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Pressemitteilung BoxID: 511386 (Regierung von Mittelfranken)
  • Regierung von Mittelfranken
  • Promenade 27
  • 91522 Ansbach
  • https://www.regierung.mittelfranken.bayern.de
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Raumordnungsverfahren für Sandabbau in Bechhofen und Ehingen (Landkreis Ansbach)

(lifePR) (Ansbach, ) Die Firmen Herz Sandwerke GmbH, Feuchtwangen, und Georg Müller GmbH, Wilburgstetten, planen im Süden der Marktgemeinde Bechhofen und im Norden der Gemeinde Ehingen (Landkreis Ansbach) Sand abzubauen. Die Regierung von Mittelfranken hat deswegen ein Raumordnungsverfahren eingeleitet. Von dem Projekt betroffene Kommunen, Behörden, Verbände und Bürger können bis zum 28.November 2014 gegenüber der Regierung von Mittelfranken Stellung nehmen. Die Projektunterlagen werden in den beiden Gemeinden ausgelegt, können aber auch auf der Internetseite der Regierung von Mittelfranken unter "Weitere aktuelle Themen", Rubrik "Unterlagen aktueller Raumordnungsverfahren" abgerufen werden.

Das Vorhabengebiet umfasst ca. 36,6 ha, wovon auf ca. 24 ha ein Sandabbau als Nassabbau stattfinden soll, und liegt in dem als "Heide" bekannten Waldgebiet zwischen Friedrichsthal, Königshofen und der Staatsstraße Dennenlohe-Großenried (St 2221). Die "Heide" stellt ein Plateau mit anstehendem Mittleren Burgsandstein dar, in das sich mehrere Täler eingeschnitten haben. Niederschlagswasser im Plangebiet fließt nach Nordwesten in Richtung Mühlgraben ab. Die Lagerstätte wurde durch Bohrungen erkundet, welche eine durchschnittliche Sandmächtigkeit von 7,5 m erbrachten. Die vorgesehenen Abbaubereiche haben einen verwertbaren Sandvorrat von zusammen etwa 1,1 Mio. m³, der durch Aufbereitung vor Ort aus einer Abbaumenge von ca. 1,7 Mio. m³ gewonnen werden kann. Der Zeitraum für den Abbau wird mit 16 bzw. 20 Jahren erwartet. Jede der beiden Firmen rechnet für die tägliche Abfuhr mit etwa 10-12 Lkw-Fahrten im Jahresmittel. Der Lieferverkehr wird im Mittel etwa zu gleichen Teilen in den Raum Ansbach und den Raum Feuchtwangen abfließen. Das Raumordnungsverfahren beinhaltet insbesondere auch die Prüfung mehrerer Zu- und Abfahrtsvarianten.

Im Raumordnungsverfahren geht es darum festzustellen, wie sich das geplante Vorhaben auf die für die Raumordnung wichtigen Aspekte, wie z.B. Natur und Landschaft, Erholung, Emissions- und Immissionsschutz, Wasserwirtschaft, Verkehr sowie den Tourismus auswirkt. Dazu hört die Regierung als höhere Landesplanungsbehörde Fachbehörden, Kommunen und die betroffenen Verbände an. Außerdem werden die Unterlagen vom Markt Bechhofen und der Gemeinde Ehingen nach vorheriger ortsüblicher Bekanntmachung ausgelegt um den Bürgern die Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben. Anhand der eingegangenen Stellungnahmen prüft die Regierung dann, ob und unter welchen Maßgaben das Projekt mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar ist und wie es mit Vorhaben öffentlicher oder sonstiger Planungsträger abgestimmt werden kann. Die Regierung wägt die einzelnen Belange gegeneinander ab und schließt das Raumordnungsverfahren mit der so genannten "landesplanerischen Beurteilung" ab. Dieser landesplanerischen Beurteilung kommt für sich alleine keine unmittelbare Rechtswirkung im Hinblick auf die Zulässigkeit des Vorhabens zu. Ihr Ergebnis fließt jedoch in nachfolgende Genehmigungsverfahren (Planfeststellungsverfahren, Baugenehmigungsverfahren) ein.