Auch 2011 erfolgreich für den unterfränkischen Naturschutz

(lifePR) ( Würzburg, )
Auf ein erfolgreiches Jahr 2011 mit ungewöhnlichen Projekten kann die Regierung von Un-terfranken als höhere Naturschutzbehörde zurückblicken. Das teilte der Sachgebietsleiter der Höheren Naturschutzbehörde, Jörg Steinhoff, jetzt mit. "Bereits im Frühjahr wurde die Sanierung von Weinbergsmauern im Naturschutzgebiet "Grainberg-Kalbenstein und Saupurzel" sehr erfolgreich abgeschlossen", so Steinhoff. Die Sanierung der Mauern in den extremen Steillagen forderte der Baufirma besondere Fähigkeiten ab. Maschinen konnten fast gar nicht zum Einsatz kommen und die Mauern mussten standsicher sein, obwohl im Interesse der Ökologie und des historischen Landschaftsbildes kein Mörtel verwendet werden durfte. "Wir haben drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Winzer erhalten bewirtschaftbare Flächen zurück, vielen bedrohten Arten wurde neuer Lebensraum geschaffen und das Landschaftsbild profitiert ebenfalls", freute sich Steinhoff. Insgesamt 300.000 € aus dem Konjunkturpaket II standen zur Finanzierung zur Verfügung. Letztendlich wurde der Kostenrahmen sogar unterschritten.

Auf Anregung der Regierung von Unterfranken wurde eine Grünbrücke über die Autobahn A7 im Neuwirtshauser Forst gebaut, die ebenfalls aus dem Konjunkturpaket II gefördert wurde. 5,5 Millionen Euro hat die Baumaßnahme gekostet und inzwischen nutzen zahlreiche Tiere bereits die Möglichkeit, die Autobahn schadlos zu überqueren. Auch das ist wichtig für den Erhalt der Arten, denn durch die Autobahn waren Lebensräume isoliert und ein genetischer Austausch und die Wiederbesiedlung von Lebensräumen unterbrochen.

Aber auch das "normale" Geschäft ging weiter, etwa mit dem Start der Pflegemaßnahmen für das neue Naturschutzgebiet "Ehemaliger Standortübungsplatz Aschaffenburg und Alten-bachgrund" in der Stadt Aschaffenburg, wo bereits Ende 2010 weitere fast 300 ha ökologisch wertvoller Flächen unter Schutz gestellt werden konnten.

Neben den Unteren Naturschutzbehörden und Naturschutzverbänden unterstützen inzwi-schen vier Gebietsbetreuer die Arbeit der Naturschutzbehörden und Landschaftspflegever-bänden, gefördert vom Naturschutzfonds mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds.

Torsten Kirchner (Wildlandstiftung Bayern, Oberelsbach) kümmert sich in der Rhön um den Erhalt der letzten außeralpinen Birkwildpopulation in Süddeutschland. Arten der Mainfränki-schen Agrarlandschaft, wie die Wiesenweihe oder der Feldhamster, sind das Aufgabenfeld von Marc Sitkewitz (Landesbund für Vogelschutz, Veitshöchheim). Christiane Brandts (Landschaftspflegeverband Würzburg e.V., Würzburg) Aufgabenfeld sind die extremen Standorte des fränkischen Muschelkalkgebietes. Seit 2011 neu im Bunde der unterfränki-schen Gebietsbetreuer ist Christian Salomon (Naturpark Spessart, Gemünden am Main). Er kümmert sich um die Grünländer des Spessarts.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Jahres 2011 lag im Landkreis Kitzingen: Mit dem neu initiierten LIFE-Projekt (Naturschutzförderprojekt der EU) "Wälder und Waldwiesentäler am Steigerwaldrand bei Iphofen" sollen eben diese bedrohten Landschaften gesichert werden. Für die insgesamt 3.142 ha steht ein Budget von 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Das LIFE-Projekt ist das fünfte seiner Art in Unterfranken. Damit steht der Regierungsbezirk bay-ernweit an der Spitze.

Ebenso an der Spitze steht der Landkreis Rhön-Grabfeld mit den Vereinbarungen im Ver-tragsnaturschutz (VNP). Über zwei Millionen Euro auf über 5.000 ha wurden hier investiert - das schafft sonst kein Landkreis in Bayern. Insgesamt wurde das VNP in Unterfranken auf 9.651 ha abgeschlossen. Die Bewirtschafter erhielten Prämien in Höhe von 4.173.460 €. Hinzu kommen noch etwa 2,2 Millionen Euro, die für Landschaftspflegemaßnahmen aufge-wendet wurden. "Auch in diesem Jahr hat wieder so manch ein Landwirt sein Einkommen zu einem nicht geringen Teil aus dem Naturschutz erzielt und somit wichtige Dienste im Interes-se unserer unterfränkischen Heimat geleistet", sagte Steinhoff.

Weitere Informationen zum Thema Naturschutz in Bayern finden Interessierte im Internet auf den Seiten des Bayerischen Ministeriums für Umwelt und Gesundheit unter www.stmug.bayern.de/indes.htm und auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt unter www.lfu.bayern.de. Zum Thema "Gebietsbetreuer" gibt es weitere Informatio-nen unter www.stmug.bayern.de/umwelt/naturschutz/baynetznatur/gebietsbetreuer.htm.
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