lifePR
Pressemitteilung BoxID: 456272 (Schweizerischer Bauernverband)
  • Schweizerischer Bauernverband
  • Laurstrasse 10
  • 5200 Brugg
  • https://www.sbv-usp.ch
  • Ansprechpartner
  • Jacques Bourgeois
  • +49 (7921) 932-33

Bauernverband will Zukunft mitgestalten

(lifePR) (Brugg, ) Die Delegierten des Schweizerischen Bauernverbands stellten heute die Weichen für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft. Sie diskutierten die Strategie für die Agrarpolitik ab 2018 und gaben, als eine Massnahme dazu, grünes Licht für die Lancierung einer Volksinitiative für Ernährungssicherheit. Die oberste Bäuerin, Christine Bühler, ist ab sofort Vizepräsidentin des Bauernverbands.

Die 81. Delegiertenversammlung (DV) des Schweizerischen Bauernverbands (SBV) stand im Zeichen der Lancierung einer Volksinitiative im Rahmen der Strategie für die Jahre ab 2018. Damit wollen die Bauernfamilien die künftige Agrarpolitik vermehrt auf die weltweite Herausforderung im Bereich der Lebensmittelversorgung ausrichten. Ziel der Initiative ist es, ein klares Zeichen für die Stärkung der einheimischen Lebensmittelproduktion zu setzen. Dies soll auf verschiedenen Ebenen erfolgen: Marktposition der Bauern in der Wertschöpfungskette verbessern, die Planungssicherheit erhöhen, eine professionelle Landwirtschaft fördern sowie die inländische Produktion mit geeigneten politischen Rahmenbedingungen stärken. Aktive Bäuerinnen und Bauern stellten an der Versammlung ihre konkreten Zukunftsvorstellungen vor. Bernard Lehmann, der Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft, nahm diese entgegen und sagte seinerseits einige Worte zur geplanten Weiterentwicklung der Agrarpolitik. Die Delegierten beschlossen mit 365 zu 1 Stimme bei 2 Enthaltungen, die Initiative für Ernährungssicherheit zu lancieren. Der Start der Unterschriftensammlung ist auf Anfang Februar 2014 vorgesehen. Den definitiven Initiativtext beschliesst der Vorstand an seiner Dezembersitzung. Vorgängig sucht der SBV nochmals das Gespräch mit der Gruppe um Nationalrat Joder, die ebenfalls eine Landwirtschaftsinitiative angekündigt hat.

CHRISTINE BüHLER NEU SBV-VIZEPRäSIDENTIN

Die Delegierten passten weiter die Statuten an. Sie erweiterten das Präsidium um einen dritten Vizepräsidentensitz, um den Frauen einen festen Platz einzuräumen. Gewählt als neue Vizepräsidentin wurde mit Christine Bühler die Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands. Damit nimmt in der 116-jährigen Geschichte des SBV erstmals eine Frau im nun vierköpfigen Präsidium Einsitz. Die Namensänderung (siehe Kasten) bedurfte einer weiteren Statutenänderung. Zudem galt es zwei Vorstandsmitglieder zu ersetzen. Als Vertreter des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands tritt deren Präsident, Jakob Lütolf, die Nachfolge von Josef Dissler an, der für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Für die Schweizer Milchproduzenten löst der neue Präsident, Hanspeter Kern, Peter Gfeller ab. Verschiedene Wechsel gab es in der Landwirtschaftskammer. Die ordentlichen Traktanden der DV verliefen glatt und kurz: Das Protokoll der letzten DV, der Jahresbericht 2012, das Tätigkeitsprogramm 2014 sowie die Jahresbeiträge 2014 wurden genehmigt.

Gewinner SBV-Medienpreis 2013

Zum 5. Mal vergab der SBV an seiner DV einen Medienpreis und zeichnete damit eine überzeugende, mediale Auseinandersetzung mit dem Thema Landwirtschaft aus. Der Medienpreis - im Wert von je 3000 Franken - wird von der Agrisano gesponsert, eine Tochtergesellschaft des SBV im Versicherungsbereich.

BIRGIT VOIGT UND FABIAN FELLMANN (NZZ AM SONNTAG)

In der Deutschschweiz gewinnt der Artikel "Das verkaufte Schwein" von Birgit Voigt und Fabian Fellmann der am 2. Dezember 2012 in der NZZ am Sonntag erschienen ist. Der facettenreiche Text beleuchtet das Thema Schweinezucht aus unterschiedlichen Perspektiven. Der Bericht liefert Zahlen und Fakten, aber auch Porträts und einen historischen Hintergrund. Mit Bildern, Statistiken, Infografiken und Zusatztexten wird das Thema von allen Seiten ausführlich und attraktiv gestaltet abgedeckt. Zudem schafft es der Text, den aktuellen Bezug herzustellen.

ROLAND TILLMANNS (WESTSCHWEIZER FERNSEHEN TSR)

Der Preis für die Westschweiz geht an Roland Tillmanns für seine Sendung "Une île dans la ville", ausgestrahlt am 5. Oktober 2012 in der Sendung "Passe-moi les jumelles" des Westschweizer Fernsehens. Er porträtiert die Bauernfamilie Grosjean, die während vielen Jahren inmitten der Stadt Gemüsebau und Direktvermarktung betrieb. Doch nun haben François, Chantal, René und Violette beschlossen, aufzuhören und ihr "Insel" zu verkaufen. "Passe-moi les jumelles" schuf ein berührendes Portrait einer Bauernfamilie mit Passion für den Beruf, die sich nun auf einen neuen Lebensabschnitt einstellen muss.

Neuer Auftritt des Bauernverbands und seiner Dienstleistungen

Auf den 1. Dezember 2013 ändern der SBV und seine Dienstleistungen mit neuen, einheitliche Logos und Namen das Erscheinungsbild. Aus dem Schweizerischen Bauernverband wird der Schweizer Bauernverband, aus SBV-Treuhand & Schätzungen wird Agriexpert, aus Agroimpuls wird Agrimpuls, aus SBV-Bildung wird Agriprof, aus SBV Statistik wird Agristat und der Geschäftsbereich Qualitätsprogramme wird zu Agriquali. Einzig Agrisano behält den bisherigen Namen, allerdings ändert sich hier der "Inhalt". Der bisherige Geschäftsbereich SBV-Versicherungen wird in die Agrisano-Gruppe integriert und so das Versicherungsangebot unter der Marke Agrisano zusammengefasst. Aus dem gleichen Grund heissen die Vorsorge- und die Pensionskassenstiftung der Schweizerischen Landwirtschaft neu Agrisano Prevos respektive Agrisano Pencas.