Dienstag, 30. Mai 2017


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Kopenhagen 2009: Menschenflut für mehr Klimagerechtigkeit

(lifePR) (Basel, ) Tausende werden mit Friends of the Earth International (FoEI) am Samstag, 12. Dezember 2009, als menschliche Flut («Flood for Climate Justice») durch Kopenhagen «schwappen». Mit dieser friedlichen Demonstration kämpft das weltweit grösste Netz von Umwelt- und Naturschutzorganisationen in Kopenhagen für mehr Klimagerechtigkeit und den Erhalt der Regenwälder als Klimapuffer. Pro Natura als Schweizer Mitglied von FoEI wird sich vor Ort an der Aktion beteiligen .

Blau gekleidet symbolisieren am Samstag, 12. Dezember 2009, Tausende von Friends of the Earth International-Aktivisten aus der ganzen Welt eine Wasserflut, die durch Kopenhagen schwappt. Damit drängen die Mitglieder des weltweit grössten Netzes von Umwelt- und Naturschutzorganisationen die Entscheidträger in Kopenhagen zum Handeln. Pro Natura - Schweizer Mitglied von FoEI - fordert endlich verbindliche CO2-Reduktion von 40% bis 2020, damit die Erderwärmung und deren Folgen für uns alle vermieden werden können. Für FoEI und Pro Natura steht in Kopenhagen aber auch die Klimagerechtigkeit im Vordergrund: Industrieländer müssen ihre Treibhausgasemissionen am stärksten vermindern. Entwicklungsländer brauchen Finanzhilfe, um ihre wirtschaftliche Entwicklung klimafreundlich zu vollziehen. Das bedeutet, dass Industrieländer ihre CO2-Schuld nicht alleine durch Emissionshandel begleichen können.

Regenwälder verschonen - sie schonen das Klima

Pro Natura setzt sich in Kopenhagen auch für den Schutz der Regenwälder ein. Hier wird voraussichtlich der neue Mechanismus REDD1 beschlossen. Wenn er richtig gestaltet wird, kann er drei Probleme auf einmal angehen. Besonders wichtig: Das REDD-Programm muss dem Erhalt von Urwäldern vor anderen waldbezogenen Massnahmen Vorrang geben, zusätzlich zu den notwendigen Einsparungen im Industriebereich beschlossen werden und darf keinesfalls in einen Emissionshandel eingebunden sein. Andernfalls droht eine zusätzliche Abholzung der Wälder und deren Ersatz durch Plantagen.

Dreifacher Gewinn durch den Schutz der Regenwälder:

- Durch den Schutz der Urwälder werden 15 bis 20 Prozent der globalen CO2-Emissionen eingespart und der kühlende Effekt der Wälder auf das Weltklima wird erhalten.
- Der Schutz der Regenwälder schützt auch die von den Wäldern lebende Bevölkerung. Pro Natura fordert die volle Anerkennung der Rechte dieser Menschen durch das REDDProgramm.
- Durch den Schutz der Regenwälder werden die weltweit artenreichsten Lebensräume für die Zukunft erhalten.

1 Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation/Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern

Friends of the Earth International (FoEI) - das ist der weltweit grösste Zusammenschluss von heute 77 nationalen Umwelt- und Naturschutzorganisationen und rund 5'000 lokalen Organisationen. Derzeit vereinigt Friends of the Earth International zwei Millionen individuellen Mitglieder. Als internationales Netzwerk setzt sich FoEI für die drängenden Umwelt- und globalen Sozialprobleme ein. Pro Natura ist das Schweizer Mitglied und war bis ins Jahr 2006 Mitglied Executive Committee. Mit ihrem Einsatz im internationalen Netzwerk FoEI macht Pro Natura deutlich, dass Naturschutz weltumspannend und untrennbar mit wirtschaftlichen und sozialen Fragen verknüpft ist. Für weitere Informationen: www.foei.org

Internet:

www.foei.org
www.copenhagenflood.org
www.pronatura.ch/internationale-politik

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