf andere Produkte kann sich der gewünschte Effekt sogar ins Gegenteil kehren, insbesondere, wenn diese oberflächlich angewendet werden, statt mit der Beizung in den Boden zu gelangen.

Die Förderung der Bienengesundheit muss umfassend angegangen werden. Der Schweizerische Bauernverband, das Zentrum für Bienenforschung von Agroscope und apisuisse setzen sich deshalb gemeinsam dafür ein, dass sich ein nationaler Massnahmenplan den Bienen und ihrer Gesundheit annimmt. Dabei soll geklärt werden, welche Faktoren für die Bienengesundheit entscheidend sind, welche Pflanzenschutzmittel effektiv einen negativen Effekt haben und wie sich die aktuellen Krankheiten und Parasiten wirksam bekämpfen lassen. Die Erkenntnisse sollen dazu dienen, konkrete Massnahmen zur Förderung der Bienengesundheit zu ergreifen. Die Forschung ist dazu mit den nötigen personellen und finanziellen Ressourcen auszustatten. Langfristig soll der Pflanzenschutzmitteleinsatz auf das Nötige beschränkt und wo immer möglich reduziert werden. Denn unterdessen sollten alle wissen:

Bees are more than honey!