Preisverleihung: Right Livelihood Award Preisträger erreichen echte Veränderungen für Millionen von Menschen

(lifePR) ( Stockholm, )
Die Preisträger des Right Livelihood Award 2017, bekannt als "Alternativer Nobelpreis", werden heute Abend bei der Preisverleihung in Stockholm geehrt. Yetnbersh Nigussie (Äthiopien), Colin Gonsalves (Indien), Robert Bilott (USA) und Khadija Ismayilova (Aserbaidschan) kämpfen für Gerechtigkeit für ganze Bevölkerungen. Frau Ismayilova wird aufgrund eines Reiseverbots der aserbaidschanischen Behörden nicht an den Feierlichkeiten in Stockholm teilnehmen können.

“Die Preisträger von 2017 kämpfen auf sehr konkrete und inspirierende Weise gegen die Ungerechtigkeit in der ganzen Welt”, so Ole von Uexkull, Executive Direktor des Right Livelihood Award. “Mit ihrem Mut und ihrer Kreativität überwinden sie alle Hindernisse, die von den Machthabern geschaffen wurden. Sie ermöglichen wirkliche Veränderungen und stärken Tausende und sogar Millionen von Menschen.”

Die 38. Right Livelihood Award-Preisverleihung findet heute Abend von 19.30 bis 20.00 Uhr im Vasa-Museum in Stockholm statt. Die Veranstaltung wird live auf rightlivelihoodaward.org übertragen. Medienvertreter, die an einem Live-Signal interessiert sind werden gebeten, sich an die Right Livelihood Award Stiftung zu wenden. Die Feier wird mit Abendessen und Dankesreden fortgesetzt.

Der Umweltanwalt Robert Bilott (USA) erhielt den diesjährigen Ehrenpreis für “ für die Aufdeckung einer über Jahrzehnte andauernden chemischen Umweltverschmutzung, das Erreichen von Entschädigung für deren Opfer und seinen Einsatz für eine effektivere Regulierung gefährlicher Chemikalien."
Bilott nutzte seine Auszeichnung, um die Bedeutung von gemeinschaftlichen Aktionen zu unterstreichen: "Ich hoffe, dass der Right Livelihood Award dazu beiträgt, Bewusstsein und Anerkennung zu schaffen für die dringende Notwendigkeit, noch mehr Schritte zum Schutz unseres Trinkwassers zu unternehmen und die Kraft der Anwohner und Gemeinden unterstützt, die diese Veränderungen ermöglichen - unabhängig von der Erfolgsaussicht."

Die äthiopische Behindertenrechtsaktivistin Yetnebersh Nigussie erhielt den Preis "für ihre inspirierende Arbeit, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu stärken und sich für deren Inklusion stark zu machen. Sie ermöglicht es Menschen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und verändert dabei die Denkweise in unserer Gesellschaft.
Nigussie machte auf die Schwierigkeiten aufmerksam, auf die Mädchen mit Behinderungen stoßen, um eine gute Ausbildung zu bekommen: "Ich finde, dass ich Glück hatte, zur Schule zu gehen, aber ich hoffe, dass künftige Generationen von Mädchen und Frauen mit Behinderungen das anders sehen. Es ist ihr Recht, eine Selbstverstänlichkeit, in die Schule zu gehen und das war es schon immer. Ich hoffe, Sie werden sich meinem Kampf für den Zugang zu guter und inklusiver Ausbildung anschließen.“
Der Menschenrechtsanwalt Colin Gonsalves (Indien) wurde von der Jury “für seine unermüdliche und innovative Anwendung von Gerichtsprozessen im öffentlichen Interesse über drei Jahrzehnte” ausgezeichnet, “um die grundlegenden Menschenrechte für die am stärksten marginalisierten und schutzbedürftigen Bürger Indiens zu sichern.”
Gonsalves, Gründer vom Human Rights Law Network, sagte: "Gerichtsverfahren, die das Gemeinwohl betreffen, haben enorme Fortschritte gemacht und können heute kollektive Rechte konsolidieren und - wie im Falle des Rechts auf Nahrung – handfeste Erleichterung für Millionen von Menschen unterhalb der Armutsgrenze schaffen. Dass wir heute den Right Livelihood Award erhalten gibt uns Mut weiter zu machen, egal wie groß die Herausforderungen sind.”

Die investigative Journalistin Khadija Ismayilova (Aserbaidschan) wurde ausgezeichnet „für ihren Mut und ihre Hartnäckigkeit, Korruption auf höchster Regierungsebene durch herausragenden investigativen Journalismus aufzudecken.”
Es ist das erste Mal, dass ein Right Livelihood Award an eine Preisträgerin aus Aserbaidschan geht. Aufgrund eines von den aserbaidschanischen Behörden verhängten Reiseverbots kann Ismayilova nicht nach Schweden reisen, um ihren Preis in Empfang zu nehmen. Stattdessen wird Ismayilova von dem aserbaidschanischen Journalisten Emin Milli bei der Preisverleihung vertreten. Am 30. November protestierten 56 Preisträger des Right Livelihood Awards aus der ganzen Welt in einem offenen Brief an den Außenminister des Landes gegen das Reiseverbot und die fehlende Meinungsfreiheit in Aserbaidschan. Der Brief wurde von Colin Gonsalves, Yetnebersh Nigussie und Robert Bilott an die aserbaidschanische Botschaft in Stockholm übergeben.
Ismayilova erklärte: "Ich bin nicht die einzige Journalistin in Aserbaidschan, die mit Reiseverboten und anderweitig belästigt wird, nur weil ich es wage, die Regierung zu kritisieren, wenn sie Geld stielt. Ich nehme den Preis im Namen aller Journalisten und Menschenrechtskämpfer meines Landes an, die trotz schwieriger Bedingungen weiterarbeiten."

Weitere Details zu den Preisträgern sowie hochauflösende Fotos und Videos finden Sie unter: www.rightlivelihoodaward2017.org

Preisverleihung
1. December 2017
Program von 18.00 - 22.00 Uhr
Preisübergabe 19.30 - 20.00 Uhr
Livestream: www.rightlivelihoodaward.org
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