Freitag, 20. Oktober 2017


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Dialog: Ja! - Diffamierung: Nein! - RLV fordert sachliche Auseinandersetzung

Mit 1,6 Mio. € finanziert das Bundesministerium für Umwelt und Bau (BMUB) aus Steuermitteln eine Plakatkampagne mit "Bauernregeln", die sich mit pauschaler und undifferenzierter Kritik gegen die Landwirtschaft wendet

Bonn, (lifePR) - „Das ist einfach unfassbar“, so Erich Gussen, Vizepräsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), anlässlich einer Demonstration rheinischer Bauern heute vor dem Wahlkreisbüro von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Kleve. Damit machen sich die Landwirte Luft, die sich durch die Kampagne der Ministerin an den Pranger gestellt sehen.

„Wir stehen für einen konstruktiven und faktenbasierten Dialog bereit“, stellt Gussen klar. „Auch wenn Frau Hendricks meint, dass sie in vermeintlich witziger Weise die Menschen anspricht, hier ist scheinbar der feinsinnige rheinische Humor im preußischen Berlin verlorengegangen“, kritisiert der RLV-Vizepräsident. Die auf Plakatwänden in 70 großen Städten, mit Postkarten und auf den Internetseiten des Umweltministeriums veröffentlichten Sprüche vermittelten einseitige Positionen gespickt mit Kampfbegriffen wie Massentierhaltung und Ackergift. „Wir setzen Pflanzenschutzmittel ein und kein Ackergift. Mir ist neu, dass das Bundesumweltministerium jemals eine Stellungnahme zu einem Ackergiftgesetz abgegeben hat“, bekräftigt Gussen seine Wahrnehmung, dass bei der Kampagne nicht die Sachinformationen und der Dialog im Vordergrund stehen, sondern wohl kalkuliert der Populismus bedient wird.

In einer Resolution bekräftigen die Landwirte, dass die von Ihnen erbrachten Leistungen für Gewässer, Natur, Klima und Tierschutz nicht ausreichend gewürdigt würden. Die rheinischen Bauern fordern einen fairen Diskurs um die weitere Entwicklung des Tier- und Umweltschutzes, bei dem ihnen eine nachhaltige ökonomische Perspektive aufgezeigt wird. Einzig ordnungsrechtliche Vorgaben zu fordern und vermeintliche Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik anzumahnen, wie dies aus dem Hause Hendricks kommt, reichten nicht aus und gefährdeten den Fortbestand einer bäuerlich getragenen rheinischen Landwirtschaft, heißt es in der Resolution.

Zudem sei gerade die Umweltpolitik gefordert, endlich Farbe zu bekennen und zu benennen: Was will sie eigentlich? „Will sie mehr Tierschutz mit Auslauf, muss sie ihre Pläne zur Luftreinhaltung zurücknehmen. Will sie Tiere auf der Weide, muss sie die Wolfstrategie aufgeben. Will sie mehr Bodenschutz, muss sie ihre Pflanzenschutzstrategie überdenken“, sieht der RLV-Vizepräsident die Ministerin in Zugzwang und fordert: „Stoppen Sie diese Kampagne und setzen Sie sich mit uns an den Tisch!“

Rheinischer Landwirtschafts-Verband e.V.


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