Regionalverband verleiht erstmals Reinhard-Baumeister-Preis

(lifePR) ( Karlsruhe, )
Am Freitag (29.11.) hat der Regionalverband im Rahmen seiner Festveranstaltung zum 40-jährigen Bestehen erstmals den Reinhard-Baumeister-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurden Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern zum Thema "Flächen sparen".

Erster Preisträger des Reinhard-Baumeister-Preises 2013 ist Bernd Droste von der Technischen Universität Dortmund mit seiner Arbeit "Entwicklung einer GISgestützten Methode zur Bewertung der Infrastrukturversorgung bei der Ausweisung von allgemeinen Siedlungsbereichen in der Planungsregion Düsseldorf". Die Jury lobte seine Arbeit als innovativen Vorschlag für einen rationalen Entscheidungsprozess bei der Auswahl von neuen Siedlungsflächen in der Regionalplanung, und das Ganze im Dialog mit den Kommunen. Der Autor verbinde die Themen Siedlungsentwicklung und Infrastrukturversorgung mit einem wissenschaftlich fundierten, laut Jury originell umgesetzten und gut in den täglichen Gebrauch der Träger der Regionalplanung integrierbaren Ansatz.

Der zweite Preis ging an Kirsten Janson für ihre Arbeit "Kosten-Nutzen-Prüfungen zur Steuerung der Wohnbauflächenentwicklung?", die an der Technischen Universität Kaiserslautern entstanden ist. Die Jury beeindruckte an der Arbeit vor allem die fundierte Bestimmung des besten planerischen Interventionspunktes für den Einsatz ökonomischer Instrumente. Hierbei zeichnen sich die Überlegungen der Autorin dadurch aus, dass sie einerseits die Notwendigkeiten und Möglichkeiten des planerischen Alltags im Blick behält, andererseits aber auch die verfassungsrechtlichen Grenzen des Einsatzes wirtschaftswissenschaftlicher Instrumente bei der Bauleitplanung.

Eine Anerkennung erhielt Dmytro Udodenko für seine Studie "Monitoring Flächenverbrauch: planerisch ungesteuerter Zuwachs im Außenbereich". Die Projektarbeit hat der Student der Regionalwissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in den Jahren 2012 und 2013 erstellt. Die aufwändige Recherche von Herrn Udodenko liefert nach Ansicht der Juroren quantitative Anhaltspunkte für die Abschätzung des schleichenden Zersiedlungsprozesses im Außenbereich. Sie ergänze damit die Vielzahl von Studien zur Flächeninanspruchnahme, die meist nur die förmlichen Planungsabläufe einbeziehen, um einen Blick auf die ungesteuerte Zersiedlung des Außenbereichs, "die kleine Münze" des Flächenverbrauchs.

Reinhard Baumeister, 1833 in Hamburg geboren, war langjähriger Professor für Ingenieurswissenschaft und Städtebau am damaligen Polytechnikum Karlsruhe. Baumeister gilt als Gründer des wissenschaftlichen Städtebaus in Deutschland. Einen Grundstein bildete damals seine Publikation "Stadterweiterung in technischer, baupolizeilicher und wirtschaftlicher Beziehung" aus dem Jahr 1876. Noch zu Lebzeiten wurde eine Straße in Karlsruhe nach ihm benannt. In der Baumeisterstraße hat der Regionalverband Mittlerer Oberrhein heute seine Geschäftsstelle. Er verleiht den Reinhard- Baumeister-Preis künftig in zweijährigem Rhythmus.
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