SAUREN Fondsmanager-Gipfel 2015: Kontroverse und informative Diskussion der vier Fondsmanager-Legenden

(lifePR) ( Köln, )
Nahezu 2.000 Gäste vor Ort sowie weitere mehr als 1.000 Besucher des Live-Streams im Internet verfolgten den SAUREN Fondsmanager-Gipfel 2015 beim Fonds-Kongress in Mannheim. Mit Peter E. Huber, Dr. Bert Flossbach, Klaus Kaldemorgen und Dr. Christoph Bruns trafen sich vier der anerkanntesten deutschen Fondsmanager zum gemeinsamen Podiumsgespräch. Im Rahmen des interessanten Expertengesprächs unter der Moderation von Dachfonds-Pionier Eckhard Sauren bezogen die Investmentprofis kontrovers Stellung zu Themen, welche die Anleger im aktuellen Marktumfeld bewegen. Dabei wurden das derzeitige Niedrigzinsumfeld und die Maßnahmen der Notenbanken, die Attraktivität des Anleihen- bzw. Aktienmarktes sowie der Rückgang des Ölpreises und dessen Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum beleuchtet. Die hochkarätige Diskussionsrunde bot den Zuhörern wertvolle Informationen und interessante Blickwinkel auf aktuelle Marktentwicklungen.

Peter E. Huber stellte zu Beginn fest, dass Euro-Anleihen sowohl von Staaten als auch Unternehmen derzeit kein attraktives Rendite/Risiko-Verhältnis mehr bieten. Aus seiner Sicht ist "zu befürchten, dass das Niedrigzinsszenario uns noch lange erhalten bleibt." Diese Einschätzung teilte auch Dr. Bert Flossbach, der die Notenbanken seit Jahren in einem Abwertungswettlauf der Währungen sieht und glaubt, dass die Notenbanken den point of no return längst überschritten haben und "kein Weg zurück aus dem Niedrigzinsumfeld" besteht. Auch Dr. Christoph Bruns, in Deutschland als überzeugter Verfechter der Aktienanlage bekannt, sieht das Risiko bei Anleihen im derzeitigen Umfeld als viel zu groß an und glaubt, dass sich Anleger von Zinsanlagen verabschieden müssen.

Einig waren sich die Experten in ihrer Einschätzung, dass Aktien als Anlageklasse eine höhere Attraktivität als Anleihen bieten. Während Dr. Bert Flossbach sich überzeugt zeigte, dass die tiefen Zinsen den treibenden Faktor für einen weiteren Anstieg der Aktienbewertungen darstellen, wies Klaus Kaldemorgen darauf hin, dass Aktien im derzeitigen Umfeld zwar alternativlos sind, jedoch nicht risikolos. Ein eher vorsichtiger Investor kann sich dabei aus Sicht von Klaus Kaldemorgen eine Aktienquote von ca. 20% leisten. Dr. Bruns sieht dabei aktuell attraktive Chancen in Aktien europäischer Unternehmen, die von dem Rückgang des Euros gegenüber dem US-Dollar sowie vom Rückgang des Ölpreises profitieren sollten. Dr. Bert Flossbach setzt bei der Selektion vor allem auf qualitativ gute Wachstumsunternehmen mit Preissetzungsmacht als attraktive Anlagemöglichkeit im Niedrigzinsumfeld. Aus seiner Sicht sehen die von den Unternehmen erzielten Renditen im Vergleich zu Anleihenrenditen unglaublich attraktiv aus und bieten noch fiel Luft für weitere Anstiege. Obwohl Peter E. Huber Aktien grundsätzlich auch als attraktive Anlagemöglichkeit ansieht, widersprach er Bert Flossbach hinsichtlich der Titelauswahl. Basierend auf seinem Contrarian-Ansatz sei das Ziel "nicht gute Aktien zu kaufen, sondern Aktien gut zu kaufen", da das Enttäuschungspotenzial bei bekannten und zum Teil hoch bewerteten Wachstumsunternehmen zu groß sei.

Zum Abschluss der interessanten Diskussionsrunde gab Klaus Kaldemorgen einen Einblick in seine aktuelle Einschätzung zur Entwicklung des Ölpreises. So geht er derzeit nicht von einem Anstieg des Ölpreises aus und sieht Europa als Profiteur des niedrigen Ölpreises. Für den US-Aktienmarkt glaubt er dagegen an einen negativen Einfluss aufgrund des gesunkenen Ölpreises in Form eines Rückgangs der Investitionsgüternachfrage in den USA. Aus diesem Grund ist Klaus Kaldemorgen in der relativen Betrachtung eher skeptisch für die Entwicklung des US-amerikanischen Aktienmarktes. Auf Unternehmensebene stellte Dr. Bruns heraus, dass Explorationsunternehmen und Zulieferer im Ölbereich am stärksten unter dem Preisverfall des Öls leiden. Der Preisverfall beim Öl ist dabei aus Sicht von Dr. Bruns kein Nachfrageproblem sondern vielmehr auf das gestiegene Angebot im Markt zurückzuführen.

"Die Ausführungen haben einige neue Aspekte aktueller Themen beleuchtet und einen Mehrwert für Berater und Anleger geliefert", fasst Moderator Eckhard Sauren die interessante und informative Diskussion zusammen.

Der SAUREN Fondsmanager-Gipfel kann als Aufzeichnung in voller Länge über die Internetseiten www.sauren.de abgerufen werden.
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