Freispruch für Pinar Selek gefordert - Urteil am 11. Juni erwartet

(lifePR) ( Darmstadt, )
Das PEN-Zentrum Deutschland solidarisiert sich mit der in Frankreich lebenden türkischen Soziologin und Schriftstellerin Pinar Selek und fordert die Aufhebung des gegen sie verhängten Urteils, ihren Freispruch und die vollständige Rehabilitation.

Pinar Selek, Ehrenmitglied und von 2009-2012 Stipendiatin im Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN, wurde der Beteiligung an einem Sprengstoffattentat bezichtigt, obgleich die fragliche Explosion, die im Juli 1998 auf dem ägyptischen Basar in Istanbul sieben Menschen das Leben kostete und zahlreiche Verletzte, nach einhelliger Expertenmeinung auf eine lecke Gasflasche zurückzuführen war. Selek, die zunächst ohne Rechtsbeistand zwei Jahre in Untersuchungshaft saß und schwer gefoltert wurde, wurde bereits dreimal freigesprochen und von zahlreichen Gutachtern entlastet; das sich über 16 Jahre hinziehende Gerichtsverfahren gegen sie weist zahlreiche Verstöße gegen rechtsstaatliche Prinzipien auf.

Selek hat sich einen Namen gemacht durch ihre Studien zu Minderheiten in der Türkei, insbesondere zur Situation der Kurden, sowie durch ihr Engagement in der Friedens- und Frauenbewegung.

Wir appellieren an den 9. Senat des Kassationsgerichts in Ankara, nach erfolgter Anhörung ihrer Rechtsanwälte am 30. 4. bei der kommenden Verhandlung am 11. Juni Seleks Antrag auf Berufung nunmehr stattzugeben.

Für das PEN-Zentrum Deutschland wird Imre Török, PEN-Mitglied und Bundesvorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller, der Gerichtsverhandlung am 11. Juni in Ankara als internationaler Beobachter beiwohnen; frühere Prozessbeobachter für den deutschen PEN waren Günter Wallraff, Christa Schuenke und zuletzt Generalsekretärin Regula Venske (s. Foto im Anhang).
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