Toller Auftakt für neue Projekte

MaiOR - Mai Offshore Regatta / 03. - 05. Mai 2019

(lifePR) ( Kiel, )
Anspruchsvolle Bedingungen auf dem Stollergrund vor Kiel-Schilksee sorgten am ersten Mai Wochenende zum Saisonauftakt für spannende Wettfahrten! Nach sieben (ORC) und zehn (Einheitsklassen) Wettfahrten blickten am Sonntagnachmittag alle Beteiligten erschöpft, aber zufrieden auf einen erfolgreichen Segelauftakt auf der Förde zurück.

Den knapp 60 Yachten vor Kiel wurde alles geboten. Nach dem Auftakt bei eisigen Temperaturen und bis zu 25 Knoten Wind folgten ebenso anspruchsvolle Bedingungen am zweiten Tag und drehende Winde am Abschlusstag.

„Aus unserer Perspektive waren das perfekte Segeltage“, erklärte Wettfahrtleiter Eckart Reinke im Rahmen der Siegerehrung am Sonntag. „Es gab keinen einzigen Protest, tolle Starts und faire Wettfahrten.“ Die dennoch mit allem sportlichen Ehrgeiz geführt wurden. „Wir hatten eine gute Beteiligung und in beiden ORC-Klassen gab es tolle Duelle“, erklärte Seesegel-Klassenpräsident Bertil Balser. „Bei der MaiOR geht es ja immer darum zu schauen, was der Winter so gebracht hat. Alle Crews scheinen auf einem guten Weg zu sein.“ Die erste Station des neu aufgelegten RVS-Inshore Cups 2019 konnte so als voller Erfolg verbucht werden.

Sportsfreund vorne - WM-Sieger-Boot von 2018 auf Rang vier

Balser selbst blickte auf ein überaus erfolgreiches Wochenende zurück, sicherte sich auf der neuen X-41 „Sportsfreund“ mit (Ersatz-)Skipper Gordon Nickel mit nur 6,5 Punkten in sieben Wettfahrten den Gesamtsieg der Klasse ORC I+II. „Wir sind sehr happy“, so Balser, der das aufgrund des späten Einstiegs in die Saison und der Pause der „Sportsfreund“ im vergangenen Jahr so nicht erwartet hatte. „Es ist ein bisschen überraschend, dass wir uns in so kurzer Zeit so gut eingespielt haben“, sagte er mit Blick auf drei neue Crewmitglieder. Sechs Siege (ein geteilter mit der „Halbtrocken 4.0“) und ein zweiter Platz brachten der „Sportsfreund“ fast die Idealnote ein. Der Kampf der X41 ist damit neu sortiert, denn hinter der „Sportsfreund“ reihten sich die beiden Schwesterschiffe, die „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (Kiel) und die „Sydbank“ von Torsten Bastiansen (Flensburg) ein. Der „Sydbank“ gelang am letzten Tag noch der Sprung auf das Treppchen. Den Platz hatte die neue Landmark 43 „Intermezzo“, die 2018 als "Santa noch die WM gewann, unfreiwillig durch einen verpatzten Auftakt am Sonntag mit Rang 14 freigemacht. „Die Mannschaft wollte was ausprobieren und wir haben den Riggtrimm verändert“, erklärte „Intermezzo“-Eigner Jens Kuphal (Berlin). „Danach lief die Kiste einfach nicht. Anschließend sind wir wieder auf die alten Einstellungen zurückgegangen, und prompt war es wieder ein zweiter Platz.“ Der reichte allerdings nicht mehr, um die „Sydbank“ noch zu gefährden.

"OneSpirit" beinahe komplett neu formiert

In der kleineren Klasse ORC III fuhr die Kieler „Immac Fram“ mit Steuermann Kai Mares einen mindestens ebenso souveränen Sieg ein. Zweiter wurde die Hamburger "H.E.A.T.", auf Platz drei landete die Kieler „OneSpirit“ mit Skipper Sören Brandt – dem einzigen verbliebenen Crewmitglied aus dem vergangenen Jahr, als die „OneSpirit“ mit Gordon Nickel an der Pinne deutscher Meister wurde. In den Einheitsklassen J/70 und J/80 war die Beteiligung zwar nicht so hoch wie erhofft, dennoch lieferten sich auch die Crews auf der dicht unter Land liegenden Regattabahn spannende Duelle. „Am Sonntag war es sehr tricky", sagte J/80-Skipper Martin Menzner, der mit der „Pike“ zum insgesamt 13. MaiOR-Sieg. „Das waren drei sehr gute Tage. Wir sind das gut zu Ende gefahren.“ In diesem Jahr siegte die Menzner-Crew vor Arne Wilcken (Schilksee) und Hauke Krüss (Helgoland).

Konstante "Jinto" erkämpft J/70-Sieg

In der J/70 kämpften die Eckernförder „Jinto“ und die Berliner „Sanna R.“ bis zum letzten Schenkel um den MaiOR-Sieg. „Das war sehr spannend und knapp. Wir hatten eigentlich den Plan, das schon in der vorletzten Wettfahrt zu entscheiden, das hat aber nicht funktioniert“, sagte „Jinto“-Skipperin Charlotte Braun-Dullaeus mit Blick auf Platz drei im neunten Rennen, der die siegreiche „Sanna R.“ um Steuermann Gerd Knospe bis auf einen Punkt heranrücken ließ. „Unser Vorteil war, dass wir sehr konstant gesegelt sind, auch am Sonntag, der wohl der anspruchsvollste Segeltag war“, meinte Braun-Dullaeus. „Es war vor allem auf der Kreuz wirklich schwer einzuschätzen.“ Ein zweiter Platz im Abschlussrennen sicherte der Eckernförder Crew den J/70-Gesamtsieg. Die reine Damencrew der "Albis" macht mit Platz 3 das Podium komplett und konnte sich darüber hinaus noch über den "Helga Cup Sonderpreis" freuen.

MaiOR 2019 - Endergebnisse: ORC I+ II (7 Wettfahrten / 1 Streicher):


„Sportsfreund“, Gordon Nickel (Bremen, 6,5 Punkte)
„Halbtrocken 4.0“, Michael Berghorn (Kiel, 12,5)
„Sydbank“, Torsten Bastiansen (Flensburg, 24)
„Intermezzo“, Jens Kuphal (Berlin, 32)
„Adamas“, Jan Peters (Heiligenhafen, 38)
„Stony 7“, Steen Toftebjerg (Dänemark, 38,5)


ORC III (7 WF/1 S):


„Immac Fram“, Kai Mares (Kiel, 8 Punkte)
„H.E.A.T.“, Max Augustin (Hamburg, 17)
„OneSpirit“, Sören Brandt (Kiel, 17)
„Halbtrocken“, Knut Freudenberg (Amrum, 21)
„Patent4“, Henning Tebbe (Hamburg, 29)
„Quattro“, Klaus-Peter Boock (Kiel, 37)


J/70 (10 WF/1 S):


„Jinto“, Charlotte Braun-Dullaeus (Eckernförde, 17)
„Sanna R.“, Gerd Knospe (Berlin, 19)
„Albis“, Tania Tammling (Hamburg, 35)
„Mama“, Hauke Thilow (Kiel, 43)
„DePhibrillator“, Philip Ismar (Hamburg, 44)
Johnny Jensen (Dänemark, 47)


J/70-„Helga Cup Sonderpreis“ für beste reine Damencrew:


„Albis“, Tania Tammling (Hamburg)


J/80 (10 WF/1 S):


„Pike“, Martin Menzner (Kiel, 15 Punkte)
„Diva“, Arne Wilcken (Kiel, 22)
„tak for turen“, Hauke Krüss (Helgoland, 27)
„Frida“, Torsten Voss (Flensburg, 36)
„Jim“, Tim Hümme (Kiel, 42)
„Bibelot“, Johannes Müller (Kiel, 50)


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