Nach der Quarantäne: So ist der Status quo in deutschen Beziehungen

(lifePR) ( Hamburg, )
Parship Studie zeigt: Die Paarantäne hat nicht jeder Beziehung gut getan. Besonders die vermehrte Zeit zu zweit führte zu Streit. Doch es gibt auch Hoffnung: Ein Drittel der Deutschen weiß den Partner nun mehr zu schätzen.

Auch wenn langsam wieder etwas Normalität zurückkehrt, die letzten Wochen haben bei fast jedem – ob alleinstehend oder vergeben – zu einer Veränderung des gewohnten Lebens geführt. Wie genau sich der Lockdown und die Zeit in Paarantäne aber auf deutsche Beziehungen ausgewirkt haben, zeigt eine aktuelle Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship (www.parship.de) unter rund 1.000 Bundesbürgern. Vorab: Es ist nicht alles schlecht. Gut jede dritte Beziehung geht gestärkt aus der Krise hervor. 34 Prozent der vergebenen Deutschen sind überzeugt, dass ihre Partnerschaft in den vergangenen Wochen intensiver und besser geworden ist. Besonders Paare, die nicht in einem Haushalt leben, haben durch die Corona-Maßnahmen positive Veränderungen in ihrer Beziehung festgestellt (40 Prozent). Trotz Ausgangsbeschränkungen und Co. war in deutschen Betten keineswegs Social Distancing angesagt: Rund ein Fünftel der Vergebenen hatte in den vergangenen Wochen mehr Sex (19 Prozent). Speziell bei den Jüngeren (45 Prozent) und nicht zusammen lebenden Befragten (32 Prozent) ging es öfter heiß her als sonst.

Nicht jeder schwebt derzeit auf Wolke sieben

Etwas anders sieht es hingegen in jeder fünften Beziehung aus: Für 19 Prozent der vergebenen Deutschen waren die letzten Wochen eine echte Belastungsprobe. 15 Prozent kämpfen momentan sogar mit mehr Beziehungsproblemen als vor der Corona-Pandemie. Bei sechs Prozent der Beziehungen wurde während der letzten Zeit die Pause-Taste gedrückt. Unter der veränderten Situation haben insbesondere die Beziehungen der jüngeren Bundesbürger gelitten (Beziehungsprobleme: 22 Prozent; Beziehungspause: 9 Prozent). Stopp, es geht nicht mehr hieß es in den vergangenen Wochen bei knapp jeder zehnten Partnerschaft (9 Prozent). Vor allem die Liebe der Deutschen zwischen 18 und 29 Jahren ist an der Ausnahmesituation zerbrochen (15 Prozent). Immerhin vier Prozent der Befragten wollen ihre Beziehung aber noch nicht aufgeben und sich professionelle Hilfe holen.

Streit und fehlender Freiraum stellten Beziehungen auf die Probe

Da können die eigenen vier Wände noch so gemütlich sein: Die aufgezwungene Zeit zu zweit hat bei 40 Prozent der vergebenen Befragten den Wunsch nach mehr Freiraum aufkommen lassen. Vor allem die älteren Deutschen hätten sich mehr Zeit allein gewünscht (47 Prozent). Wer mehr aufeinanderhockt, gerät auch häufiger aneinander: Bei 30 Prozent der Pärchen kam es des Öfteren zu Streit. Dabei krachte es wiederholt insbesondere bei den jüngeren Deutschen (43 Prozent) und jenen, die eine berufliche Veränderung erfahren haben (35 Prozent).

Paarberater und Parship-Coach Eric Hegmann sagt: „Kann man sich nicht aus dem Weg gehen, werden mangels Fluchtmöglichkeit aus unterschiedlichen Bedürfnissen rasch eskalierende Konflikte. Der Respekt vor der Andersartigkeit des Partners schwindet dann ebenso rasch wie der Optimismus für die Beziehung. Viele Probleme sind auch gar nicht lösbar, so dass beide gleichermaßen zufrieden sind, und dann hilft der Appell: Streite mit mir so, dass ich spüre, dass du mich immer noch liebst!“

Mit Vollgas Richtung gemeinsamer Zukunft

Doch es gibt auch Lichtblicke: 36 Prozent der Vergebenen haben ihren Partner in den letzten Wochen noch stärker zu schätzen gelernt und sind dankbar, einander zu haben. Knapp einem Drittel der Paare (31 Prozent) ist durch die Corona-Krise noch einmal bewusst geworden, wie gut sie zueinander passen. Auch in Zukunft alles beim Alten heißt es in jeder dritten Partnerschaft: 30 Prozent haben ihr Beziehungsleben wie bisher fortgeführt und weder positive noch negative Veränderungen erlebt.

Lese-Tipp

Paarantäne – Was die Corona Quarantäne mit unserer Beziehung macht

https://www.beziehungsweise-magazin.de/unterhaltung/nacktaktiv/paarantaene-was-die-corona-quarantaene-mit-unserer-beziehung-macht/
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