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piccolo Theaterjugendklub gewinnt den Deutschen Amateurtheaterpreis 2010

(lifePR) (Cottbus, )
Der piccolo Inszenierungsjugendklub gewinnt mit seinem Stück "Die Gitter schweigen" rund um das Thema "Geschlossener Jugendwerkhof Torgau" den Deutschen Amateurtheaterpreis 2010.

Bis zum 31. März konnten sich Theatergruppen um den Deutschen Amateurtheaterpreis "amarena" in den Sparten "Schauspiel", "Kinder- und Jugendtheater", "Seniorentheater", "Freilichttheater", "Musik- und Tanztheater" sowie für den "Innovationspreis" bewerben. Die piccolo Gruppe unter der Leitung von Matthias Heine gewinnt den Preis in der Sparte Kinder- und Jugendtheater.

246 Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet sind dem Aufruf gefolgt. Die verantwortungsvolle Aufgabe, die Preisträger zu ermitteln, nahmen zwei unterschiedlich besetzte Fachjurys wahr. Die Vorentscheidung fand jetzt in Lingen (Ems) statt. Unter der Leitung des BDAT-Bildungsreferenten Dr. Lars Göhmann (Lingen) tagte die 8köpfige Jury mit Vertretern der verschiedenen Sparten und Fachbereiche aus dem Bundesgebiet. Der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) ist einer der größten Interessenverbände für die Darstellenden Künste in Europa.

In der Preisjury waren unter anderen vertreten: Günter Jeschonnek (Geschäftsführer Fonds Darstellende Künste), Elisabeth Clarke (Choreografin, Tanz- und Theaterpädagogin), Prof. Dr. Christel Hoffmann (Theaterwissenschaftlerin/Dramaturgin), Frank Grünert (Vizepräsident BDAT/Regisseur), Dr. Lars Göhmann (Bildungsreferent BDAT/Theaterwissenschaftler), Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Juryvorsitz/Direktor des Instituts für Kulturpolitik, Universität Hildesheim), Norbert Niclauss (Referat für Musik, Darstellende Künste, Sonderbereiche des Beauftragten für Kultur und Medien), Dr. Gerd Taube (Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland).

Bis zu vier Bewerbungen pro Sparte wählte die Vorjury aus, die Entscheidung wurde am 1. Mai in Berlin getroffen. Der Preis besteht aus der Reise zum Preisträgerfestival vom 16. bis 19. September 2010 in Berlin, auf dem Sie mit den Preisträgern der anderen Kategorien Ihre Inszenierung präsentieren, aus einer Preisfigur und aus einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Die Preise werden in einer festlichen Gala am 18. September in Berlin verliehen. Die Gruppe spielt am 17.09.2010 um 10.00 Uhr und um 12.30 Uhr auf dem Festival.

Aus diesem Grund spielt der Jugendclub das Stück an zwei Septemberterminen in Cottbus. Am 10. und 11.09.2010 ist die Inszenierung jeweils um 19.00 Uhr im piccolo Theater in der Klosterstraße zu erleben. KARTEN gibt es unter 0355 - 23687

Zum Stück

Die Gitter schweigen14+
Eine Eigenproduktion des piccolo Inszenierungsjugendclubs
Spielleitung: Matthias Heine / Uraufführung

Der geschlossene Jugendwerkhof diente als strafvollzugsähnliche Disziplinierungseinrichtung des Jugendhilfesystems der DDR. Hierhin wurden 14 bis 18jährige Kinder und Jugendliche aus anderen Einrichtungen eingewiesen, wenn sie den strengen Normen der "sozialistischen Persönlichkeitsentwicklung" nicht entsprachen. Sie hatten keine Straftaten begangen. Ihr Problem war, aus schwierigen Familien zu stammen, sich an den zugewiesenen Arbeitsstellen nicht einfügen zu können, die falsche Musik zu hören. Kein Gericht sprach ein Urteil, keine unabhängige Instanz prüfte die Einweisung. Für tausende von unbequemen DDR-Jugendlichen wurde der geschlossene Jugendwerkhof zum Synonym für Angst, Drill und Strafe.

Der piccolo Jugendclub ist diesen Jugendlichen und ihren Geschichten auf der Spur. Was verbindet uns 20 Jahre nach dem Fall der Mauer mit ihnen?

In einem ersten Schritt wurden DDR Klischees zur Seite geräumt und bewältigt. Langsam schälte sich die Universalität des Themas heraus. Die Biographien der Insassen hatten viel mit dem zu tun, was auch heute noch in Kinderstuben Schaden macht. Missbrauch und Vernachlässigung, verschärft durch Staatswillkür und Disziplinierungswahn. Am Beispiel eines Mädchens, gespielt von Mai-An Nguyen, erhält das Schicksal ein Gesicht.

Die erarbeiteten Figuren und Geschichten sind frei erfunden und Ergebnis der thematischen Auseinandersetzung mit dem GJWH Torgau.

Kennst du die Stadt in der die
Sonne nie lacht, das ist Torgau,
wo man aus Menschen Idioten macht.

I Hass you Torgau
(Zelleninschrift im geschlossenen Jugendwerkhof Torgau)

Es spielen: Julia Engler, Florian Donath, Ruth-Maria Thomas, Mai-An Nguyen, Heike Zadow, Clemens Schiesko, Erik Born, Marianne Jordan, Katharina Bergunde, Sarah During, Lucie Thiede, Carolina Goretzky und Isabel Witkowski
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