Dienstag, 24. April 2018


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Regionalverband würdigt Reinhard Baumeister zum 100. Todestag mit 100 Seiten

Karlsruhe, (lifePR) - Heute (11.12.17) vor 100 Jahren starb Reinhard Baumeister. Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein nahm das zum Anlass, ein Buch über sein Wirken herauszugeben. „Reinhard Baumeister gilt als geistiger Vater des wissenschaftlichen Städtebaus. Als langjähriger Hochschulprofessor in Karlsruhe hat er nicht nur die damalige Fachwelt in Denken und Handeln geprägt, sondern auch Spuren bis in die Gegenwart gezeichnet“, erklärte Gerd Hager bei der heutigen Vorstellung des Buches in der Karlsruher Baumeisterstraße, am Geschäftssitz des Regionalverbandes. Als ein bekanntes Beispiel nannte der Verbandsdirektor die Bahnstrecke durch das Murgtal. “Es gilt auch heute noch als beeindruckende Ingenieurleistung, die Respekt abnötigt, eines der engsten und malerischsten Seitentäler des Rheins für den öffentlichen Schienenverkehr zu erschließen“, zitierte er den anwesenden Autor des Werkes, Ulrich Maximilian Schumann. Der habilitierte Kunst- und Architekturhistoriker spannte zunächst den geografischen Bogen über die Region hinaus und skizzierte umfangreiche Stadtplanungen von Baumeister in Mannheim, Heidelberg und Heilbronn. Für die Region nannte er ferner den Entfestigungs- und Entwicklungsplan für Rastatt aus dem Jahr 1894. In Karlsruhe selbst habe Baumeister die Verlagerung des Hauptbahnhofes in der Nähe des Badischen Staatstheaters an seinen heutigen Standort fachlich begleitet, wie auch die Planung der Südweststadt, des Vincentiuskrankenhauses sowie des Diakonissenhauses. Auch die Bauordnung der Stadt Karlsruhe trug seine Handschrift.

Mit der rund 100-seitigen „Hommage an Reinhard Baumeister - Pionier der modernen Stadtplanung“, so der offizielle Buchtitel, habe der Regionalverband nach eigenen Angaben sein Reinhard-Baumeister-Portfolio erweitert. Die Wahl für den Namenspatron, der inzwischen mehrere Produkte verbindet, lag laut Hager im wahrsten Sinn des Wortes nahe. Denn die Geschäftsstelle befinde sich seit bald 30 Jahren in der Karlsruher Baumeisterstraße. So gebe es inzwischen eine entsprechende Verdienstmedaille, eine Schriftenreihe und einen akademischen Nachwuchspreis. Mit dem mit 2000 Euro dotierten Reinhard-Baumeister-Preis zeichnet der Regionalverband diese Woche (13.12) wieder Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern aus.

"Seit 1912 heißt eine Straße im Berliner Stadtteil Schöneberg so, (...), seit demselben Jahr die alte Bahnhofstraße Karlsruhes. In unmittelbarer Nähe von Bahnhöfen finden sich Baumeisterstraßen im Hamburger Stadtteil St. Georg, in Rastatt und Rheinstetten. Dieser Hinweis zeigt auf eine Person: Reinhard Baumeister. Denn genau hier liegt dessen hauptsächliches Verdienst, sein Beitrag zu unserer modernen Welt: das Leben der Menschen in der Stadt wie auf dem Land zu verbessern und beide Sphären einander näher zu bringen. Entscheidende Impulse verlieh er der modernen Stadtplanung ebenso wie dem neuesten öffentlichen Verkehrsmittel, der Eisenbahn. Hierzu hat er mehr und Bleibenderes beigetragen als andere, berühmtere Namen."

Auszug: "Hommage an Reinhard Baumeister. Pionier der modernen Stadtplanung", 96 Seiten, Triglyph Verlag

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