Postkarten-Schweiz braucht Hilfe

Strategie Biodiversität

(lifePR) ( Basel, )
Endlich ist sie da: Die von Naturschutzorganisationen seit Jahren geforderte Strategie des Bundes zur Biodiversität. Pro Natura unterstützt den vorliegenden Vernehmlassungsentwurf. Damit die Strategie zum Schutz unserer Lebensgrundlagen auch Wirkung zeigen kann, müssen entscheidende Punkte aber noch angegangen werden. Insbesondere soll auch die Wirtschaftspolitik in den Schutz der Biodiversität stärker eingebunden werden.

Mit sagenhafter Bergidylle und perfekten Wanderzielen wirbt die Schweiz in Hochglanzbroschüren um Feriengäste. Dass diese Postkarten-Schweiz gefährdet ist, zeigen die Zahlen aber immer deutlicher: Immer mehr Vogelarten verstummen, Pflanzenarten verschwinden, Landschaften werden verschandelt. Die Schweiz muss ihre Ökosysteme, deren Leistungen sowie die Tier- und Pflanzenarten und ihre genetische Vielfalt erhalten. Denn mit dem Erhalt der Biodiversität sichert sich die Schweiz nebst faszinierender Natur auch ihren touristischen Wettbewerbsvorteil. Dieses Ziel liegt jedoch noch in weiter Ferne. Pro Natura ist deshalb erleichtert, dass sich in der Biodiversitätspolitik nun etwas bewegt. Die vorliegende Strategie ist ein wichtiger erster Schritt zu einem wirkungsvollen Schutz der Biodiversität. Doch der Vorlage des Bundesrates fehlt es noch an messbaren Zielen, konkreten Massnahmen und an den dafür notwendigen Mitteln.

Schädliche Anreize vermeiden
Verbesserungspotenzial sieht Pro Natura beim Einbezug aller Sektoren der Gesellschaft in den Schutz der Biodiversität. Besonders die Wirtschaft und der Finanzsektor, der Tourismus, die Regionalpolitik, die Raumplanung und die Entwicklungszusammenarbeit können über den klassischen Naturschutz hinaus zum Schutz unserer Lebensgrundlagen entscheidend beitragen. So wirkt sich beispielsweise eine flächensparende Raumplanung direkt positiv auf die Biodiversität aus. Pro Natura schlägt vor, in Zukunft Gesetzesvorlagen systematisch hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Biodiversität zu prüfen. So können für die Biodiversität schädliche Anreize oder Subventionen vermieden und positive Anreize gesetzt werden.

Schutzgebiete: Mehr als eine Prozentzahl
Zum Schutz der Biodiversität gehört auch, dass die Schweiz 17% der Landesfläche zur Förderung der Biodiversität langfristig schützt. Doch die Schweiz braucht mehr als eine Prozentzahl: Die Vernetzung der geschützten Flächen untereinander ist das Ziel. So können Arten wandern, sich ausbreiten und genetisch austauschen und langfristig gefördert werden. Neben den bekannten Schutzgebieten (z.B. Nationalpärke, Moore) müssen auch die Landwirtschaft, das Siedlungsgebiet und der Wald mit Biodiversitätsförderflächen zu diesem Ziel beitragen. Pro Natura sichert als private Organisation selber über 600 Naturschutzgebiete in der Schweiz mit einer Gesamtfläche von 600 km2.
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