Mittwoch, 17. Januar 2018


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Keine Bergwelt auf der Sophienhöhe zu Lasten der Landwirtschaft

Die Kreisbauernschaft Düren befürchtet hohe Flächenverluste

Bonn, (lifePR) - Neue Pläne für die Sophienhöhe beunruhigen die Bauern der Kreisbauernschaft Düren. Überlegt wird, dort ein Freizeitangebot in Form einer „Bergwelt Sophienhöhe“ einzurichten. Kölner Planer haben jetzt im Kreis Düren in den betroffenen Kommunen Titz und Niederzier eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, die eine „Bergwelt Sophienhöhe“ zukünftig für realistisch hält. Für das Projekt sollten zunächst „nur“ 23 ha der auf dem noch nicht rekultivierten Teil der Sophienhöhe verwendet werden.

Inzwischen wird dieser „verschwindend geringe Eingriff in die Natur“ jedoch immer größer. Es wird bereits über eine Erweiterung der Planung auf bis zu 63,4 ha in den nächsten 20 bis 30 Jahren nachgedacht. „Grundsätzlich sperrt sich der Berufsstand nicht gegen zusätzliche und attraktive Freizeitangebote auf der Sophienhöhe“, macht Erich Gussen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Düren, deutlich und fordert: „Das Vorhaben darf allerdings nicht zu Lasten landwirtschaftlicher Nutzflächen gehen.“

Der Kreisvorsitzende befürchtet, dass im unmittelbaren Tagebauumfeld nicht nur für Wege und Parkplätze größere Flächen benötigt werden, sondern auch für ökologische Ausgleichsmaßnahmen, die nach Angaben der Planer großzügig ausfallen sollen. „Wir Landwirte befürchten einen weiteren nicht unerheblichen Flächenverlust im Tagebauumfeld“, so der Vertreter der Landwirte im Kreis. In einem Schreiben an den Tagebaubetreiber RWE Power appellierte Gussen, die Pläne nicht vorschnell zu unterstützen und damit weitere landwirtschaftliche Nutzflächen zu gefährden. Der Anteil der landwirtschaftlich zu rekultivierenden Flächen im Abbaufeld dürfe nicht verringert werden. „Der Landwirtschaft im ländlichen Raum muss trotz aller gebotenen Entwicklungsmaßnahmen weiterhin die Erfüllung ihres gesellschaftlichen Zweckes ermöglicht werden: Die Produktion hochwertigster Nahrungsmittel und zukünftig auch die Sicherstellung der Energieversorgung“, unterstrich Gussen in seinem Schreiben an RWE Power. „Für RWE Power, aber auch die betroffenen Kommunen sollte es daher vorrangigste Aufgabe und geradezu Pflicht sein, den Erhalt dieser landwirtschaftlichen Nutzflächen bei allen bestehenden Planungen nicht aus den Augen zu verlieren.

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