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Pressemitteilung BoxID: 689217 (Savills Immobilien Beratungs-GmbH)
  • Savills Immobilien Beratungs-GmbH
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  • Ansprechpartner
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Bürovermietungs- und Gewerbeinvestmentmarkt in Berlin Q4-2017: Hauptstadt gehört weiterhin zu den Rekordhaltern

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .

- Erstmalig Flächenumsatz von mehr als 1 Mio. m² generiert
- Durchschnittsmieten steigen um 19,4 % auf über 19,00 Euro
- 2017 zählt mit einem Transaktionsvolumen von 7,5 Mrd. Euro zu einem der umsatzstärksten Jahre
- Renditen im Bürospitzensegment sinken auf 3,0 % – weiterer leichter Rückgang erwartet

Die Hauptstadt ist und bleibt wohl der dynamischste Markt unter den Top-6 Deutschlands. Mit Bürovermietungen konnte erneut ein Rekordhoch erzielt werden – der Investmentmarkt meldet zugleich eines der stärksten Jahre.

Büromarkt: Flächenmangel gibt Coworking Spaces weiterhin Aufwind

Berlin beendet 2017 mit einem Rekordergebnis: Insgesamt wurden mehr als 1 Mio. m² Fläche umgesetzt – Premiere für die Hauptstadt. Gleichzeitig verzeichnet der Markt weiterhin hohe Mietzuwächse. In den letzten zwölf Monaten stieg die Durchschnittsmiete um 19,4 % auf 19,10 Euro, die Spitzenmiete kletterte um 12,4 % auf stolze 31,80 Euro. Im Vergleich zu den übrigen Top-6 liegt die Spreemetropole damit deutlich über dem Durchschnitt. „In den letzten Jahren haben wir eine in Deutschland und vielleicht auch europaweit seltene, wenn nicht einmalige Mietpreisentwicklung erlebt“, sagt Christian Leska, Managing Director Office Agency bei Savills in Berlin. Beim Blick auf die letzten fünf Jahre zeigt sich ein Plus von jeweils mehr als 50 % bei der Spitzen- und Durchschnittsmiete. Leska prognostiziert: „Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht – die Steigerungsraten schwächen sich zwar etwas ab, aber auch in den nächsten zwölf Monaten sehen wir ein Plus der Mieten zwischen 5 % und 7 %.“

Der Anstieg ist auch auf das besonders knappe Flächenangebot zurückzuführen. Die Leerstandsquote betrug zum Jahresende 2017 lediglich noch 2 % und liegt damit 70 Basispunkte unter dem Vorjahreswert. „Insbesondere große, zusammenhängende Büroflächen ab 3.000 m² sind im Bestand nahezu gar nicht mehr verfügbar“, so Leska. Als kurzfristige Alternative gewinnen daher Coworking Flächen immer mehr Relevanz auf dem Bürovermietungsmarkt. Im vergangenen Jahr mieteten überregional tätige Anbieter zehn Flächen mit mehr als 78.900 m² an. Das entspricht einem Anteil von knapp 9,0 % am Vermietungsumsatz.

Langfristig müssen Unternehmen, die große Flächen absorbieren, jedoch mit einem Horizont von mindestens zwei Jahren oder mehr planen sowie immer häufiger auch in Projekten anmieten. Die Fertigstellungspipeline fällt in 2018 und 2019 mit 226.000 m² bzw. 474.000 m² zumindest höher aus in im vergangenen Jahr (208.000 m²) und liegt damit auch deutlich über dem 5-Jahres-Durchschnitt von 175.000 m² Fläche. „Für die nach wie vor immense Nachfrage nach Bürofläche dürfte aber auch dieses vergleichsweise hohe Fertigstellungsvolumen kaum ausreichen“, konstatiert Leska und fügt hinzu: „Das mangelnde Angebot wird deshalb auch weiterhin die Nachfrage limitieren, zumal für 2018 z. B. lediglich ca. 49.000 m² spekulativ zur Neuvermietung zur Verfügung stehen und für die restlichen 78 % bereits Mietverträge unterzeichnet wurden.“

Investmentmarkt: Megadeals und Projektentwicklungen dominieren das Geschehen

2017 gehörte in Hinblick auf den Berliner Investmentmarkt nach 2015 zu einem der umsatzstärksten Zeiträume der vergangenen Jahre. Insgesamt wechselten Immobilien für 7,5 Mrd. Euro den Eigentümer, im Rekordjahr 2015 konnte ein Wert von 8,1 Mrd. Euro erzielt werden. Ein erheblicher Anteil an dem wiederholt guten Jahresendergebnis geht auf den großvolumigen Sony Center-Deal zurück – dies wurde für 1,1 Mrd. Euro von NPS an ein Joint Venture aus der Oxford Properties Group und Madison International Realty verkauft. Aber auch 15 weitere Transaktionen in dreistelliger Millionenhöhe trugen zu der Gesamtinvestitionshöhe bei.

Mit einem Anteil von rund 50 % dominierte das Bürosegment. Maßgeblich hierfür war der Erwerb des Axel-Springer-Neubaus durch Norges, der nach dem Sony Center die größte Transaktion im vergangenen Jahr darstellte. Dass beide Megadeals durch Pensionsgelder finanziert wurden, zeigt auf, dass diese Investorengruppe verstärkt auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten ist und als eine weitere Konkurrenz zu den übrigen institutionellen Anlegern wahrgenommen werden sollte. „Wir konnten im vergangenen Jahr weiterhin eine extrem hohe Nachfrage des gesamten Investorenspektrums beobachten. Vom Staatsfonds bis hin zum opportunistischen Anleger steigt das Interesse am Berliner Investmentmarkt“, berichtet Steffen Pulvermacher, Director Investment bei Savills in der Hauptstadt. „Insbesondere die Private-Equity-Investoren kaufen vermehrt Objekte mit kurzen Mietverträgen oder Leerständen, um vom Mietwachstum der kommenden Jahre zu profitieren.“

Eine Folge des hohen Wettbewerbs und der Konkurrenz unter den Investoren: Immer häufiger investierten Anleger auch in Projektentwicklungen, um sich Immobilien frühzeitig zu sichern. Insgesamt 14 Deals und damit knapp ein Viertel des Transaktionsvolumens entfielen daher auf Projektentwicklungsverkäufe. Im Vorjahr waren es lediglich fünf Deals mit einem Anteil von 5 % am Gesamtumsatz. „Das Preisniveau ist dabei nochmals gestiegen und drückt auf die Renditen“, so Pulvermacher. Während diese im Bürospitzensegment in den letzten zwölf Monaten um 50 Basispunkte auf 3,0 % gesunken sind, rechnet Savills auch 2018 noch mit marginalen Rückgängen unter die 3 %-Marke.

Savills Immobilien Beratungs-GmbH

Savills ist eines der führenden, weltweit tätigen Immobiliendienstleistungs-Unternehmen mit Hauptsitz und Börsennotierung in London. Das Unternehmen wurde 1855 gegründet und blickt auf eine lange Geschichte mit überwältigendem Wachstum zurück. Savills setzt Trends statt ihnen zu folgen und verfügt heute über mehr als 700 Büros und Partner in Amerika, Europa, Afrika, dem asiatisch-pazifischen-Raum sowie dem Nahen Osten mit über 31.500 Mitarbeitern.

In Deutschland ist Savills mit rund 200 Mitarbeitern in sieben Büros an den wichtigsten Immobilienstandorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart präsent. Savills bietet seinen Kunden heute Expertise und Markttransparenz in folgenden Bereichen an:

- Investment
- Agency
- Portfolio Investment
- Debt Advisory
- Valuation

Eine einzigartige Kombination aus Branchenkenntnis und unternehmerischem Denken und Handeln bietet unseren Kunden Zugriff auf Immobilienwissen von höchster Qualität. Unsere Mitarbeiter, ihre Kreativität und ihre Leistungsbereitschaft sind unser eigentliches Kapital - sie werden sowohl für ihre innovativen Denkansätze als auch für ihre ausgeprägte Verhandlungsstärke geschätzt. Savills hat sich auf einen ausgewählten Kundenkreis spezialisiert und bietet diesen Unternehmen und Personen hochprofessionellen Service zur Erreichung der gemeinsamen Ziele. Savills steht synonym für eine Premiummarke und ein qualitativ hochwertiges Serviceangebot, das Immobilien individuell betrachtet und in strategische Beziehungen investiert.