Donnerstag, 26. April 2018


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PARITÄTISCHER stellt Konzept für die Neuordnung der Finanzierung von Kindertageseinrichtungen vor

Kiel, (lifePR) - Eine grundlegende Reform der Kita-Finanzierung ist aus Sicht des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein dringend erforderlich, um regionale Ungleichheiten zu beenden und um überall im Land die Realisierung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für jedes Kind und eine gute Qualität der Angebote sicherzustellen. Derzeitig gleiche die Versorgung in Deutschland einem Flickenteppich, so der Paritätische Gesamtverband, der jetzt ein „Konzept für ein gerechtes und transparentes Finanzierungssystem für Träger von Kindertageseinrichtungen“ vorgestellt hat.

„Auch in Schleswig-Holstein treten wir schon seit langem für eine einheitliche Kita-Finanzierung ein, um endlich die landesweit sehr große Unterschiedlichkeit hinsichtlich der vorhandenen Angebote, der notwendigen Personalausstattung sowie der Kosten für die Eltern zu überwinden“, so der Vorstand des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein, Günter Ernst-Basten. „Obwohl es einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz gibt, sind die Bedingungen von Kommune zu Kommune höchst unterschiedlich - mit vielen Ungerechtigkeiten.“

Der Paritätische fordert, dass die Länder in Landesrahmenverträgen verankerte einheitliche und transparente Finanzierungsregelungen einführen. Hierzu sollen die Länder durch eine Änderung des Sozialgesetzbuches VIII verpflichtet werden.

„Obwohl es einen individuellen Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung gibt und der Staat in der Pflicht ist, entsprechende Angebote zu schaffen und zu finanzieren, ist die Kita-Finanzierung vielerorts nicht auskömmlich. Das muss sich ändern. Es kann nicht sein, dass Rechtsansprüche unterlaufen oder Angebote der Kindertagesbetreuung vielerorts nur nach Kassenlage, nicht aber nach Bedarfslage finanziert werden“, so Werner Hesse, Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. In der Praxis würden so die intensiven Bemühungen zum Ausbau und zur Steigerung der Qualität in der Kindertagesbetreuung der vergangenen Jahre konterkariert. „Die Vielfalt regional unterschiedlicher Finanzierungsbedingungen führt dazu, dass es letztlich von der Postleitzahl abhängt, ob Kinder ein gutes Bildungs- und Betreuungsangebot erhalten oder nicht. Diese Willkür muss ein Ende haben“, so Hesse.

Von einer einheitlichen Umstellung auf das System der Entgeltfinanzierung seien neben mehr Planungssicherheit für die Träger auch positive Impulse für die Qualität der Angebote zu erwarten. „Statt Zuwendungen nach einem relativ willkürlichen und obrigkeitsstaatlichen Kostenerstattungsprinzip, müssen die Leistungen durch kalkulierbare und planbare Entgelte finanziert werden. Verbindliche Qualitätsvereinbarungen wären die Basis für die Finanzierung von Leistungen“, so Stefan Spieker, Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Kita-Trägers FRÖBEL e.V. In den meisten Bundesländern seien die Zuschüsse an Kindertageseinrichtungen bisher nicht kostendeckend. Praktisch seien es vielfach Elterninitiativen oder Vereine, die die fehlenden Mittel aufwenden müssen. „Ein staatlicher Rechtsanspruch muss auch zur Gänze vom Staat getragen werden. Trägeranteile sind bei Rechtsansprüchen systemwidrig und gehören abgeschafft“, so Spieker.

Das ausführliche „Konzept für ein gerechtes und transparentes Finanzierungssystem für Kindertageseinrichtungen“ und weiterführende Informationen finden Sie unter:
http://www.der-paritaetische.de/presse/paritaetischer-stellt-konzept-fuer-neuordnung-der-finanzierung-von-kindertageseinrichtungen-vor/

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