Donnerstag, 21. September 2017


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Wasser wird teurer durch Nitrat? - RLV warnt vor Populismus

Bonn, (lifePR) - Vielfach wird in dieser Woche erneut behauptet, dass die Trinkwasseraufbereitung durch die Nitratbelastung teurer werden könnte. Hier hilft ein einfacher Faktencheck, um solche Populisten zu entlarven, meint der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV).

Im Umweltbericht NRW aus dem Jahr 2016 heißt es: „Der Grenzwert für Trinkwasser ist mit 50 Milligramm pro Liter identisch mit dem Schwellenwert für den „guten Zustand“ entsprechend der Grundwasserverordnung. Im Jahr 2015 überschritten knapp 14 % der gut 100 über das Land verteilten Grundwassermessstellen diesen Wert (30 % verzeichneten Werte über 25 Milligramm pro Liter). Der Trend zu geringeren Nitratkonzentrationen ist aber statistisch signifikant.“ (vgl. S. 100, Umweltbericht NRW 2016)

Der Antwort auf die Große Anfrage der beiden Regierungsparteien in NRW (SPD und Grüne) aus dem Jahr 2014 ist zu entnehmen, wie es um den Mineraldüngereinsatz in NRW steht: So wurden 1989/90 noch 272 748 t Stickstoff aus Mineraldünger eingesetzt. Im Jahr 2012/13 waren es nur noch 148 327 t Stickstoff (vgl. Landtagsdrucksache NRW 16/7576 S.13-14), also nur rund 54 % des Ausgangswertes. Auf der gleichen Seite ist zu lesen, dass der Stickstoffanfall aus Wirtschaftsdünger ebenso rückläufig ist. „Diese Zahlen darf keiner ignorieren!“, hebt der RLV hervor.

Die Bundesregierung hat im Übrigen den vom Umweltbundesamt (UBA) prognostizierten Anstieg der Wasserpreise infolge einer hohen Nitratbelastung im Grundwasser relativiert. Die Umsetzung der beschlossenen Verschärfungen des Düngerechts werde nicht zuletzt in problematischen Gebieten zu einer Reduzierung der Nitratbelastung führen, heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, die im Juli veröffentlicht wurde. Zusätzliche preiserhöhende Aufbereitungsmaßnahmen würden „in der Regel nicht erforderlich“, so die Bundesregierung in der Antwort.

Die rheinischen Bauern setzen sich mit verschiedenen Maßnahmen für den Umwelt-, Boden-, Klima- und Tierschutz ein. So legen sie beispielsweise Blühstreifen an und pflanzen Zwischenfrüchte. Mit neuester Technik werden Pflanzenschutz- und Düngemittel in so geringen Dosen wie möglich und höchst präzise ausgebracht. Auch auf dem bewirtschafteten Acker werden die Arten der Offenlandschaft geschützt, etwa durch kooperative Naturschutzmaßnahmen, produktionsintegrierte Kompensation und vieles mehr. In Wasserschutzkooperationen setzen sich die rheinischen Bauern dafür ein, dass die Nitratwerte gesenkt werden.

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