Mittwoch, 22. Februar 2017


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Übernahme Tengelmann durch EDEKA: Private Brauereien begrüßen Ablehnung der Monopolkommission

(lifePR) (München, ) Die Monopolkommission der Bundesregierung hat die geplante Übernahme der 451 Tengelmann-Supermärkte durch EDEKA abgelehnt. Damit steht nach dem Veto des Bundeskartellamtes auch das zweite wichtige Gremium gegen die Fusion, die endgültige Entscheidung durch Wirtschaftsminister Gabriel wird Anfang September erwartet. Die Privaten Brauereien begrüßen diese Ablehnung.

Bereits heute haben die 4 Großen des Lebensmitteleinzelhandels mehr als 80 % Marktanteil. Damit dominieren einzelne Konzerne des Lebensmittelhandels auch den Einkauf und diktieren gerade bei mittelständischen Lebensmittelherstellern, wie eben den Privatbrauereien, die Einkaufspreise und Einkaufsbedingungen. Ein Beispiel für diese Einkaufsbedingungen ist die Forderung komplex, internationale Zertifizierungen einzuführen, die ursprünglich für Großunternehmen entwickelt wurden, aber für Kleinbetriebe mit 10-20 Mitarbeiter ungeeignet, teuer und enorm bürokratisch sind. Mit der Drohung, den Einkauf in den Brauereien zu stoppen, haben diese Konzerne mit ihrer Nachfragemacht ein mächtiges Druckmittel. Gerade in der Region um München und im gesamten Südbayern würde mit dem Aufkauf der Tengelmann/Kaiser's-Märkte durch EDEKA in vielen Bereichen der letzte verbliebene Wett-bewerber zu EDKA verschwinden. Aus Sicht der Privaten Brauereien ist die Aussage von Noch-Inhaber der Tengelmann/Kaiser's-Märkte, Karl-Erivan Haub, dass nur die Fusion mit EDEKA Arbeitsplätze sichern würde, nicht stichhaltig. Gerade im bayerischen Raum sind die Tengelmann/Kaiser's-Standorte profitabel und bleiben dies auch bei einem Eigentümerwechsel. Zudem, dies stellt auch die Monopolkommission fest, gibt es im EDEKA-Angebot keine 100%-Arbeitsplatzgarantie. Damit kann erwartet werden, dass EDEKA im Falle einer etwaigen Übernahme sehr wohl Arbeitsplätze in Zentralbereichen streicht oder unprofitable Standorte schließt.

Die Privaten Brauereien pochen darauf, dass Bundeswirtschaftsminister Gabriel damit die Fusion endgültig untersagt. Es gibt für das Tengelmann andere Interessenten. Nur wenn im Lebensmitteleinzelhandel auch auf Nachfrageseite noch ausreichend Alternativen sind, haben die mittelständischen Privatbrauereien und Lebensmittelhersteller echte Zukunftschancen.

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