Bürovermietungs- und Gewerbeinvestmentmarkt Düsseldorf H1-2017

Der Büromarkt gewinnt an Schwung und treibt den Investmentsektor an

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
.


Große Abschlüsse befeuern Bürovermietungsmarkt
Anstieg der Spitzenmiete auf 27 Euro erwartet
Pipeline an neuen Büroflächen prall gefüllt
Transaktionsvolumen steigt um 74 % im Gewerbeinvestmentmarkt
Intensiver Bieterwettstreit um Core-Objekte


Dank eines hohen Flächenumsatzes auf dem Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt sinkt die Leerstandsquote im ersten Halbjahr deutlich. Investoren von Büroimmobilien setzen vor allem auf Mietpreissteigerungen – und die gibt es tatsächlich.

Büromarkt: Knappes Flächenangebot im Zentrum schiebt Projektentwicklungen an

Mit einem Flächenumsatz von 219.600 m² hat der Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt in den ersten sechs Monaten ein Umsatzplus von gut einem Drittel im Jahresvergleich verzeichnet. Besonderen Schub verliehen dem Markt zwei Abschlüsse mit einer Fläche von jeweils mehr als 10.000 m². Im gesamten Vorjahr hatte es keinen einzigen Deal dieser Größenordnung gegeben.

Knapp ein Drittel des Flächenumsatzes entfiel auf den Central Business District und die Innenstadt, gefolgt von den Teilmärkten Linksrheinisch, Kennedydamm und Nord mit Anteilen von jeweils zwischen 10 und 20 %. Die Nachfrage bleibt hoch. Das gilt für das kleinteilige Segment so wie auch den Bereich für Mietflächen von mehr als 5.000 m². Zugleich ist das Flächenangebot vor allem im Zentrum knapp. „Der Markt in den zentralen Teilmärkten von Düsseldorf ist nahezu leer gefegt", sagt Jan-Niklas Schroers, Associate Director / Teamleader Office Agency Düsseldorf. Die Leerstandsquote des Gesamtmarkts lag zuletzt bei 8,0 % im Vergleich zu 9,4 % im zweiten Quartal des Vorjahres.

Schroers rechnet mit einem Anstieg der Spitzenmiete auf knapp 27 Euro je Quadratmeter zum Jahresende von zuletzt 26,20 Euro. „Befeuert wird diese Entwicklung maßgeblich durch die Entwicklungstätigkeit im CBD, kombiniert mit einer starken Flächenverknappung im hochwertigen Segment", so der Savills-Experte.

Das Projektentwicklerinteresse aus dem In- und Ausland am Düsseldorfer Büromarkt bleibt groß, die Pipeline ist gut gefüllt. Laut Savills werden im laufenden Jahr Büros mit einer Gesamtfläche von 65.000 m² fertiggestellt. Für das kommende Jahr werden voraussichtlich 163.000 m² an neuen Büros gebaut und 2019 rechnet Savills mit einem weiteren möglichen Anstieg auf 256.000 m². Betrachtet man die Vorvermietungsquoten dieser Projektpipelines für die kommenden zwei Jahre, so wird die Stärke des Bürovermietungsmarktes noch einmal untermauert. Für 90 % aller in diesem Jahr neu fertiggestellten Büroflächen wurden bereits Mietverträge geschlossen; 2018 steht diesem Ergebnis mit einer Vormietungsquote von ca. 83 % in Nichts nach.

Durch die bereits heute hohen Vorvermietungsquoten und den ohnehin sinkenden Leerstand mangelt es Schroers zufolge insbesondere an guten Back-Office-Standorten mit Mietpreisen zwischen 12,00 und 14,50 Euro je Quadratmeter. „Im Düsseldorfer Norden sind große, zusammenhängende Flächen im mittleren Preissegment absolute Mangelware", sagt er. „m Seestern zum Beispiel steht auch nicht mehr viel Fläche zur Verfügung. Allein hier stehen für das nächste Quartal wieder Mietvertragsabschlüsse für über 10.000 m² in den Startlöchern."

Investmentmarkt: Anhaltende Dynamik und Mietsteigerungen in Sicht

Der Gewerbeinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr dank eines starken 2. Quartals ein Plus von 74 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Zeitraum April bis Juni wechselten Objekte mit einem Volumen von über 800 Mio. Euro den Eigentümer. Im gesamten ersten Halbjahr wuchs das Transaktionsvolumen damit auf 1,3 Mrd. Euro im Vergleich zu 770 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. „Es befinden sich zahlreiche Objekte am Markt oder werden für die Vermarktung vorbereitet, darunter einige großvolumige Immobilien", sagt Stefan Mellies, als Director bei Savills verantwortlich für das Investmentgeschäft in Düsseldorf. „Daher dürfte die Dynamik am Investmentmarkt auch im 2. Halbjahr anhalten und für ein Ergebnis über dem des Vorjahres sorgen."

Bei Investoren besonders gefragt waren mit einem Anteil von rund 80 % Büroobjekte. Logistik- und Industrieobjekte wiesen einen Anteil von fast 9 % auf und waren damit das zweitbedeutendste Nutzungssegment. Da der Bieterwettstreit vor allem bei großvolumigen Core-Objekten sehr intensiv ist, geht Savills im Jahresverlauf von weiter sinkenden Spitzenrenditen aus. Im 2. Quartal fiel die Bürospitzenrendite auf 3,8 %, ein Minus von 10 Basispunkten gegenüber dem Vorquartal. „Abgesehen von diesen Coreobjekten ist allerdings davon auszugehen, dass die Renditen in der Breite nur noch leicht sinken dürften", sagt Panajotis Aspiotis, Managing Director / Head of Düsseldorf and Cologne. „In den Kalkulationen der Investoren werden stattdessen Mietsteigerungspotentiale immer entscheidender."

Das Einpreisen von Mietsteigerungserwartungen wird untermauert durch den sich positiv entwickelnden Bürovermietungsmarkt. Wegen des Mangels an zentralen Büroflächen zieht die Nachfrage nach Büros in anderen etablierten Lagen wie Linksrheinisch und am Flughafen an. Daher gehen Eigentümer und Bieter Mellies zufolge von Mietsteigerungen auch in diesen Gebieten aus. Value-Add-Investoren und Projektentwickler prüfen zudem immer häufiger eine Umwandlung von Büros zu Studenten- oder Mikroapartments, da in diesem Bereich teils höhere Mieten zu erzielen sind. „Die Reduktion des Stellplatzschlüssels für solche Projekte hat diesen Trend noch einmal verstärkt", so Aspiotis.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.