Samstag, 21. April 2018


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Achtung: Gefälschtes Schreiben fordert Beitragsrückzahlung!

RLV: Landwirte, die solche Schreiben erhalten, werden dringend aufgefordert, keine Zahlungen zu leisten!

Bonn, (lifePR) - Bauern in ganz Deutschland haben ein gefälschtes Schreiben erhalten, das angeblich im Namen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) verschickt wurde. In dem Schreiben vom 27. Dezember 2010 werden Landwirte aufgefordert, innerhalb von 14 Tagen Beiträge zu einem Klimawandel-Entschädigungsfonds zu zahlen, dessen Beitrag sich nach der Höhe der jeweils gewährten EU-Förderung bemessen soll. Alle Landwirte, die solche Schreiben erhalten, werden dringend aufgefordert, keine Zahlungen zu leisten! Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin.

Auf Nachfrage des RLV hat die BLE ausdrücklich versichert, dass sie für diese vermeintliche Beitragsforderung nicht verantwortlich ist. Mehr noch, nach Bekanntwerden dieses Betrugsversuches hat sie Strafanzeige erstattet und die ihr bislang bekannt gewordenen Bankverbindungen bei der Postbank, Deutschen Bank und Commerzbank sofort sperren lassen. Der RLV rät allen Landwirten: "Zahlen Sie daher keinen Beitrag an einen vorgeblichen Klimawandel-Entschädigungsfonds!"

Dieser dreiste Betrugsversuch bestätigt den Deutschen Bauernverband (DBV) und seine Landesbauernverbände in ihrer unermüdlichen Kritik an eine völlig überzogene Transparenz von Betriebsdaten, die erst durch den Europäischen Gerichtshof kürzlich gestoppt werden konnte. Die Berufsverbände hatten massiv mit großer Besorgnis darauf hingewiesen, dass eine Veröffentlichung von Prämienzahlungen mit den persönlichen Angaben des jeweiligen Betriebes - dazu auch noch per Internet und jedermann zugänglich - nicht nur Begehrlichkeiten und Erwartungen Dritter erzeugten, sondern vor allem auch missbraucht werden kann. Genau dies ist jetzt eingetreten! In dem gefälschten Schreiben konnten daher die individuellen Betriebsprämien exakt angegeben werden. Wer dem Missbrauch von persönlichen und betrieblichen Daten bis hin zu Straftaten nicht Tür und Tor öffnen will, sollte sich nicht dazu verleiten lassen, jedermann darauf unkontrolliert Zugriff zu geben, stellt der RLV abschließend fest.

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