Justizminister Martens würdigt Arbeit der rechtlichen Betreuer

(lifePR) ( Dresden, )
Beim "Fachtag Betreuungsrecht" (I) hat Sachsens Justizminister Dr. Jürgen Martens die gute Zusammenarbeit von Betreuungsgerichten, Betreuungsbehörden, Betreuungsvereinen und rechtlichen Betreuern in Sachsen hervorgehoben und verdiente ehrenamtliche Betreuer, Berufsbetreuer sowie Vertreter der Betreuungsbehörden und -vereine geehrt.

Justizminister Dr. Jürgen Martens: "Der Fachtag Betreuungsrecht gibt mir die Möglichkeit, mich bei allen Akteuren der sächsischen Betreuungslandschaft für ihr Engagement zu bedanken. Im Zentrum des Betreuungsrechts(II) steht der Betreute. Nur durch effektives Zusammenwirken von Betreuungsgerichten, Betreuungsbehörden, Betreuungsvereinen und den rechtlichen Betreuern kann für ihn das nötige Hilfenetz gespannt werden. Wenn ich heute einzelne Personen besonders ehre, so geschieht dies auch stellvertretend für alle am sächsischen Betreuungswesen beteiligten Personen."

Der sächsische Justizminister lobte besonders den Einsatz der Betreuer: "Die Betreuer geben Menschen, die aufgrund von psychischen Krankheiten oder Behinderungen ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst besorgen können, Schutz und Fürsorge und helfen damit, dass niemand am Rande der Gesellschaft zurückbleibt. Hierfür gebührt ihnen meine Anerkennung sowie der Dank der ganzen Gesellschaft! Es ärgert mich, wenn in der Öffentlichkeit von Betreuern oft nur im Zusammenhang mit dem Fehlverhalten einiger weniger schwarzer Schafe geredet wird. Die überwältigende Mehrzahl der sächsischen Betreuer erfüllt ihre schwierigen Aufgaben zuverlässig, kompetent und engagiert."

(I) Der vom Kommunalen Sozialverband Sachsen ausgerichtete Fachtag hat am 8. April 2014 in den Räumen der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung in Meißen stattgefunden. Teilgenommen haben ehrenamtliche Betreuer, Berufsbetreuer sowie Mitarbeiter von Betreuungsbehörden, Betreuungsvereinen und Betreuungsgerichten.

(II) Am 1. Januar 1992 hat das Betreuungsgesetz das überkommene System der Vormundschaft und Entmündigung erwachsener Betroffener abgelöst. Es stellt die Selbstbestimmtheit des Betreuten in den Vordergrund. Bei der rechtlichen Betreuung geht es um die rechtliche Stellvertretung des Betroffenen etwa bei Vertragsabschlüssen oder bei der Einwilligung in medizinische Behandlungen, bei der Beantragung von Sozialleistungen oder der Vermögensverwaltung. Eine rechtliche Betreuung wird nur eingerichtet, wenn der Betroffene krankheitsbedingt nicht in der Lage ist, seine rechtlichen Angelegenheiten selbst zu besorgen. Vorrangig sind sozialrechtliche Hilfeleistungen in Anspruch zu nehmen. Ende 2013 waren an den sächsischen Betreuungsgerichten etwa 73.000 Betreuungsverfahren anhängig.

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