Mittwoch, 22. November 2017


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Klimaschutz? Selber machen!

ROBIN WOOD ruft zu Protesten beim Weltklimagipfel auf

Bremen, (lifePR) - ROBIN WOOD ruft dazu auf, sich an den vielfältigen Protesten anlässlich der Weltklimakonferenz zu beteiligen, die vom 6. bis 17. November 2017 in Bonn stattfindet. Die Umweltorganisation zählt u.a. zu den Unterstützern der Großdemonstration am 4. November in Bonn unter dem Motto: „Klima schützen – Kohle stoppen! Rote Linien gegen Kohle“. Es ist bereits das 23. Mal, dass sich die sogenannte Vertragsstaatenkonferenz der Vereinten Nationen – Conference of the Parties (COP23) – versammelt. Bis zu 20.000 Konferenz-TeilnehmerInnen werden dafür anreisen.

„Wir werden demonstrieren, um vor falschen Hoffnungen zu warnen und um einen grundlegenden Systemwandel einzufordern. Denn auch diese 23. Mammutkonferenz wird den Klimawandel nicht in den Griff bekommen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Die weltweiten CO2-Emissionen sind weiter gestiegen – trotz internationaler Konferenzen. Selbst reiche Industrieländer wie Deutschland, die besonders in der Verantwortung stehen, erfüllen nicht einmal ihre selbst gesteckten, wenig ehrgeizigen Klimaziele“, sagt ROBIN WOOD-Aktivistin Tamara Pohl.

Die diesjährige Konferenz steht unter der Präsidentschaft der Fidschi-Inseln, die von den Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen sind. Ausgerichtet wird die Konferenz jedoch von Deutschland – ausgerechnet im Kohleland NRW. Die Bundesrepublik – größtes Braunkohleförderland weltweit ­– hat bis heute keinen verbindlichen Zeitplan für den Kohleausstieg und wird aller Voraussicht nach ihr Klimaziel 2020 verfehlen.

Aus Sicht von ROBIN WOOD sind die bisherigen internationalen Klimaschutzbemühungen erfolglos, weil die Regierungen das Problem nicht an der Wurzel packen. Klimaschutz und Wirtschaftssysteme, die voll auf Wachstum setzen – das passt nicht zusammen. Dies ist schon in den 80ziger Jahren zutreffend analysiert und beschrieben worden, ohne allerdings Konsequenzen daraus zu ziehen. So ist es zum Beispiel viel zu kurz gedacht, den Antrieb von Autos zu ändern und einen neuen Markt für Elektro-Autos zu schaffen. Notwendig sind vielmehr neue Modelle kollektiver Mobilität für alle statt mehr Verkehr.

Klimaschutz ist dabei nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale Herausforderung: Es geht um Gerechtigkeit bei der Verteilung knapper Ressourcen und um gleichberechtigte Teilhabe von allen.

Das Pariser Klimaschutz-Abkommen von 2015 wird nicht für mehr Klimagerechtigkeit sorgen. Es wird auch nicht ausreichen, um das darin formulierte Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Das Abkommen enthält keine konkrete Jahreszahlen, wann welcher Staat die Emissionen wie stark reduziert haben muss. Auch Sanktionen gegen Länder, die zwar das Abkommen unterzeichnen, sich dann aber nicht um Klimaschutz bemühen, sind nicht vorgesehen. Auch auf nationaler Ebene fehlt es an Verbindlichkeit.

„Auf Klimaschutz-Maßnahmen von Regierungen zu warten und sich von vagen Versprechen einlullen zu lassen, hieße, kostbare Zeit zu verspielen“, sagt Pohl. „Notwendig ist Druck aus der Zivilgesellschaft. Wir setzen auf einen Klimaschutz von unten, der jetzt überall, wo das Klima ruiniert wird, Sand im Getriebe ist. Klimaschutz heißt: sich mit anderen zusammenschließen und selbst aktiv werden!“

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